Silber: 150 Dollar in Sicht?
28.01.2026 - 17:09:31Der Silberpreis hat innerhalb weniger Wochen um über 50 Prozent zugelegt und kratzt nun an der psychologisch wichtigen Marke von 120 Dollar je Feinunze. Diese außergewöhnliche Rally wirft die Frage auf: Wie nachhaltig ist dieser Aufwärtstrend – und was treibt ihn überhaupt an?
Die wichtigsten Fakten zur Silber-Rally:
- Jahresperformance: Plus 58% seit Anfang 2026
- Rekordmarke: Erst kürzlich bei 117,69 Dollar erreicht
- Citigroup-Prognose: Kurzziel von 150 Dollar
- Gold-Silber-Verhältnis: Unter 50 gefallen – erstmals seit 14 Jahren
Schwacher Dollar befeuert Nachfrage
Der US-Dollar ist auf den tiefsten Stand seit Februar 2022 gefallen. Präsident Trump signalisierte zuletzt, dass ihn diese Entwicklung nicht beunruhige – ein Statement, das den Greenback weiter belastete. Für Silber bedeutet das: Internationale Käufer können das in Dollar notierte Edelmetall günstiger erwerben.
Verschärft wird die Dollar-Schwäche durch Unsicherheiten rund um die Unabhängigkeit der Federal Reserve. Trump will in Kürze seinen Kandidaten für den nächsten Fed-Vorsitz benennen, der Jerome Powell nach Ablauf seiner Amtszeit im Mai ablösen soll.
China als Haupttreiber der Rallye
Die explosionsartige Nachfrage kommt vor allem aus China. Ein chinesischer Silber-Fonds musste den Handel aussetzen, nachdem sein Aufschlag weit über den Wert der zugrundeliegenden Assets gestiegen war. Die Prämie für Silber in Shanghai gegenüber London erreichte Rekordwerte von über 14 Dollar.
Ole Hansen von der Saxo Bank betont, dass institutionelle Investoren im vergangenen Monat netto verkauften. Die Stärke komme primär von Privatanlegern und chinesischer Nachfrage. Chinesische Hersteller verlagern ihre Produktion mittlerweile von Schmuck auf 1-Kilogramm-Barren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber Preis?
Strukturelles Defizit bleibt bestehen
Der Silbermarkt befindet sich im fünften Jahr in Folge in einem Angebotsdefizit. Die Solarindustrie verbraucht mittlerweile über 25 Prozent des jährlichen Angebots. Elektrofahrzeuge und fortschrittliche Elektronik verstärken den Nachfragedruck zusätzlich.
Die Minenproduktion wächst nur mit ein bis zwei Prozent jährlich, da Silber überwiegend als Nebenprodukt bei der Kupfer-, Blei- oder Zinkförderung anfällt. Die Lease-Rate für physisches Silber – die Kosten für das Ausleihen des Metalls – liegt weiterhin erhöht bei rund drei Prozent. In einem ausgeglichenen Markt würde diese Rate nahe null liegen.
Warnsignale nicht ignorieren
Trotz des beeindruckenden Anstiegs mehren sich kritische Stimmen. Bloomberg-Stratege Mike McGlone warnt: „Wenn sich der Preis mit solcher Geschwindigkeit bewegt, können sich Defizite umkehren.“ BMI Research sieht Silber relativ zu Gold als „teuer“ und erwartet eine Entspannung in den kommenden Monaten.
Ein Schlüsselrisiko bleibt Chinas sich abschwächende Wirtschaft. Die Nachfrage der chinesischen Solarindustrie könnte 2025 ihren Höhepunkt erreicht haben. Die Fed-Zinsentscheidung heute Abend dürfte weitere Orientierung liefern – die Märkte preisen derzeit Zinssenkungen für die zweite Jahreshälfte ein, wobei Juni als wahrscheinlichster Zeitpunkt gilt.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


