Städtebund fordert 500-Millionen-Fonds gegen Einsamkeit
18.01.2026 - 08:02:12Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) fordert einen nationalen Fonds in Höhe von 500 Millionen Euro, um den Kampf gegen soziale Isolation zu finanzieren. Die Kommunen wollen damit bestehende Programme stärken und neue, niedrigschwellige Angebote schaffen. Der Vorstoß unterstreicht die wachsende Dringlichkeit, dem generationenübergreifenden Problem der Einsamkeit zu begegnen.
Ein Fonds für die Praxis vor Ort
Hauptgeschäftsführer André Berghegger betont: Der Einsatz gegen Einsamkeit darf nicht am Geld scheitern. Der geforderte „Fonds gegen Einsamkeit“ soll in der laufenden Legislaturperiode aufgelegt werden. Das Geld könnte aus EU-Mitteln, Restmitteln des Bundeshaushalts oder Umschichtungen in Ministerien stammen.
Bund gibt Strategie vor, Kommunen brauchen Geld
Die Forderung fügt sich in eine bestehende politische Landschaft ein. Bereits im Dezember 2023 verabschiedete das Bundeskabinett die „Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit“. Ein Anfang 2026 veröffentlichter Monitoring-Bericht dokumentiert die Fortschritte.
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Auf praktischer Ebene gibt es bereits Modellprojekte:
* Das ESF-Plus-Programm „Zusammenhalt stärken – Menschen verbinden“ unterstützt seit September 2024 mit drei Millionen Euro Kommunen bei Angeboten für Menschen zwischen 28 und 59 Jahren.
* Lokal entstehen Initiativen wie ein gemeinsamer Mittagstisch in Schwäbisch Hall, der gezielt ältere Menschen zusammenbringt.
Doch die Kommunen machen deutlich: Für eine flächendeckende Wirkung braucht es mehr. Orte der Begegnung wie Bibliotheken oder Mehrgenerationenhäuser müssen als verlässliche Anlaufstellen dauerhaft gestärkt werden.
Warum das Thema immer dringlicher wird
Die politische Aufmerksamkeit wächst, weil Einsamkeit alle Altersgruppen betrifft. Experten warnen vor einem „Jahrzehnt der Einsamkeit“, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet.
Studien zeigen ein komplexes Bild:
* Seit der Corona-Pandemie fühlen sich signifikant mehr junge Menschen unter 30 Jahren einsam.
* Menschen in der Lebensmitte (43 bis 55 Jahre) fühlen sich im Durchschnitt sogar einsamer als Personen über 76 Jahre.
Die gesundheitlichen Folgen sind gravierend: Anhaltende Einsamkeit erhöht nachweislich das Risiko für psychische und physische Erkrankungen.
Appell an Bund und Länder
Mit seiner Forderung markiert der Städtebund einen entscheidenden Punkt: den Übergang von der Konzeption zur flächendeckenden Umsetzung. Der Ball liege nun bei der Bundes- und Landespolitik, so der Appell.
Die Debatte über die Finanzierung des 500-Millionen-Euro-Fonds dürfte in den kommenden Monaten an Fahrt aufnehmen – parallel zu den Haushaltsberatungen. Es wird sich zeigen, ob die Politik bereit ist, in den sozialen Zusammenhalt vor Ort zu investieren.
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