Taiwan, Schweden

Taiwan und Schweden vertiefen Technologie-Partnerschaft

31.01.2026 - 04:04:12

Die strategische Partnerschaft zwischen Taiwan und Schweden wird bis 2031 verlängert und um zehn neue Technologiefelder wie Robotik und Drohnen erweitert, um Innovationskraft und Lieferketten zu stärken.

Taiwan und Schweden weiten ihre strategische Forschungskooperation auf zehn Zukunftsfelder aus – darunter erstmals Robotik und autonome Drohnen. Die erneuerte Partnerschaft bis 2031 stärkt die Innovationskraft beider Demokratien.

Die erweiterte Zusammenarbeit wurde auf einem bilateralen Workshop im taiwanischen Yilan Ende Januar konkretisiert. Vertreter des taiwanischen National Science and Technology Council (NSTC) und der schwedischen Foundation for Strategic Research (SSF) legten die Agenda für die nächste Phase fest. Diese baut auf den Erfolgen der seit 2020 laufenden Kooperation in Halbleitern und Künstlicher Intelligenz auf.

Von Halbleitern zu Drohnen: Eine strategische Erweiterung

Die Zusammenarbeit betritt mit der zweiten Phase neues Terrain. Während sich die erste Kooperationsrunde auf Halbleiter, 6G, KI und grüne Energie konzentrierte, kommen nun zehn strategische Felder hinzu. Dazu zählen neben Robotik und Drohnen auch Weltraumtechnologie, Quantentechnologie, Neurowissenschaften und Ozeanforschung.

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„Wir bauen auf einer starken Grundlage auf“, bestätigte NSTC-Vizeminister Robin Chen in Yilan. Der Workshop präsentierte bereits erzielte Erfolge, darunter Fortschritte bei Galliumnitrid-Transistoren, Festkörperbatterien und Antennentechnologien für die Zeit nach 5G. Führende schwedische Forschungseinrichtungen wie die Chalmers University of Technology waren beteiligt.

Sicherheit und Wirtschaft: Die Dual-Use-Dimension

Die Aufnahme von Robotik und Drohnen hat bedeutende sicherheitspolitische und wirtschaftliche Implikationen. Für Taiwan ist der Aufbau einer leistungsfähigen Drohnenindustrie ein zentraler Pfeiler seiner Verteidigungsstrategie. Das Land plant die Beschaffung zehntausender Drohnen für asymmetrische Verteidigungsfähigkeiten.

Für Schweden, das ebenfalls in unbemannte Systeme investiert, öffnet die Partnerschaft den Zugang zu Taiwans weltführender Halbleiter- und Hardwareproduktion. Die schwedische Repräsentantin in Taiwan, Helena Reitberger, betonte den hohen Wert der langjährigen Beziehung. Die Kooperation zielt ausdrücklich darauf ab, Forschungsergebnisse durch Einbindung des Privatsektors in kommerzielle Anwendungen zu überführen.

Demokratische Allianzen gegen technologische Abhängigkeiten

Die vertiefte Partnerschaft ist Teil einer breiteren taiwanischen Strategie, substanzielle Bündnisse mit gleichgesinnten Demokratien zu schmieden. Erst kürzlich verstärkte Taiwan seine Robotik-Forschung mit Einrichtungen in den USA.

Die Annäherung an europäische Partner fällt in eine Zeit, in der das Europäische Parlament eine intensivierte Sicherheitszusammenarbeit mit Partnern im Indopazifik – ausdrücklich auch mit Taiwan – fordert. Das Abkommen wird als konkreter Schritt gesehen, um widerstandsfähige und sichere Lieferketten unabhängig von autoritären Regimen aufzubauen.

Der Fahrplan bis 2031: Forschung, Talente, Stipendien

Mit der Unterzeichnung einer erneuerten Absichtserklärung im Juli 2024 ist der strategische Rahmen bis 2031 gesteckt. Derzeit läuft eine gemeinsame Ausschreibung für Forschungsprojekte in allen zehn definierten Feldern.

Ein Schwerpunkt liegt auf Nachwuchsförderung und Austausch. In Yilan gab es eigene Formate für Doktoranden und Nachwuchsforscher. Zudem verhandeln die schwedische Vertretung in Taipeh und das taiwanische Bildungsministerium über ein gemeinsames Stipendienprogramm. So soll nicht nur Technologie, sondern auch eine neue Generation von Innovatoren in beiden Ländern hervorgebracht werden.

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