Studierende, Dauerstress

Studierende im Dauerstress: Job und Uni werden zur Doppelbelastung

10.02.2026 - 01:01:12

Hohe Mehrheit der Studierenden arbeitet nebenbei, was zu kritischen Stresswerten und psychischen Belastungen führt. Experten fordern strukturelle Änderungen im Hochschulsystem.

Immer mehr Studierende in Deutschland leiden unter der Doppelbelastung von Studium und Job. Jüngste Daten zeigen ein alarmierendes Bild der mentalen Gesundheit.

Rund zwei Drittel der Studierenden arbeiten nebenher, um Miete und Lebensunterhalt zu finanzieren. Diese Work-Study-Balance gerät jedoch zunehmend aus den Fugen. Experten sehen dringenden Handlungsbedarf für Hochschulen und Politik.

Stresslevel erreicht kritische Marken

Die Zahlen sind besorgniserregend: Zwei von drei Studierenden bewerten ihr Stresslevel als hoch oder sehr hoch. Ein Viertel leidet an depressiven Symptomen, ein Drittel ist von Angststörungen betroffen.

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Ein Bericht des Deutschen Studierendenwerks (DSW) untermauert diesen Trend. Der Anteil gesundheitlich beeinträchtigter Studierender stieg von 11 Prozent (2016) auf 16 Prozent (2021). Psychische Erkrankungen nehmen dabei besonders stark zu.

Hauptstressfaktoren sind:
* Ein hohes Lernpensum
* Ständiger Zeit- und Leistungsdruck
* Zukunftsängste

Minijob vs. Werkstudent: Das sind die Regeln

Für die meisten arbeitenden Studierenden sind zwei Modelle relevant: Der klassische Minijob und die Tätigkeit als Werkstudent.

  • Minijob: Die Verdienstgrenze liegt bei 556 Euro monatlich. Innerhalb dieses Rahmens fallen meist keine Sozialversicherungsbeiträge an.
  • Werkstudent: Wer fachnah zum Studium jobbt, darf in der Vorlesungszeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. In den Semesterferien gilt diese Grenze nicht.

Besondere Vorsicht ist für BAföG-Empfänger geboten. Einkünfte über dem Freibetrag können zur Kürzung der Förderleistung führen.

Wie Studierende den Druck managen können

Ein durchdachtes Zeitmanagement ist der Schlüssel zum Erfolg. Experten empfehlen Methoden wie Time-Blocking, bei dem feste Zeitfenster für Lernen, Job und Freizeit im Kalender reserviert werden.

Die Priorisierung der wichtigsten Aufgaben entlastet spürbar. Digitale Tools wie Kalender-Apps helfen, den Überblick zu behalten. Mindestens genauso wichtig ist die Selbstfürsorge: Ausreichend Schlaf, regelmäßige Pausen und Bewegung beugen einem Burnout vor.

Viele Hochschulen bieten mittlerweile Beratungsstellen an, die bei der Organisation und psychischen Belastungen unterstützen.

Bologna und Wettbewerb verschärfen die Lage

Die zunehmende Belastung hat weitreichende Folgen. Sie gefährdet nicht nur den individuellen Studienerfolg, sondern stellt das gesamte Hochschulsystem vor Herausforderungen.

Experten machen den Bologna-Prozess und ein wettbewerbsorientiertes Umfeld für den gestiegenen Druck mitverantwortlich. Die Forderung lautet: Bund und Länder müssen die psychosoziale Beratung an Hochschulen systematisch ausbauen.

Flexiblere Studienmodelle als Lösung?

Was muss sich ändern, um die Balance wiederherzustellen? Experten und Studierendenvertretungen fordern strukturelle Anpassungen.

Diskutiert werden:
* Flexiblere Studienmodelle für eine bessere Vereinbarkeit mit dem Job
* Eine Entzerrung der oft geballten Prüfungsphasen
* Der Ausbau finanzieller Unterstützungssysteme wie des BAföG

Die Debatte über die richtigen Lösungsansätze gewinnt an Fahrt. Klar ist: Die mentale Gesundheit muss integraler Bestandteil des Hochschullebens werden.

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