Tesla, Optimus

Tesla Optimus: Roboter-Revolution soll 2027 starten

17.02.2026 - 01:42:12

Tesla verschärft den Zeitplan für seinen humanoiden Roboter Optimus und stellt die Produktion der Modelle S und X ein, um Kapazitäten für die Serienfertigung freizumachen.

Tesla-Chef Elon Musk hat den Zeitplan für seinen humanoiden Roboter Optimus verschärft. Er rechnet nun damit, dass die Maschinen bereits 2027 beginnen, die Welt zu verändern – ein Jahr früher als von Analysten erwartet. Diese Ankündigung unterstreicht den radikalen Strategiewechsel des Unternehmens vom reinen Autobauer zum KI- und Robotik-Konzern.

Der Fokus auf Robotik wird durch eine drastische Produktionsentscheidung untermauert: Tesla stellt die Fertigung der Modelle Model S und Model X im zweiten Quartal 2026 ein. Die freiwerdenden Kapazitäten im Werk Fremont, Kalifornien, werden für die Serienproduktion des Optimus-Roboters umgerüstet. Ein drittes, serientaugliches Modell soll bereits im ersten Quartal 2026 vorgestellt werden.

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Vom Luxusauto zur Roboter-Fabrik: Ein strategischer Bruch

Die Einstellung der ikonischen Modelle, die seit 2012 bzw. 2015 auf dem Markt sind, markiert eine Zeitenwende für Tesla. Die Umwidmung der Fertigungslinien ist ein klares Signal: Die Zukunft des Unternehmens liegt in künstlicher Intelligenz und Robotik. Die Führung betont, dass dieser Schritt notwendig ist, um humanoide Roboter in großem Maßstab produzieren zu können.

Das Ziel ist ambitioniert. Noch in diesem Jahr soll die signifikante Produktion starten. Langfristig peilt Tesla eine Kapazität von einer Million Einheiten pro Jahr allein aus der Fremont-Fabrik an. Die Basis dafür soll die dritte Generation des Optimus sein, die erstmals konsequent für eine effiziente Massenproduktion ausgelegt ist.

Zeitplan verschärft: Musk korrigiert Analysten-Prognose

Die neue, aggressive Timeline wurde durch einen öffentlichen Schlagabtausch deutlich. Cathie Wood, Chefin der Investmentfirma ARK Invest, hatte am 14. Februar auf Basis eigener Analysen geäußert, dass humanoide Roboter deutlich komplexer als Robotaxis seien. Sie prognostizierte einen spürbaren Einfluss des Optimus erst für 2028 oder 2029.

Elon Musk konterte diese Einschätzung prompt. Seiner Ansicht nach wird der Einfluss bereits 2027 spürbar, 2028 offensichtlich und 2029 massiv sein. Diese Klarstellung gilt als der aktuellste öffentliche Fahrplan für das Projekt. Bislang sind erste Optimus-Einheiten nur in Teslas eigenen Fabriken im Einsatz, um Aufgaben zu lernen und Daten zu sammeln – nicht für produktive Arbeit.

Die Technik hinter dem humanoiden Helfer

Das Gehirn des Optimus ist dieselbe KI, die auch Teslas „Full Self-Driving“-System antreibt. Sie lernt aus riesigen Mengen realer Daten. Ein besonderer Fokus der Entwicklung liegt auf den Händen des Roboters, die für präzise Greif- und Manipulationsaufgaben entscheidend sind.

Der Roboter soll auf verschiedene Weise lernen können: durch Beobachten menschlicher Handlungen, verbale Anweisungen oder das Ansehen von Videos. Die dritte Generation wird verbesserte Hände erhalten. Während Tesla die meisten Komponenten selbst entwickelt, liefert LG Energy Solution nach Berichten die Hochleistungsbatterien, die die vielen Gelenke und KI-Berechnungen im begrenzten Bauraum mit Energie versorgen müssen.

Kann Tesla den Markt revolutionieren?

Teslas Vorstoß in die Robotik ist ein Wagnis in einem schwierigen Feld. Der Ansatz, Komponenten von Grund auf neu zu denken und Erfahrungen aus KI und Automobilfertigung zu nutzen, soll die hohen Kosten und Komplexitäten überwinden. Teslas erklärtes Ziel ist ein Stückpreis von etwa 20.000 US-Dollar bei großer Stückzahl – eine Schwelle, die eine breite Anwendung erst wirtschaftlich machbar würde.

Die Branche blickt nun gespannt auf die Vorstellung des Optimus Gen 3 im ersten Quartal. Sein Design wird zeigen, ob Tesla den Sprung von einem ambitionierten Forschungsprojekt in die kommerzielle Realität schaffen kann. Der Erfolg dieser Transition wird entscheiden, ob die Vision von Milliarden humanoiden Assistenten tatsächlich in Reichweite ist.

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