ServiceNow, Aktie

ServiceNow Aktie: Zunehmend schwieriger!

30.01.2026 - 14:27:32

ServiceNow übertrifft Quartalserwartungen und hebt Prognose an, doch die hoch bewertete Aktie verliert deutlich. Der Markt prüft KI-Softwaretitel gnadenlos.

Starke Quartalszahlen, angehobener Ausblick – und trotzdem geraten die Papiere unter die Räder. Genau das ist ServiceNow nach dem Bericht zum vierten Quartal passiert. Der Markt zeigt damit, wie gnadenlos hoch bewertete Software- und KI-Titel derzeit geprüft werden.

Wichtigste Punkte auf einen Blick:
– Umsatz Q4: 3,57 Mrd. Dollar (+20,7%), über den Erwartungen
– Abo-Umsatz: 3,47 Mrd. Dollar (+21%)
– Bereinigtes EPS: 0,92 Dollar (Erwartung: 0,89)
– cRPO: 12,85 Mrd. Dollar (+25%)
– Ausblick Abo-Umsatz GJ 2026: 15,53 bis 15,57 Mrd. Dollar
– Neues Aktienrückkaufprogramm: 5 Mrd. Dollar

Zahlen über Plan – vor allem beim Ausblicksindikator

Für das Quartal bis zum 31. Dezember 2025 meldete ServiceNow einen Umsatz von 3,57 Mrd. Dollar und lag damit leicht über dem Analystenkonsens von rund 3,53 Mrd. Dollar. Der Abo-Umsatz, die zentrale Kennzahl für das laufende Geschäft, stieg um 21% auf 3,47 Mrd. Dollar.

Auch beim Ergebnis übertraf das Unternehmen die Erwartungen: Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,92 Dollar nach erwarteten 0,89 Dollar. Besonders aufmerksam verfolgt der Markt zudem die current remaining performance obligations (cRPO) – also bereits vertraglich gebundene, in den kommenden zwölf Monaten umsatzwirksame Leistungen. Diese Kennzahl sprang um 25% auf 12,85 Mrd. Dollar.

Warum die Aktie dennoch fiel

Trotz „Beat and Raise“ rutschte die Aktie in der Sitzung nach dem Bericht zweistellig ab und schloss am Donnerstag bei 116,73 Dollar. Warum reagiert der Markt so empfindlich?

Ein Treiber war die Bewertung: Nach dem deutlichen Vorlauf wirkten die Erwartungen offenbar extrem hoch. In so einem Umfeld reicht selbst ein solides Übertreffen der Schätzungen nicht immer, um das Bewertungsniveau zu verteidigen.

Hinzu kam Gegenwind aus dem Software-Sektor. Auch große Namen wie Microsoft und SAP gaben nach, was den Druck auf ServiceNow zusätzlich verstärkte.

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Und schließlich schaute der Markt sehr genau auf die Guidance: Für 2026 stellte ServiceNow einen Abo-Umsatz von 15,53 bis 15,57 Mrd. Dollar in Aussicht. Einige Beobachter verwiesen darauf, dass die Prognose eine zumindest leichte Wachstumsverlangsamung impliziere – genug, um nach der Rally Gewinne mitzunehmen.

Rückkaufprogramm und KI-Fokus

Um Vertrauen zu unterstreichen, kündigte das Management eine neue Aktienrückkaufermächtigung über 5 Mrd. Dollar an.

Strategisch betont der Konzern weiter seine Positionierung als „AI control tower“ für Unternehmen. CEO Bill McDermott hob die steigende Nachfrage nach den „Now Assist“-Produkten hervor und verwies darauf, dass der neu hinzugewonnene jährliche Vertragswert (ACV) für diese GenAI-Lösungen deutlich gewachsen sei.

Zum Start ins Jahr rückt damit vor allem die operative Umsetzung in den Vordergrund: Wie stabil bleiben die Margen (für 2025 meldete ServiceNow 31% operative Marge), wie verlässlich ist das Geschäft mit Großabschlüssen – und wie lange hält der Gegenwind im Software-Sektor an.

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