Spielwarenmesse, Star

Spielwarenmesse: KI wird zum heimlichen Star der Spielzeugbranche

31.01.2026 - 04:22:12

Die Nürnberger Spielwarenmesse zeigt den Wandel zu KI-gesteuerten, interaktiven Spielzeugen. Hersteller wie Tuya Smart, LEGO und Mattel setzen auf personalisierte und emotionale Spielerlebnisse.

Die weltgrößte Spielwarenmesse in Nürnberg zeigt: Künstliche Intelligenz revolutioniert das Spielzeug. Aus einfachen Elektronik-Artikeln werden lernfähige Begleiter, die auf Kinder eingehen.

Die 75. Spielwarenmesse in Nürnberg hat sich in dieser Woche zur Bühne für die Zukunft des Spielens entwickelt. Künstliche Intelligenz (KI) ist dabei der unbestrittene Star. Die Branche demonstriert einen grundlegenden Wandel – weg von einfachen elektronischen Spielzeugen hin zu einer neuen Ära smarter, anpassungsfähiger und emotional reagierender Spielgefährten. Das zentrale Messethema „AI Loves (to) Play“ (KI liebt es zu spielen) fasst diese Transformation treffend zusammen. Es zeigt, wie Technologie genutzt wird, um personalisierte Spielerlebnisse zu schaffen, die mit dem Kind mitwachsen. Ankündigungen globaler Technologie- und Spielzeughersteller belegen: KI ist keine Spielerei mehr, sondern ein Kerninnovationstreiber, der den weltweiten Markt neu definiert.

Vom programmierten Spielzeug zum empathischen Begleiter

Die diesjährige Messe wird vom offiziellen Trend „AI Loves (to) Play“ dominiert. Er untersucht, wie KI die Natur des Spielzeugs selbst revolutioniert. Der Fokus liegt auf Produkten, die über einfache, vorprogrammierte Reaktionen hinausgehen und echte Interaktion bieten. Diese Spielzeuge der nächsten Generation sollen die Interessen und Emotionen eines Kindes verstehen, darauf reagieren und sie sogar vorausahnen. So entstehen einzigartige Spielmuster.

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Diese Bewegung steht für eine tiefere Verschmelzung von physischer und digitaler Welt – oft als „Phygital Play“ bezeichnet. KI wirkt als unsichtbare Brücke. Sie ermöglicht es greifbaren Objekten wie Puppen, Robotern oder sogar Brettspielen, nahtlos mit digitalen Apps und Lernumgebungen zu interagieren. So bereichert sie das traditionelle Spiel mit personalisierten digitalen Schichten, ohne ständig auf einen Bildschirm angewiesen zu sein. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Lebensdauer von Spielzeug durch Updates zu verlängern. Das schafft nachhaltigen Wert für Familien und eröffnet Herstellern neue Geschäftsmodelle.

Tuya Smart zeigt die nächste Generation der KI-Spielgefährten

Ein konkretes Beispiel für diesen Trend lieferte das globale KI-Cloud-Unternehmen Tuya Smart. Am 30. Januar präsentierte es auf der Messe eine Reihe bahnbrechender KI-Produkte. Die Vorführung gab einen konkreten Einblick in die nächste Welle KI-gestützter Spielzeuge, die emotionale Bindung und Personalisierung in den Vordergrund stellen.

Zu den Highlights gehörte das „Nebula Plush AI Toy“, ein Kuscheltier mit Echtzeit-LED-Gesichtsausdrücken, die die Emotionen des Nutzers spiegeln und auf Berührung reagieren. Ein weiteres Produkt, „Walulu“, ist als persönlicher Begleiter mit KI-Kern konzipiert. Es kann bis zu 19 verschiedene emotionale Reaktionen erkennen und in über 60 Sprachen kommunizieren. Tuya stellte zudem eine KI-Lernkamera vor. Sie nutzt Objekterkennung, um physische Gegenstände mit kulturellem und pädagogischem Content zu verknüpfen und bietet Echtzeit-Aussprache und Übersetzung.

Um diesen Branchenwandel zu beschleunigen, kündigte Tuya eine umfassende KI-Spielzeuglösung an. Sie soll Entwickler und Marken befähigen, eigene intelligente Spielzeuge zu kreieren, indem sie Entwicklungsbarrieren senkt.

LEGO, Mattel & Hasbro setzen auf Technologie im Spiel

Die Begeisterung für technologisch fortschrittliches Spielzeug erfasst die gesamte Branche. Große Player nutzten Nürnberg für bedeutende Ankündigungen. Auch wenn nicht alle streng genommen KI-gesteuert sind, spiegeln sie den breiteren Trend wider, smarte und digitale Features in physische Produkte zu integrieren.

LEGO enthüllte beispielsweise fünf neue „Star Wars“ SMART Play-Sets. Sie kombinieren das klassische Bauerlebnis mit digitaler Interaktivität. Unabhängig davon kündigten die Branchenriesen Mattel und Hasbro umfangreiche neue Spielzeuglinien zum erfolgreichen Netflix-Animationsfilm „KPop Demon Hunters“ an. Diese am 27. Januar auf der Messe vorgestellte Merchandising-Offensive für eine Streaming-Marke zeigt: Etablierte Marktführer setzen klar auf die Verschmelzung von Technologie mit traditionellen Spielmustern, um den Erwartungen neuer Generationen von Verbrauchern gerecht zu werden.

Strategische Wende: Vom statischen Objekt zum dynamischen Ökosystem

Die Entwicklungen auf der Spielwarenmesse 2026 signalisieren einen strategischen Kurswechsel für die Spielzeugindustrie. KI ist kein Nischenkonzept mehr, sondern ein zentrales Element der Produktentwicklung. Sie wird als Schlüsselchance gesehen, globale Herausforderungen anzugehen und moderne Familien zu erreichen.

Die Betonung liegt darauf, über Ein-Funktions-Gadgets hinauszugehen. Stattdessen sollen Spielzeuge entstehen, die tiefere emotionale Resonanz und langfristige Begleitung bieten. Diese Entwicklung erfordert neue Kooperationen. Traditionelle Spielzeughersteller gehen zunehmend Allianzen mit Tech-Startups, UX-Experten sowie Spezialisten für Pädagogik und Sicherheit ein, um sich in dieser neuen Landschaft zurechtzufinden.

Das ultimative Ziel ist die Transformation von Spielzeug: Aus statischen Objekten sollen dynamische Ökosysteme werden, die mit neuem Content aktualisiert werden können. Das fördert eine stärkere Markenbindung und eröffnet neue Einnahmequellen.

Ausblick: Verantwortungsvolle Innovation als Schlüssel

Der Markt für fortschrittliche KI-Spielzeuge steckt zwar noch in den Kinderschuhen, doch das Wachstumspotenzial ist enorm. Die Innovationen in Nürnberg deuten auf eine Zukunft hin, in der das Spielen interaktiver, persönlicher und lehrreicher ist als je zuvor.

Die Herausforderung für die Branche wird sein, diese Innovation verantwortungsvoll voranzutreiben. Sie muss sicherstellen, dass Spielzeuge, die intelligenter werden, auch sicher und förderlich für die kindliche Entwicklung bleiben. Der Erfolg dieser neuen Kategorie hängt davon ab, einzigartige Erlebnisse zu schaffen, die das Verbraucherinteresse weit über den ersten Kauf hinaus aufrechterhalten können.

Für Hersteller, Händler und Zulieferer weltweit ist die Botschaft der Spielwarenmesse 2026 klar: Die Ära des intelligenten Spielens hat begonnen. Die Zeit, sich mit diesem transformativen Trend auseinanderzusetzen, ist jetzt.

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