Smartphone-Datenschutz: Fünf Einstellungen für mehr Privatsphäre
28.01.2026 - 00:54:12Am internationalen Datenschutztag rücken die eigenen digitalen Spuren in den Fokus. Smartphones sammeln unentwegt sensible Daten – mit wenigen Handgriffen lässt sich das Tracking deutlich reduzieren.
Das Smartphone ist unser intimster Begleiter. Es kennt Standorte, Kontakte und Gewohnheiten. Diese Daten machen es zum lukrativen Ziel für Werbenetzwerke. Experten wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) raten daher zu regelmäßigen Kontrollen. Anlässlich des Datenschutztages lohnt ein präziser Blick in die Einstellungen von Android und iOS.
1. App-Tracking global unterbinden
Eine zentrale Stellschraube ist das sogenannte Cross-App-Tracking. Dabei verfolgen Apps Ihr Verhalten über Anwendungsgrenzen hinweg, um detaillierte Nutzerprofile zu erstellen.
Apple-Nutzer finden die Steuerung unter „Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Tracking“. Hier lässt sich global festlegen, ob Apps überhaupt nach Tracking-Erlaubnis fragen dürfen. Zudem listet das Menü alle Antragsteller auf – die Erlaubnis kann jederzeit widerrufen werden.
Viele Apps sammeln still und heimlich Daten – gerade Messenger und soziale Netzwerke protokollieren Kontakte, Metadaten und Nutzungsverhalten. Der kostenlose Telegram-Startpaket-Report zeigt in klaren Schritten, wie Sie in wenigen Minuten zu Telegram wechseln und Ihre Privatsphäre schützen: Nummer verbergen, verschlüsselte/geheime Chats aktivieren und Tracking-Einstellungen kontrollieren. Zusätzlich erfahren Sie, wie Sie Kontakte sicher importieren, ohne unnötig Daten freizugeben. Gratis-Report: Telegram-Umstieg sichern
Bei Android navigieren Sie zu „Google > Alle Dienste > Werbung“. Hier kann die Werbe-ID zurückgesetzt oder gelöscht werden. Das erschwert Werbenetzwerken die langfristige Profilbildung erheblich.
2. Standortdaten granular beschränken
Standortinformationen gehören zu den sensibelsten Daten überhaupt. Sie verraten Wohnort, Arbeitsweg und Gewohnheiten. Die gute Nachricht: Moderne Betriebssysteme ermöglichen eine präzise Kontrolle.
Statt pauschaler Erlaubnis können Sie den Zugriff auf „Nur während der Nutzung der App“ beschränken. Das verhindert Hintergrundabfragen. Zudem lässt sich oft zwischen „Genauem Standort“ und „Ungefährer Position“ wählen. Für Wetter- oder Nachrichten-Apps reicht Letzteres völlig aus. Eine komplette Deaktivierung ist natürlich ebenfalls möglich.
3. Personalisierte Werbung deaktivieren
Die Werbe-ID ist ein einzigartiges Identifikationsmerkmal Ihres Geräts. Werbetreibende nutzen sie, um Ihr Nutzungsverhalten zu protokollieren und anzupassen. Das Ergebnis: scheinbar relevantere, aber auch extrem datenhungrige Werbung.
Unter Android deaktivieren Sie diese Funktion in den Werbeeinstellungen durch „Werbe-ID löschen“. Bei iOS ist sie mit der App-Tracking-Transparenz verknüpft. Wer Tracking-Anfragen ablehnt, schränkt auch den Zugriff auf die IDFA (Identifier for Advertisers) ein. Zusätzlich kann unter „Apple-Werbung“ die personalisierte Werbung des Konzerns selbst abgeschaltet werden.
4. Hintergrundaktivitäten stoppen
Viele Apps tauschen auch Daten aus, wenn sie nicht aktiv genutzt werden. Diese Hintergrundaktualisierungen belasten nicht nur das Datenvolumen, sondern senden oft unbemerkt Informationen an Anbieterserver.
Überprüfen Sie in den Einstellungen unter „Mobiles Netz“ (iOS) oder „Netzwerk & Internet > Datennutzung“ (Android), welche Apps im Hintergrund aktiv sind. Hier können Sie die Hintergrunddatennutzung für einzelne, datenhungrige Apps gezielt deaktivieren. Ein allgemeiner Datensparmodus drosselt diese Aktivitäten systemweit.
5. App-Berechtigungen kritisch hinterfragen
Apps fordern oft Zugriff auf Mikrofon, Kamera, Kontakte oder Fotos. Das BSI empfiehlt, nur Apps aus vertrauenswürdigen Quellen zu installieren und jede Berechtigung kritisch zu prüfen.
Ein regelmäßiger „Privatsphäre-Check-up“ ist sinnvoll. Gehen Sie Ihre App-Liste durch: Braucht eine Taschenlampen-App wirklich Ihre Kontakte? Benötigt ein simples Spiel Ihr Mikrofon? Nicht benötigte Berechtigungen können in den Datenschutzeinstellungen jederzeit entzogen werden.
Digitale Hygiene wird immer wichtiger
Das Bewusstsein für Datenschutz ist durch Regelungen wie die DSGVO gestiegen. Tech-Konzerne bieten zwar mehr Kontrolle, doch die Datensammlung bleibt ein zentrales Geschäftsmodell. Die Verantwortung liegt stark beim Nutzer.
Neue Technologien wie serverseitiges Tracking oder KI-gestützte Analysen stellen künftig neue Herausforderungen. Grundlegende digitale Hygiene – das regelmäßige Überprüfen und Anpassen der Einstellungen – wird daher immer wichtiger. Der heutige Tag ist der perfekte Anlass, damit zu beginnen.
Übrigens: Sicherer Chat ohne neugierige Mitleser geht schneller, als Sie denken. Im kostenlosen Telegram-Startpaket erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Chats verschlüsseln, die Nummer verbergen und alle relevanten Datenschutzeinstellungen optimieren – ideal, um personalisierte Werbung und unerwünschtes Tracking zu reduzieren. Praktische Checkliste und einfache Anleitungen helfen beim schnellen Umstieg von WhatsApp. Telegram-Startpaket jetzt gratis anfordern


