Schulen, Resilienz

Schulen setzen auf Resilienz gegen psychische Belastungen

05.02.2026 - 08:56:11

Deutsche und österreichische Schulen setzen auf Präventionsprogramme wie Mental Health Coaches, um die psychische Widerstandsfähigkeit von Jugendlichen zu fördern. Experten fordern auch gesündere Schulstrukturen.

Schulen in Deutschland und Österreich rücken die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den Fokus. Sie setzen verstärkt auf Programme, die die seelische Widerstandsfähigkeit – die Resilienz – stärken sollen. Hintergrund sind anhaltend hohe psychische Belastungen durch globale Krisen.

Statt Defizite zu bekämpfen, steht bei diesem Ansatz die Förderung individueller Stärken im Mittelpunkt. Dazu zählen der Aufbau sicherer Bindungen, ein starkes Selbstwertgefühl und gute Problemlösungskompetenzen. Schulen gelten als idealer Ort für diese präventive Arbeit, da sie alle jungen Menschen erreichen.

Mental Health Coaches: Erfolgsmodell an deutschen Schulen

Ein wegweisendes Projekt ist das Bundesprogramm „Mental Health Coaches“. Seit Herbst 2023 sind diese Fachkräfte direkt an Schulen im Einsatz. Eine Evaluation der Universität Leipzig bestätigt den Erfolg: Die Coaches werden von Schülern und Lehrkräften sehr gut angenommen.

Die niedrigschwellige Unterstützung ist so gefragt, dass sich rund 90 Prozent aller Beteiligten für eine Fortsetzung und Ausweitung des Programms aussprechen. Bundesjugendministerin Lisa Paus betont die Notwendigkeit, solchen wachsenden Belastungen wirksam zu begegnen.

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Großstudie STRESS-Care sucht beste Präventionsmethoden

Die wissenschaftliche Basis soll eine große Multicenterstudie stärken. „STRESS-Care“ untersucht, wie Acht- und Neuntklässler besser mit Stress umgehen können. Geleitet wird das Projekt von Expertinnen der Universität des Saarlandes und mehrerer Leibniz-Institute.

Der Gemeinsame Bundesausschuss fördert die Studie mit 5,8 Millionen Euro. Ziel ist ein innovativer Präventionsansatz, der langfristig an vielen Schulen angeboten werden kann. Können Jugendliche so befähigt werden, aktiv für ihre mentale Gesundheit zu sorgen?

Österreich schafft „Wohlfühlzonen“ in Schulen

Auch Österreich setzt Prioritäten. Die Initiative „Wohlfühlzone Schule“ geht in eine zweite Phase. Sie fördert die psychosoziale Gesundheit aller am Schulleben Beteiligten – also auch der Lehrkräfte.

Basierend auf Studien wie der HBSC-Erhebung werden Workshops, Fortbildungen und Materialien angeboten. So sollen Kompetenzen zur Stärkung der Resilienz breit verankert werden.

Experten warnen: Nicht nur das Individuum stärken

Fachleute betonen, dass Resilienz kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal ist. Sie wird in der Interaktion mit der Umwelt erlernt. Wichtige Schutzfaktoren sind:
* Sichere Bindungen zu Bezugspersonen
* Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten (Selbstwirksamkeit)
* Die Fähigkeit, Emotionen zu regulieren

Gleichzeitig warnen Experten davor, die Verantwortung nur dem Einzelnen zuzuschieben. Neben der Verhaltensprävention – der Stärkung des Individuums – muss auch die Verhältnisprävention in den Blick. Das bedeutet: Auch die Rahmenbedingungen in Schulen müssen gesundheitsfördernd gestaltet werden. Eine positive Schulkultur, wertschätzende Beziehungen und Mitbestimmungsmöglichkeiten sind entscheidend.

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