Tesla startet „Optimus Academy“ mit Zehntausenden Trainings-Robotern
06.02.2026 - 13:42:12Tesla-Chef Elon Musk kündigt eine massive Trainingsinitiative für seine humanoiden Roboter an. Mit bis zu 30.000 Einheiten will das Unternehmen die Kluft zwischen Simulation und Realität überbrücken – und setzt dafür sogar etablierte Fahrzeugmodelle aufs Abstellgleis.
Die Ankündigung markiert eine strategische Zuspitzung: Statt sich auf digitale Simulationen zu verlassen, setzt Tesla nun auf physisches „Learning by Doing“ in einem nie dagewesenen Maßstab. Die sogenannte Optimus Academy soll Tausende Roboter in einer realen Umgebung trainieren lassen, um grundlegende motorische Fähigkeiten und Objektmanipulation zu meistern. Die Technik des „Self-Play“, bei der KI-Systeme durch millionenfaches Spielen gegen sich selbst lernen, wird damit erstmals im großen Stil auf die physische Welt übertragen.
Ein beispielloser Maßstab für die Robotik
Die geplante Flotte von 10.000 bis 30.000 Optimus-Einheiten allein für Trainingszwecke ist in der Branche ohne Beispiel. Während andere Hersteller humanoider Roboter mit Stückzahlen im Dutzend oder niedrigen Hunderterbereich operieren, will Tesla so eine Datenmenge generieren, die für Wettbewerber unerreichbar ist. „Dies schafft eine Feedback-Schleife, in der physische Roboter die Trainingsdaten aus digitalen Simulationen validieren und verfeinern“, erläuterte Musk in einem Interview am Donnerstag.
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Der Schlüssel dazu ist die Integration von Teslas „Reality Generator“, einer präzisen Physik-Simulationsengine aus dem Autonomie-Programm. Das Ziel: Die Lücke zwischen simulierter und realer Welt zu schließen. Denn selbst die fortschrittlichsten virtuellen Umgebungen können Faktoren wie Reibung, Materialverformung oder Sensorrauschen nie perfekt nachbilden. Durch den Abgleich mit Tausenden physischen Robotern sollen die Simulationen kalibriert und physikalisch unmögliche Bewegungsmuster aussortiert werden.
Strategische Neuausrichtung: Model S und X werden eingestellt
Die Investition in die Robotik-Zukunft hat konkrete Konsequenzen für das gegenwärtige Kerngeschäft. Wie diese Woche bestätigt wurde, stellt Tesla die Produktion seiner Legacy-Modelle S und X ein. Die freiwerdenden Kapazitäten im Stammwerk Fremont sollen für die Massenfertigung der Optimus-Roboter genutzt werden.
Diese Entscheidung unterstreicht Musks Überzeugung, dass das Geschäft mit humanoiden Robotern den Automobilumsatz des Unternehmens langfristig in den Schatten stellen wird. Der Fokus liegt zunächst darauf, menschenähnliche Fähigkeiten in Fertigung und Logistik zu erreichen. Die weitreichendere Vision des CEO beschreibt den Optimus jedoch als eine Art „Von-Neumann-Maschine“ – ein theoretisches Konzept für einen sich selbst replizierenden Roboter, der etwa beim Aufbau von Zivilisationen auf anderen Planeten helfen könnte.
Ein vernetztes Ökosystem aus Energie und KI
Die Optimus Academy ist nur ein Teil eines größeren Plans. In demselben Interview kündigte Musk an, dass sowohl Tesla als auch SpaceX jährlich 100 Gigawatt Solarenergie produzieren wollen. Diese gewaltige Kapazität soll nicht nur irdische Operationen, sondern auch den energieintensiven Betrieb von KI-Rechenzentren auf der Erde und möglicherweise im Orbit stützen.
Dies fügt sich in die Ankündigung vom 2. Februar ein, wonach Musk eine Fusion seines KI-Startups xAI mit SpaceX anstrebt. Das fusionierte Unternehmen, das auf über 1,25 Billionen Euro geschätzt wird, könnte die Startkapazitäten von SpaceX nutzen, um orbitale Rechenzentren zu deployen. Diese würden von solarem Überfluss und radiative Kühlung im Weltraum profitieren und so die nötige Rechenpower für die nächste Generation der „Optimus-Gehirne“ liefern.
Reaktion der Märkte: Ambition trifft auf Skepsis
Die Finanzmärkte reagierten verhalten auf die weitreichenden Pläne. Nach den Ankündigungen fiel die Tesla-Aktie (TSLA) am Donnerstag um etwa 2,17 Prozent auf rund 397 US-Dollar. Analysten zeigen sich gespalten: Während einige in der Robotik eine Billionen-Dollar-Chance sehen, sorgen sich andere um die kurzfristigen Umsatzeinbußen durch das Aus der Modelle S und X, bevor das Robotikgeschäft profitabel ist.
Kritiker verweisen auf die immensen Kapitalkosten für den Bau und Unterhalt Zehntausender Roboter, die zunächst kein Geld verdienen. Befürworter halten dagegen: Sollte Tesla generalistische Robotik lösen, wären die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt transformativ – von der Behebung des Fachkräftemangels in der Fertigung bis zur Pflege.
Musk’s Zeitplan sieht vor, dass die Optimus Academy noch in diesem Jahr voll operativ sein soll. Das langfristige Ziel ist eine Produktionsrate von einer Million Roboter-Einheiten pro Jahr bis 2027. Mit diesem Gambit startet Tesla eines der ambitioniertesten Experimente in der angewandten Künstlichen Intelligenz.
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