Sesame, Open-Source-Roboter

Sesame: Open-Source-Roboter für 50 Euro bringt Laufen in jedes Wohnzimmer

25.01.2026 - 18:24:11

Ein neues Open-Source-Projekt demokratisiert die Robotik: Für rund 50 Euro in Eigenbau können Hobbybastler nun einen lebendigen Laufroboter erschaffen.

Das Projekt Sesame stellt Baupläne für einen voll funktionsfähigen, vierbeinigen Roboter bereit, der mit einem 3D-Drucker und gängigen Elektronikkomponenten realisiert werden kann. Entwickler Dorian Todd hat damit eine Technologie, die sonst oft Zehntausende Euro kostet, für Schüler, Studierende und Maker erschwinglich gemacht. Alle Dateien und Anleitungen sind seit kurzem öffentlich verfügbar.

Der Charme von Sesame liegt in seiner Einfachheit und Ausdrucksstärke. Acht günstige MG90-Servomotoren sorgen für die Bewegung, gesteuert von einem ESP32 S2 Mini-Mikrocontroller. Ein kleines OLED-Display dient als reaktives Gesicht, das Emotionen synchron zur Bewegung zeigt – vom Winken über das Tanzen bis zum Nickerchen. Der gesamte Rahmen wird aus PLA-Filament gedruckt.

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Die Bedienung ist vielfältig: Nutzer können den Roboter über eine serielle Kommandozeile oder eine Web-Oberfläche via WLAN steuern. Die mitgelieferte Software „Sesame Studio“ erlaubt es, eigene Bewegungsabläufe und Animationen intuitiv zu komponieren. Damit verwandelt sich der Bausatz von einer mechanischen Übung in einen charakterstarken Begleiter.

Die gesamte Dokumentation inklusive CAD-Dateien, Druckvorlagen und Firmware ist detailliert aufbereitet. Ein Start-Video von Mitte Januar 2026 zeigt, was möglich ist. Für alle, die nicht selbst die Einzelteile besorgen wollen, gibt es vorkonfektionierte Bausätze zum Vorbestellen.

Impuls für Bildung und Hobby-Entwicklung

Sesame trifft den Nerv der Zeit. Das Interesse an Laufrobotern ist groß, doch die Kosten waren bisher eine hohe Hürde für Privatpersonen und Bildungseinrichtungen. Dieses Projekt schließt eine wichtige Lücke im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Es ermöglicht praktische Erfahrungen in Mechanik, Elektronik und Programmierung ohne großes Budget.

Während kommerzielle Roboter immer leistungsfähiger werden, setzen Grassroot-Projekte wie Sesame auf Zugänglichkeit und Gemeinschaft. Die vollständige Open-Source-Philosophie auf Plattformen wie GitHub fördert Kollaboration. Erste Nutzer können das Design verbessern, neue Animationen teilen oder Hardware-Upgrades entwickeln.

Die Zukunft des Projekts liegt damit weniger beim einzelnen Erfinder, sondern in der wachsenden Community. Je mehr Menschen ihren eigenen Sesame bauen, desto reicher wird die Bibliothek an Ideen und Erweiterungen. So macht Open-Source Innovation greifbar – und verwandelt High-Tech in ein bezahlbares, lehrreiches und unterhaltsames Erlebnis für alle.

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