Studie, Leichte

Studie: Leichte Bewegung senkt Diabetes-Risiko bei Kindern

27.01.2026 - 02:40:12

Eine Langzeitstudie belegt, dass drei bis vier Stunden Alltagsaktivität täglich das Risiko für erhöhte Insulinwerte bei Kindern um 20 Prozent reduzieren können.

Kinder können ihr Diabetes-Risiko mit einfacher Alltagsbewegung deutlich senken. Das zeigt eine aktuelle Langzeitstudie. Schon drei bis vier Stunden leichtes Herumtoben oder Gehen am Tag wirken wie ein Schutzschild.

Alarmierende Zahlen zu Übergewicht

Die Datenlage ist klar: In Deutschland sind 15,4 Prozent der 3- bis 17-Jährigen übergewichtig, 5,9 Prozent leiden unter Adipositas. Diese Entwicklung bereitet Experten große Sorgen, denn sie erhöht das Risiko für chronische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes bereits im Jugendalter. Die Forderung lautet: Prävention muss früher ansetzen und Bewegung im Alltag verankern.

Sitzen als schleichende Gefahr

Eine Langzeitstudie der University of Eastern Finland liefert die beunruhigenden Beweise. Sie begleitete 792 Kinder vom 11. bis zum 24. Lebensjahr. Das Ergebnis: Die tägliche Sitzzeit stieg von sechs auf neun Stunden an – und trieb die Insulinwerte in die Höhe. Eine beginnende Insulinresistenz, die Vorstufe von Diabetes, war die direkte Folge. Bei übergewichtigen Jugendlichen stieg das Risiko für einen gesundheitsschädlichen Insulinüberschuss sogar um 20 Prozent.

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Der einfache Gegenspieler: Leichte Aktivität

Die Lösung klingt überraschend simpel. Dieselbe Studie zeigt: Leichte körperliche Aktivität (LPA) wirkt wie ein Gegenmittel.
* Drei bis vier Stunden LPA pro Tag senken das Risiko für erhöhtes Insulin um 20 Prozent.
* Darunter fallen Alltagsbewegungen wie Gehen, Treppensteigen, Herumtoben oder im Haushalt helfen.
* Dieser Effekt war sogar ausgeprägter als bei intensivem Sport.

Forscher sehen in dieser leichten, aber regelmäßigen Bewegung den Schlüssel, um die schädlichen Effekte des Sitzens umzukehren.

Smartphone & Co. als zusätzlicher Risikofaktor

Neben dem Bewegungsmangel verschärft ein anderer Faktor das Problem: die Bildschirmzeit. Studien zeigen, dass Kinder mit mehr als drei Stunden täglicher Screen-Time ein deutlich höheres Risiko für Diabetes-Faktoren haben. Die aktuelle JIM-Studie 2025 unterstreicht die Dringlichkeit – Jugendliche verbringen täglich knapp vier Stunden am Smartphone. Dieser Zusammenhang bleibt selbst dann bestehen, wenn man die allgemeine Aktivität herausrechnet.

Was können Eltern und Schulen tun?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt klare Vorgaben: Mindestens 60 Minuten moderate bis intensive Bewegung täglich für Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig soll die Sitzzeit, besonders vor Bildschirmen, minimiert werden. Jede Bewegung zählt – schon kurze Aktivitätspausen unterbrechen lange Sitzphasen wirksam. Experten betonen: Schulen tragen eine Mitverantwortung und können mit verbindlichen Standards für Schulsport und gesunde Verpflegung einen entscheidenden Beitrag leisten.

@ boerse-global.de