Schockanrufe, Betrüger

Schockanrufe: Betrüger erbeuten hohe Summen mit perfider Masche

07.02.2026 - 19:40:12

Eine neue Betrugswelle mit gefälschten Polizeianrufen überzieht mehrere Bundesländer. Die Täter nutzen emotionale Manipulation und KI-Stimmenklone, um vor allem ältere Menschen um hohe Geldbeträge zu bringen.

Eine neue Welle betrügerischer Schockanrufe überzieht mehrere Bundesländer. Vor allem ältere Menschen verlieren dabei hohe fünfstellige Beträge. Polizeien in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz melden einen signifikanten Anstieg der Fälle.

Die Täter geben sich als Polizisten, Staatsanwälte oder Ärzte aus. Sie nutzen gezielt den emotionalen Ausnahmezustand ihrer Opfer aus, um an Bargeld und Wertgegenstände zu gelangen. In den letzten 72 Stunden wurden bereits mehrere erfolgreiche Betrugsfälle bekannt.

So funktioniert die perfide Masche

Das Vorgehen folgt einem psychologisch ausgeklügelten Muster. Der Anruf beginnt oft mit einer weinenden Person, die sich als naher Verwandter ausgibt. Sie berichtet von einer dramatischen Notlage – meist einem tödlichen, selbst verschuldeten Verkehrsunfall.

Sofort übernimmt ein angeblicher Polizist oder Staatsanwalt das Gespräch. Diese Person baut enormen Zeitdruck auf: Nur eine sofortige Kaution in fünf- oder sechsstelliger Höhe könne eine Untersuchungshaft verhindern. Die Täter halten ihre Opfer gezielt stundenlang am Telefon, um Kontakt zu anderen Familienmitgliedern zu unterbinden.

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Aktuelle Fälle zeigen bundesweite Aktivität

  • In Ansbach (Bayern) verlor ein 83-Jähriger 70.000 Euro an einen Abholer, nachdem ihm der angebliche Unfall seiner Tochter vorgetäuscht wurde.
  • In Neu-Isenburg (Hessen) verhinderte ein aufmerksamer Taxifahrer die Übergabe von weiteren 70.000 Euro.
  • In Burlo (NRW) erbeuteten Täter Bargeld und Schmuck, in Bottrop fiel ein Mann auf eine falsche Polizistin herein.

Auch in Unterfranken, im Kreis Gießen und in Rheinland-Pfalz gehen bei den Behörden vermehrt Meldungen ein.

KI-Stimmenklone verschärfen die Gefahr

Experten warnen vor einer neuen, gefährlichen Entwicklung: Voice Cloning. Mithilfe Künstlicher Intelligenz imitieren Betrüger die Stimmen realer Personen täuschend echt.

Oft reichen wenige Sekunden Sprachaufnahme aus sozialen Medien für ein Stimmprofil. Die KI-generierte Stimme eines vermeintlichen Angehörigen überwindet dann jede kritische Distanz. Die Polizei rät, auch bei vertrauten Stimmen misstrauisch zu sein und die Geschichte durch einen Rückruf auf der bekannten Nummer zu prüfen.

Warum die Masche so erfolgreich ist

Der Erfolg basiert auf der Manipulation menschlicher Urinstinkte – der Sorge um die Familie. Die Täter schaffen eine emotionale Ausnahmesituation, die rationales Denken blockiert. Schock, Angst und Zeitdruck isolieren die Opfer und zwingen sie zu unüberlegten Handlungen.

Hinter den Anrufen stehen oft professionelle, international operierende Banden, die Callcenter im Ausland nutzen. Der jährliche Schaden liegt im Millionenbereich. Neben dem finanziellen Verlust leiden die Betroffenen häufig unter schweren psychischen Folgen.

Diese dringenden Ratschläge gibt die Polizei

Die Behörden gehen davon aus, dass die Betrugsversuche weitergehen. Sie raten zu folgenden Schutzmaßnahmen:
* Seien Sie misstrauisch bei unbekannten Anrufern, die Geld fordern.
* Legen Sie sofort auf, wenn Sie unter Druck gesetzt werden.
* Echte Polizisten fragen nie am Telefon nach Geld oder Wertgegenständen.
* Geben Sie keine finanziellen Details preis.
* Übergeben Sie nichts an unbekannte Personen.
* Beenden Sie das Gespräch und wählen Sie selbst die 110 oder die Nummer Ihrer örtlichen Dienststelle.

Angehörige sollten ältere Familienmitglieder und Nachbarn regelmäßig über diese Masche aufklären. Die vertraute Stimme am Telefon kann täuschen – bleiben Sie wachsam.

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