Sanierungsquote in Deutschland erreicht neuen Tiefpunkt
05.02.2026 - 07:45:11Die energetische Sanierung von Gebäuden in Deutschland kommt fast zum Erliegen. Die Sanierungsquote für Wohngebäude sank 2025 auf nur noch 0,67 Prozent – ein neuer Negativrekord. Damit entfernt sich das Land weiter von seinen Klimazielen im Gebäudesektor.
Hohe Kosten und Förder-Chaos bremsen Eigentümer aus
Die Gründe für den Investitionsstau sind vielfältig. Für Eigentümer sind die Hürden hoch:
* Explodierende Kosten: Hohe Zinsen, Materialpreise und Fachkräftemangel verteuern Sanierungen massiv.
* Förderung als Unsicherheitsfaktor: Die häufigen Änderungen bei den Rahmenbedingungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sorgen für massive Planungsunsicherheit. Viele Projekte werden verschoben oder gestrichen.
Branchenverbände fordern deshalb dringend stabile und verlässliche Förderbedingungen, um das Vertrauen zurückzugewinnen.
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Politisches Chaos um Heizungsgesetz verschärft Krise
Eigentlich sollte das Gebäudeenergiegesetz (GEG) einen Modernisierungsschub bringen. Stattdessen trug die politische Debatte und die Diskussion um eine Umbenennung in „Gebäudemodernisierungsgesetz“ zu weiterer Verunsicherung bei. Viele Eigentümer warten auf endgültige Klarheit, bevor sie investieren.
Die Zahlen zeigen das dramatische Ausmaß: 2025 wurden lediglich 260.000 Wohneinheiten saniert. Nötig wären nach Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (dena) jedoch mindestens 460.000 gewesen. Die Politik muss dringend klare und attraktive Anreize setzen.
Baugewerbe schlägt Alarm: Aufträge brechen ein
Die schwache Sanierungsquote trifft die Bauwirtschaft hart. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) warnt vor einem massiven Auftragsmangel, der besonders kleine und mittlere Handwerksbetriebe trifft.
Besonders kritisch ist die Lage bei zentralen Maßnahmen:
* Die Quote für die Fassadendämmung lag 2025 bei nur 0,46 Prozent.
* Auch im Bereich der Nichtwohngebäude wie Schulen oder Krankenhäuser sank die Quote auf 0,92 Prozent.
Ein Sanierungsstau von gewaltigem Ausmaß wird hier sichtbar.
Klimaziele 2045 in weiter Ferne
Die aktuelle Quote von 0,67 Prozent steht in krassem Gegensatz zu den Notwendigkeiten. Für eine klimaneutrale Gebäudelandschaft bis 2045 wäre eine jährliche Sanierungsrate von mindestens 1,7 bis 2 Prozent nötig. Zwei Drittel aller Wohngebäude befinden sich noch in den schlechten Energieeffizienzklassen D bis H.
Kann die Wärmewende auch mit weniger Sanierung gelingen, wenn nur der Ausbau von Wärmepumpen und Fernwärme schnell genug vorankommt? Branchenvertreter warnen vor diesem Kurs. Für sie bleibt die Senkung des Energiebedarfs durch Dämmung die Grundlage einer bezahlbaren Wärmewende.
Forderung nach einem „Sanierungs-Booster“
Um die Trendwende zu schaffen, fordern Verbände von der Politik einen entschlossenen „Sanierungs-Booster“. Dazu gehören:
* Eine massive Vereinfachung der Bürokratie.
* Langfristig verlässliche Förderprogramme.
* Ein klares und ambitioniertes Gebäudeenergiegesetz.
Ohne eine solche politische Kehrtwende wird die Sanierungsquote das nötige Niveau nicht erreichen. Die Klimaziele rücken in weite Ferne – und die Energiekosten für Millionen Bürger bleiben hoch.
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