Spielwarenmesse: KI-Spielzeug erobert mit Gefühlen den Markt
31.01.2026 - 00:22:12Die Nürnberger Spielwarenmesse zeigt die Zukunft: KI-Spielzeuge werden zu emotionalen Lernpartnern. Unter dem Motto „AI Loves (to) Play“ präsentiert die Branche intelligente Begleiter, die mit Kindern mitwachsen. Diese Woche demonstrieren Hersteller, wie künstliche Intelligenz das Spielen revolutioniert – oft ganz ohne Bildschirm.
Vom Kuscheltier zum einfühlsamen Freund
Die Messe setzt 2026 voll auf emotionale Bindung. Spielzeuge sollen nicht mehr nur reagieren, sondern echte Gefühlsverbindungen aufbauen. Ein Trend, der die Branche grundlegend verändert.
Das Unternehmen StuffPlush sorgt mit einer neuen Reihe von KI-Kuscheltieren für Aufsehen. Diese können sprechen, singen und sich in natürliche Gespräche einbringen. Ein KI-Koala demonstriert, wie vertraute Plüschfiguren durch Konversations-KI zu interaktiven Gefährten werden. „Emotionale Wärme“ lautet das neue Verkaufsargument in einem hart umkämpften Markt.
Der globale KI-Plattformanbieter Tuya Smart geht noch weiter. Sein „Nebula Plush“ zeigt Echtzeit-LED-Gesichtsausdrücke, die auf die Stimmung des Kindes reagieren. Das Spielzeug hat taktiles Feedback, reagiert auf Umarmungen und besitzt ein Langzeitgedächtnis. So entsteht eine kontinuierliche Beziehung, die über einfaches Spielen hinausgeht.
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Der persönliche Lehrer aus der Spielkiste
Die neuen KI-Begleiter sind mehr als tröstende Freunde. Sie positionieren sich als geduldige, individuelle Lernpartner, die sich dem Entwicklungsstand des Kindes anpassen.
Tuya Smart stellt Walulu vor, einen Begleiter, der bis zu 19 Emotionen erkennt und in über 60 Sprachen kommuniziert. Seine KI ist mit großen Sprachmodellen wie Gemini und ChatGPT verbunden. Das Besondere: Kinder können seine Persönlichkeit formen – ob fröhlich, ruhig oder neugierig. So entsteht ein einzigartiger digitaler Freund.
Für die kreative Bildung zeigt das Unternehmen seine KI-Lernkamera. Sie erkennt Objekte und liefert kulturelle sowie bildungsrelevante Informationen dazu. Sie kann fremdsprachige Begriffe in Echtzeit aussprechen und übersetzen. Auch Zeichnungen verwandelt sie in digitale Kunstwerke. Diese bildschirmfreien Lernspielzeuge treffen den Nerv vieler Eltern, die sich um zu viel Bildschirmzeit sorgen.
Phygital Play: Die Vermischung zweier Welten
Der KI-Boom auf der Spielwarenmesse spiegelt einen größeren Technologietrend wider, der bereits auf der CES 2026 sichtbar war. Die Branche sieht in der Fusion von physischem Spielzeug und digitaler Intelligenz – „Phygital Play“ – enorme Chancen.
Dieser Ansatz verlängert die Lebensdauer der Produkte. Nach dem Kauf können sie durch neue Inhalte und Dienste aktualisiert werden. Experten sehen ein riesiges Wachstumspotenzial für adaptive Roboter, intelligente Lernsysteme und „Petbots“ mit Gesichtserkennung.
Der Wandel zwingt Spielzeughersteller zu neuen Allianzen. Sie arbeiten nun mit Tech-Startups, UX-Experten sowie Pädagogen und Sicherheitsspezialisten zusammen. Die Botschaft ist klar: Die Ära des intelligenten, anpassungsfähigen und emotional sensiblen Spielzeugbegleiters hat begonnen.
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