Speicherkrise: KI-Boom treibt SSD-Preise in die Höhe
25.01.2026 - 20:43:12Die Preise für Solid-State-Drives (SSDs) explodieren weltweit. Grund ist eine akute Knappheit an NAND-Flash-Speicher, die vor allem durch den riesigen Bedarf der Künstlichen Intelligenz (KI) ausgelöst wird. Verbraucher und Unternehmen weichen daher zunehmend auf günstigere externe Festplatten (HDDs) aus – eine überraschende Renaissance für die alte Technologie.
Die Speicherindustrie steckt in einer klassischen Angebots- und Nachfragekrise, die wohl das gesamte Jahr 2026 anhalten wird. Große Chiphersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron konzentrieren ihre Produktion auf High-Bandwidth Memory (HBM) für KI-Rechenzentren. Das lässt die Liefermengen für den NAND-Flash in Consumer-SSDs schwinden. Die Folge: dramatische Preissprünge in der gesamten Lieferkette. Die Ära bezahlbarer SSDs mit hoher Kapazität ist vorerst beendet.
KI-Hunger frisst Speicherkapazitäten
Der explosive Boom der Künstlichen Intelligenz ist der Haupttreiber der Marktturbulenzen. Tech-Giganten investieren Billionen in KI-fähige Rechenzentren, die deutlich speicherintensiver sind als herkömmliche Anwendungen. Die Nachfrage nach Hochleistungsspeichern ist immens.
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Die Produktion von NAND-Flash für den Massenmarkt wird dadurch stark eingeschränkt. Branchenkenner berichten, dass die gesamte Produktion mancher Hersteller für 2026 bereits ausverkauft ist. Die Vertragspreise für NAND haben sich laut einigen Berichten im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Im Einzelhandel sind die Preise für alle SSD-Typen deutlich gestiegen. Beliebte 1-TB-Modelle kosten teils über 50 Prozent mehr als noch vor wenigen Monaten.
Die überraschende Rückkehr der Festplatte
Angesichts der explodierenden SSD-Kosten besinnen sich viele Nutzer auf eine traditionelle Lösung: die externe Festplatte. Zwar sind SSDs deutlich schneller, doch das Preis-Leistungs-Verhältnis von HDDs per Terabyte war nie überzeugender.
Marktdaten zeigen ein wiedererwachtes Interesse und stetiges Wachstum im HDD-Sektor. Die Nachfrage kommt nicht mehr nur aus Rechenzentren, sondern verstärkt auch von Privatnutzern und kleinen Unternehmen. Selbst die HDD-Preise ziehen nun leicht an, getrieben vom allgemeinen Druck auf den Speichermarkt. Bei Enterprise-Festplatten wurden zuletzt Steigerungen von rund 35 Prozent beobachtet. Ein klares Zeichen für einen breiten Marktwandel.
Breite Auswirkungen auf die Tech-Branche
Die aktuellen Dynamiken markieren einen strukturellen Wendepunkt. Die Zeit stetig fallender SSD-Preise ist vorbei. Die Knappheit betrifft auch DRAM für Arbeitsspeicher, was zu allgemeinen Preissteigerungen in der PC-Hardware führt. Bei PC-Herstellern könnte der Kostenanteil für Speicherchips von einst 15-18 Prozent auf bis zu 35-40 Prozent steigen.
Hersteller wie HP diversifizieren bereits ihre Lieferketten und prüfen angeblich Speicherlieferanten aus China. Doch Branchenprognosen sagen voraus, dass die Engpässe bei NAND und DRAM wohl bis 2026 und möglicherweise bis 2027 anhalten. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht.
Anhaltend hohe Kosten zwingen zum Umdenken
Verbraucher und Unternehmen müssen sich auf eine längere Phase hoher Speicherkosten einstellen. Analysten sind sich einig: Die knappen NAND-Kapazitäten sind kein vorübergehendes Problem, sondern werden mindestens die nächsten 12 bis 18 Monate bestehen bleiben.
Diese neue Realität erfordert eine Neubewertung der Speicherstrategie. Für Power-User und Gamer, die auf Geschwindigkeit angewiesen sind, bleiben teure SSDs notwendig. Für die Archivierung von Backups, Medienbibliotheken und großen Datenmengen aber gewinnt die externe Festplatte stark an Attraktivität. Der globale Markt für externe HDDs soll laut einer Analyse bis 2035 um durchschnittlich 4,80 Prozent pro Jahr wachsen. So lange der KI-Sektor den Speichermarkt leerkauft, spielt die bescheidene Festplatte wieder eine cruciale Rolle.
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