Stripe stellt Verifone P400 ein: Tausende Händler müssen umrüsten
09.02.2026 - 03:42:11Der Zahlungsdienstleister Stripe hat die Unterstützung für den alten Verifone P400-Kartenleser beendet. Tausende Händler weltweit müssen nun auf moderne Hardware umsteigen.
Seit heute, dem 9. Februar 2026, können mit dem Verifone P400 keine Transaktionen mehr abgewickelt werden. Dieser letzte Schritt beendet einen mehrjährigen Ausmusterungsprozess. Unternehmen, die noch auf das einst beliebte Kassenterminal setzen, müssen jetzt auf moderne Hardware upgraden, um ihren Zahlungsverkehr vor Ort aufrechtzuerhalten.
Die Abschaltung zwingt Händler zu einem sofortigen Wechsel auf neuere Point-of-Sale (POS)-Systeme. Nur so lassen sich Betriebsunterbrechungen vermeiden, Sicherheitsstandards einhalten und die erweiterten Funktionen von Stripes Plattform nutzen. Das Ende des P400 unterstreicht einen Branchentrend: den Abschied von einfachen Zahlungsterminals hin zu integrierten, softwarebasierten Lösungen, die Online- und Offline-Verkäufe vereinen.
Viele Händler unterschätzen, wie verwundbar ihre Kassensysteme gegenüber Cyberangriffen sind – Studien zeigen, dass 73 % deutscher Unternehmen nicht genug Schutz haben. Gerade beim Umstieg von veralteten Terminals wie dem P400 entstehen oft Lücken bei PCI-Compliance und Netzsicherheit. Ein kostenloser Leitfaden erklärt praxisnah, welche Schutzmaßnahmen Priorität haben, wie Sie Ihr POS-Netz segmentieren und welche Schritte Betriebsunterbrechungen verhindern. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Guide herunterladen
Ein lang geplanter Ausstieg
Die Einstellung des P400 durch Stripe erfolgte nicht überraschend. Es handelte sich um einen sorgfältig kommunizierten Prozess über mehrere Jahre. Den Anfang machte Stripe am 14. September 2021, als der Verkauf des Geräts und neue Feature-Updates eingestellt wurden. Ein kritischerer Meilenstein folgte am 1. Oktober 2024: Damals endete der Kundensupport sowie wichtige Software- und Wartungsupdates.
Der heutige Tag markiert die finale Stufe. Jeder noch angeschlossene P400 kann keine Kartenzahlungen mehr verarbeiten. Dieser Schritt stellt sicher, dass alle Geräte im Netzwerk aktuelle Sicherheits- und Funktionsstandards erfüllen.
Der Druck zu moderner und sicherer Hardware
Die Ausmusterung des P400 ist eine Folge des schnellen Technologiewandels und schärferer Sicherheitsanforderungen. Alte Hardware kann moderne Zahlungsmethoden oft nicht unterstützen und hält kritische PCI-Compliance-Standards nicht mehr ein. Der P400, ein nach PCI PTS 5.x zertifiziertes Gerät, ist Teil dieses regelmäßigen Upgrade-Zyklus, der den Schutz sensibler Kartendaten durch Verschlüsselung und EMV-Chip-Technologie gewährleisten soll.
Stripes Strategie zielt auf ein vereinheitlichtes Commerce-Erlebnis ab. Moderne Lesegeräte sind für diese integrierte Umgebung konzipiert und bieten bessere Konnektivität, Mobilität und Kompatibilität mit den neuesten Stripe Terminal SDKs. Der Abschied von alten Modellen hilft Händlern, ihre Abläufe zu straffen und Daten über alle Vertriebskanäle hinweg zu konsolidieren.
Migrationspfade und die Zukunft der Kassensysteme
Stripe lenkt seine Kunden bereits seit Längerem zu einer neuen Generation smarter Lesegeräte. Dazu zählen das Stripe Reader S700 und der BBPOS WisePOS E. Diese Geräte bieten Touchscreens, WLAN-Konnektivität und lange Akkulaufzeit für den mobilen Einsatz. Sie unterstützen auch moderne Zahlungsinnovationen wie „Tap to Pay“ direkt auf dem Smartphone, das bei Verbrauchern immer beliebter wird.
Dieses erzwungene Upgrade ist auch eine Chance für Händler, ihre Zahlungsabwicklung zu modernisieren. Der Wechsel von einem stationären Terminal wie dem P400 zu einem mobilen, smarten Lesegerät kann die operative Effizienz steigern. Zahlungen können überall im Geschäft angenommen werden, was Wartezeiten verkürzt und das Kundenerlebnis verbessert.
Was bedeutet das für den stationären Handel?
Das Ende des P400 ist ein Beispiel für die digitale Transformation im Einzelhandel. Moderne Kassensysteme sind heute keine reinen Zahlungsabwickler mehr, sondern zentrale Drehscheiben für das Geschäftsmanagement. Integrierte Plattformen vereinen Verkaufsdaten, Lagerverwaltung, Kundenbeziehungen und Loyalitätsprogramme.
Indem Stripe sicherstellt, dass seine gesamte Hardware diese Integration unterstützt, macht es seine Nutzer agiler und datengesteuerter. Eine einheitliche Sicht auf den gesamten Zahlungsverkehr ist für fundierte Geschäftsentscheidungen, personalisierte Kundeninteraktionen und effizientes Wachstum entscheidend. Dieser Shift ermöglicht es, über einfache Transaktionen hinauszugehen und ausgefeilte Omnichannel-Strategien zu entwickeln.
Die Entwicklung der Zahlungshardware wird sich weiter beschleunigen. Die Branche bewegt sich hin zu flexiblen, softwarebasierten Lösungen. Der Aufstieg von KI im Zahlungsverkehr wird weitere Verbesserungen bringen, von besserem Betrugsschutz bis hin zu KI-gesteuerten Kassiervorgängen.
Für betroffene Händler ist die kurzfristige Aufgabe klar: neue Hardware bereitstellen, um Betriebsstörungen zu vermeiden. Langfristig geht es darum, den technologischen Wandel aktiv zu gestalten. Moderne, integrierte Zahlungslösungen sind der Schlüssel, um nicht nur sicher und konform zu bleiben, sondern auch neue Wachstumschancen und eine bessere Kundenbindung in einer digitale Welt zu erschließen.
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