Stuttgarts, Immobilienmarkt

Stuttgarts Immobilienmarkt spaltet sich 2026

24.01.2026 - 20:23:12

Der Stuttgarter Immobilienmarkt spaltet sich: Während Hauspreise leicht zulegen, sinken die Preise für Eigentumswohnungen. Die Zinswende schafft einen Käufermarkt für Wohnungen.

Der Immobilienmarkt in Stuttgart driftet auseinander: Hauspreise steigen leicht, Wohnungspreise fallen. Diese ungleiche Entwicklung markiert eine Wende nach Jahren des durchgängigen Wachstums.

Aktuelle Daten zeigen eine sich öffnende Preisschere. Sie schafft für Käufer und Verkäufer völlig neue Rahmenbedingungen in einer Stadt, die weiter von hoher Nachfrage, gestiegenen Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt ist.

Häuser: Stabilität trotz aller Widrigkeiten

Der Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser zeigt sich erstaunlich robust. Die durchschnittlichen Preise legten im Vergleich zum Vorjahr zwischen 0,5 und 2,9 Prozent zu. Aktuell werden Quadratmeterpreise von 5.022 bis 6.244 Euro aufgerufen.

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Getragen wird diese Entwicklung von einer ungebrochenen Nachfrage nach mehr Platz und eigenem Garten. Besonders begehrt sind energieeffiziente Objekte in Top-Lagen.

  • Nachfrage: Konzentriert sich auf solide finanzierte Eigennutzer.
  • Angebot: Strukturell knapp, besonders in der Kessellage.
  • Vermarktung: Gut instand gehaltene Häuser finden schnell Käufer, Sanierungsfälle brauchen länger.

Eigentumswohnungen: Der Druck steigt

Ganz anders sieht es bei Eigentumswohnungen aus. Hier verzeichnet der Markt klare Preisrückgänge von etwa 2,1 bis 2,2 Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt nun bei circa 4.412 Euro.

Ein größeres Angebot trifft auf eine zurückhaltendere Käuferschaft. Gestiegene Finanzierungskosten und wirtschaftliche Sorgen lassen Interessenten vorsichtiger agieren.

  • Angebot: Liegt rund ein Viertel höher als vor der Zinswende.
  • Nachfrage: Gedämpft, Käufer haben mehr Verhandlungsspielraum.
  • Preisdruck: Besonders hoch bei energetisch veralteten Bestandswohnungen.

Neubauwohnungen bleiben aufgrund hoher Kosten teuer. Das verstärkt die Spreizung innerhalb des Segments.

Warum der Markt jetzt zweigleisig fährt

Die aktuelle Spaltung ist eine direkte Folge der Zinswende. Sie hat die Finanzierungsbedingungen radikal verändert und trifft das wohnungsnahe Segment besonders hart. Hier sind traditionell mehr Kapitalanleger und Käufer mit geringerem Eigenkapital unterwegs.

Branchenexperten sehen darin eine notwendige Marktkorrektur. Die strukturelle Nachfrage in der wirtschaftsstarken Region bleibt hoch. Der stabile Mietmarkt könnte langfristig wieder Anleger anlocken – vorausgesetzt, die Zinsen beruhigen sich.

Verglichen mit München gilt der Stuttgarter Markt weiter als stabil, auch wenn die Dynamik deutlich nachgelassen hat.

Was Käufer und Verkäufer jetzt erwartet

Für 2026 zeichnet sich eine Fortsetzung der Trends ab. Der Hausmarkt bleibt ein Verkäufermarkt mit stabilen bis leicht steigenden Preisen, angetrieben durch die anhaltende Knappheit.

Für Eigentumswohnungen hingegen entwickelt sich ein Käufermarkt. Potenzielle Erwerber profitieren von größerer Auswahl und besseren Verhandlungschancen. Experten rechnen damit, dass die Preise für sanierungsbedürftige Bestandswohnungen noch etwas nachgeben, bevor sich ein neues Gleichgewicht einstellt.

Langfristig bleibt Stuttgart ein attraktiver Standort. Die weitere Richtung hängt aber maßgeblich von der Zinspolitik und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab.

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