SMS-Betrüger erbeuten 800.000 Euro mit gefälschten E-Card-Meldungen
29.01.2026 - 17:39:12Eine massive Phishing-Welle per SMS sorgt derzeit in Österreich für Millionenschäden. Kriminelle fordern unter falschem Namen zur Aktualisierung der E-Card oder von Bankdaten auf. Allein in Oberösterreich entstand in zwei Wochen ein Schaden von über 800.000 Euro.
Unzählige Smartphone-Nutzer erhalten derzeit gefälschte SMS. Die Nachrichten geben vor, von offiziellen Stellen wie der Sozialversicherung oder Banken zu kommen. Sie fordern dringend zur Aktualisierung von Daten für Dienste wie die E-Card, FinanzOnline oder Online-Banking auf. Wer nicht reagiert, dem droht angeblich die Sperrung. Diese als Smishing bekannte Masche zielt darauf ab, Empfänger auf einen gefährlichen Link zu locken. Das Landeskriminalamt Oberösterreich hat eine offizielle Warnung herausgegeben.
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So funktioniert die perfide Betrugsmasche
Die Täter setzen auf einfache Psychologie: Sie versenden wahllos SMS mit alarmierendem Inhalt, der Handlungsdruck erzeugt. Typische Vorwände sind:
* Die FinanzOnline-ID laufe ab.
* Die E-Card-Daten müssten verifiziert werden, um eine Deaktivierung zu verhindern.
Der enthaltene Link führt nicht zur Behörde, sondern auf eine täuschend echte Fälschung der jeweiligen Webseite. Dort werden Opfer zur Eingabe sensibler Daten gebracht – von der Sozialversicherungsnummer bis zu Bankzugängen. Diese Informationen gelangen direkt in die Hände der Kriminellen. Teilweise folgt auf den Klick auch ein Anruf angeblicher Bankmitarbeiter, die das Opfer zu weiteren Überweisungen drängen.
Offizielle Stellen warnen eindringlich
Angesichts der rasanten Verbreitung und der hohen Schadenssumme von über 800.000 Euro in nur zwei Wochen warnen Polizei und Institutionen. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und andere Sozialversicherungsträger stellen klar: Sie fordern niemals per SMS zur Eingabe sensibler Daten auf. Offizielle Mitteilungen, etwa vom Finanzamt, erfolgen per Post oder über die gesicherte FinanzOnline-Databox.
Die Polizei appelliert an die Bevölkerung: Klicken Sie unter keinen Umständen auf Links in solchen SMS. Löschen Sie die Nachricht stattdessen sofort.
So schützen Sie sich vor den Betrugs-SMS
Der wirksamste Schutz ist Wachsamkeit und das Wissen um die typischen Merkmale:
* Misstrauen Sie unaufgeforderten Nachrichten, die zu schnellem Handeln drängen.
* Klicken Sie niemals auf Links in verdächtigen SMS.
* Kontaktieren Sie im Zweifel die Organisation über deren offizielle, bekannte Kanäle – nicht über die in der SMS angegebene Nummer.
* Haben Sie bereits Daten eingegeben? Nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrer Bank auf, um das Konto zu sperren.
* Beenden Sie sofort Telefonate von angeblichen Mitarbeitern, die nach einem Klick auf einen solchen Link folgen.
Smishing: Eine wachsende Bedrohung im digitalen Alltag
Die aktuelle E-Card-Betrugswelle ist Teil eines Trends. Cyberkriminelle nutzen die fortschreitende Digitalisierung und werden immer professioneller. Organisationen wie die Watchlist Internet bieten aktuelle Warnungen und haben sogar eine eigene App entwickelt, um Bürger schneller zu erreichen.
Experten erwarten eine weitere Zunahme solcher Angriffe. Kriminelle werden weiter aktuelle Themen und bekannte Institutionen als Köder nutzen. Die wirksamste Waffe dagegen bleibt die Sensibilisierung und das geschärfte Misstrauen jedes Einzelnen.


