Skild, Roboter-Gehirn

Skild AI: Roboter-Gehirn sammelt 1,4 Milliarden Euro ein

29.01.2026 - 02:42:12

Das Startup Skild AI erhält Milliarden-Investitionen für sein universelles KI-Gehirn für Roboter. Die Bewertung hat sich verdreifacht und markiert einen Trend hin zu Software-Plattformen in der Robotik.

Ein universelles Betriebssystem für Roboter soll die Automatisierung revolutionieren – und zieht Rekord-Investitionen an. Das US-Startup Skild AI hat sich mit seiner Vision eines zentralen „Gehirns“ für alle Robotertypen eine Bewertung von über 14 Milliarden Dollar gesichert. Die Finanzspritze unterstreicht den enormen Vertrauensschub für physische Künstliche Intelligenz.

Geführt wurde die Finanzierungsrunde vom japanischen Investor SoftBank. Weitere namhafte Geldgeber sind der Venture-Arm von NVIDIA und Bezos Expeditions von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Für das 2023 gegründete Unternehmen aus Pittsburgh ist es bereits die dritte große Kapitalrunde. Die Bewertung hat sich seit Mai 2025 verdreifacht.

Das „Skild Brain“: Ein Betriebssystem für die reale Welt

Der Kern des Hypes ist das „Skild Brain“. Dabei handelt es sich um ein universelles Grundmodell, das als intelligente Steuerzentrale für verschiedenste Roboter dienen soll – ob humanoide Maschinen, Roboterarme oder vierbeinige Laufroboter. Bisher benötigt jeder Roboter für jede Aufgabe eine maßgeschneiderte Programmierung.

Skild AI verfolgt einen anderen Ansatz: Eine hardware-unabhängige Software-Plattform, die wie ein Betriebssystem für die physische Welt funktionieren soll. Diese „omni-bodied“ KI abstrahiert die Komplexität der Hardware. Das System lernt durch physikbasierte Simulationen und die Analyse unzähliger Videos menschlicher Handlungen.

Anzeige

Passend zum Thema Embodied AI: Seit August 2024 gelten in der EU neue Regeln für KI-Systeme — mit klaren Vorgaben zu Risikoklassen, Kennzeichnung und Dokumentation. Für Entwickler, Hersteller und Betreiber physischer KI-Plattformen ist das relevant: Wer die Anforderungen nicht erfüllt, riskiert Bußgelder und Marktbeschränkungen. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Pflichten jetzt gelten, liefert Checklisten und konkrete Schritte zur Klassifikation und Dokumentation Ihrer KI-Systeme. Jetzt kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden herunterladen

Schwerpunktverschiebung: Von der Hardware zur Software

Die Rekordbewertung ist ein starkes Signal. Sie deutet darauf hin, dass der wirtschaftliche Schwerpunkt in der Robotik von der Hardware-Herstellung auf leistungsfähige Softwareplattformen übergeht. Analysten vergleichen das Potenzial mit den „Winner-takes-most“-Dynamiken aus Cloud Computing oder bei Mobil-Betriebssystemen.

Das Unternehmen setzt seine Technologie bereits in Logistik, Fertigung und Sicherheitsdiensten ein. Der Umsatz stieg 2025 innerhalb weniger Monate von null auf rund 30 Millionen Dollar. Das frische Kapital soll nun die Skalierung vorantreiben. Langfristig könnte die Technologie helfen, den massiven Fachkräftemangel zu lindern – allein in den USA fehlen bis 2030 voraussichtlich 2,1 Millionen Arbeitskräfte in der Fertigung.

Wettlauf um die Vorherrschaft in der „Embodied AI“

Der Erfolg von Skild AI heizt den Wettlauf um die dominante Plattform für physische KI weiter an. Der Weg zur breiten Akzeptanz ist jedoch komplex. Die Implementierung erfordert immer noch die Beschaffung, Installation und Wartung von Hardware, was Prozesse verlangsamen kann.

Die jüngste CES 2026 zeigte den Trend: Zahlreiche Unternehmen präsentierten Fortschritte bei humanoiden Robotern. Die Branche bewegt sich sichtbar vom Labor in die reale Anwendung. Für 2026 prognostizieren Experten ein entscheidendes Jahr. Es wird sich zeigen, welche Unternehmen nachhaltige Systeme aus Lernen und praktischem Einsatz etablieren können.

Für Skild AI bedeutet die Kapitalspritze jetzt: aggressives Personalwachstum, erweiterte Forschung und der Ausbau zur fundamentalen Technologie-Schicht für die physische Wirtschaft. Die Fähigkeit des Unternehmens, die hohe Bewertung in skalierbare Lösungen umzumünzen, gilt als Gradmesser für die gesamte Branche der „Embodied AI“.

Anzeige

PS: Wenn Plattformen wie das „Skild Brain“ skaliert werden, laufen oft enge regulatorische Fristen und Dokumentationspflichten gegen Entwickler und Anbieter. Der kostenlose EU‑KI‑Leitfaden fasst Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Übergangsfristen kompakt zusammen und bietet fertige Checklisten für Compliance-Teams, Entwickler und Geschäftsführer — ideal, um rechtliche Hürden frühzeitig zu identifizieren und Projekte rechtssicher zu planen. Kostenlosen KI-Leitfaden sichern

@ boerse-global.de