Süßstoffe, Kritik

Süßstoffe in der Kritik: Neue Studien sehen Demenz-Risiko

05.02.2026 - 09:22:12

Neue US-Ernährungsrichtlinien und Studien deuten auf neurologische Risiken durch künstliche Süßstoffe hin. Experten raten verstärkt zu Wasser und ungesüßten Getränken.

Die Debatte um künstliche Süßstoffe erreicht einen neuen Höhepunkt. Aktuelle Studien und schärfere US-Ernährungsrichtlinien stellen die vermeintlich sichere Alternative zu Zucker massiv in Frage. Der regelmäßige Konsum könnte die kognitive Alterung beschleunigen.

US-Richtlinien: Keine „Freikarte“ mehr für Süßstoffe

Die neuen „Dietary Guidelines for Americans 2025-2030“ markieren einen historischen Wendepunkt. Sie nehmen eine ungewöhnlich harte Haltung ein: Keine Menge an zugesetztem Zucker oder nicht-nutritiven Süßstoffen gilt demnach als Teil einer gesunden Ernährung.

Das ist eine fundamentale Abkehr von früheren Empfehlungen. Ziel ist es, die Geschmacksprägung der Bevölkerung langfristig von übermäßig süßen Reizen wegzulenken. Für die Lebensmittelindustrie, die Milliarden in „Zero“‑Produkte investiert hat, bricht eine neue Ära an.

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Studie warnt: Tägliche Diät-Limo als Risikofaktor

Frische Daten aus der Northern Manhattan Study (NOMAS) liefern konkrete Hinweise auf neurologische Risiken. Eine Analyse der University of Miami zeigt: Der tägliche Konsum künstlich gesüßter Getränke steht in Verbindung mit einem erhöhten Demenz-Risiko.

Die Autoren betonen, dass Diät-Limonaden wahrscheinlich keine gesunde Alternative für das Gehirn sind. Zwar beweist die Beobachtungsstudie keine direkte Kausalität – doch sie fügt sich in ein wachsendes Mosaik alarmierender Warnsignale ein.

Brasilianische Daten: 62 Prozent schnellerer kognitiver Abbau

Eine großangelegte brasilianische Langzeitstudie untermauert die Bedenken. Über acht Jahre begleitete sie mehr als 12.000 Erwachsene. Das Ergebnis ist deutlich:

  • Personen mit dem höchsten Süßstoff-Konsum zeigten einen um 62 Prozent schnelleren Rückgang ihrer kognitiven Fähigkeiten.
  • Dies entspricht einer zusätzlichen Gehirnalterung von etwa 1,6 Jahren.
  • Besonders betroffen waren Gedächtnis und sprachliche Flüssigkeit.

Die Forscher vermuten, dass entzündliche Prozesse oder Veränderungen im Darmmikrobiom die schädlichen Effekte vermitteln könnten.

Branche in der Defensive – Experten raten zu Wasser

Die Getränkeindustrie wehrt sich. Sie verweist auf die Sicherheitsbewertungen der Behörden und warnt vor einem Rückfall zu zuckerhaltigen Produkten. Doch medizinische Experten wiegen schwerer: Die Beweislast für neurologische Risiken sei zu erdrückend.

Ihr Rat verschiebt sich klar hin zu Wasser, ungesüßtem Tee und Kaffee als primäre Flüssigkeitsquellen. Internationale Gesundheitsbehörden wie die EFSA stehen nun unter Druck, ob sie dem strikten US-Kurs folgen. Die Ära der unbedenklichen „Light“-Lösung scheint vorbei.

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