Samsung und Meta treiben Verschmelzung von Smartphone und AR voran
30.01.2026 - 14:25:12Die Grenze zwischen Smartphone und räumlicher Datenbrille löst sich schneller auf als erwartet. Mit der Augmented World Expo (AWE) 2026 vor der Tür setzen Tech-Giganten wie Samsung und Meta auf eine neue Gerätegeneration, die unsere Interaktion mit der digitalen Welt grundlegend verändern soll.
Samsung kehrt mit neuer AR-Brille zurück
Die bedeutendste Ankündigung kam von Samsung Electronics. Auf der Bilanzpressekonferenz für das vierte Quartal 2025 bestätigte das Unternehmen seinen Wiedereinstieg in den Markt für erweiterte Realität (XR). Seong Cho, Leiter des Mobilfunkmarketings, kündigte für dieses Jahr „unterschiedliche Geräteformen wie AR-Brillen der nächsten Generation“ an.
Analysten rechnen damit, dass Samsung erste Prototypen bereits auf der AWE Asia in Shanghai (12.-15. März) präsentieren könnte. Die Brillen sollen auf Googles Android-XR-Plattform laufen. Diese Neuausrichtung passt perfekt zum Motto der Messe, „Smart AI, Smarter Future“.
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Meta sieht Smart Glasses als Smartphone-Nachfolger
Parallel treibt Meta Platforms seine Vision von intelligenten Brillen als Smartphone-Ersatz vehement voran. Konzernchef Mark Zuckerberg zog auf der Meta-Bilanzkonferenz einen direkten Vergleich: So wie sich Klapphandys zu Smartphones entwickelten, würden sich normale Brillen zu KI-gesteuerten Smart Glasses wandeln.
Diese Strategie wird ein zentrales Thema auf der AWE USA im Juni in Long Beach sein, deren Motto „I, Spatial“ lautet. Meta wird dort mit großer Präsenz seine Vorstellung einer personalisierten, in die reale Welt integrierten Technologie demonstrieren.
Snap strukturiert Hardware-Sparte neu
Auch Snap Inc. bereitet sich auf den Markt vor. Das Unternehmen koppelte seine Hardware-Abteilung in eine neue Tochtergesellschaft namens „Specs Inc.“ aus. Dieser Schritt soll mehr operative Freiheit und Fokus für die „Spectacles“-Brillenlinie schaffen, die 2026 einen breiteren Consumer-Launch plant.
Der Zeitpunkt legt nahe, dass Snap die AWE 2026 als Bühne nutzen wird, um sein „Intelligence System“ zu präsentieren. Diese neue Betriebssystem-Schicht soll die Brille durch Sprach- und Gestensteuerung mit der realen Welt interagieren lassen.
Vom „Robot Phone“ zur physischen KI
Während Brillen im Fokus stehen, erfindet sich auch das Smartphone selbst radikal neu. Der Hersteller Honor plant die Vorstellung des ersten „Robot Phone“ – ein Gerät, das mobile KI mit Robotik verbinden soll.
Diese Entwicklung unterstreicht den erweiterten Fokus der AWE 2026. Die Veranstalter führen in Long Beach erstmals einen „Physical AI & Robots“-Bereich ein. Die Botschaft ist klar: XR-Brillen brauchen KI, um die physische Welt zu verstehen, und Smartphones werden zunehmend zu aktiven, räumlichen Assistenten.
Samsungs konzeptionell vorgestelltes „Galaxy Z TriFold“, ein dreifaltbares Gerät, illustriert diesen Trend hin zu größeren, immersiveren Displays, die dennoch tragbar bleiben.
AWE 2026 wird zur globalen Leitmesse
Die AWE-Serie 2026 wird die bisher größte ihrer Art. Den Auftakt macht AWE Asia in Shanghai mit über 1.200 Marken. Im Juni folgt AWE USA in Long Beach im neuen Vier-Tage-Format. Spezielle Zonen für „Large World Models“ und „Digitale Zwillinge“ zeigen, dass nicht nur die Hardware, sondern auch die notwendige Infrastruktur reift.
Für Marktbeobachter wird 2026 zum „Jahr der Umsetzung“ für räumliches Computing. Die Messen in Shanghai und Long Beach werden den ersten konkreten Blick auf eine Zukunft bieten, in der Computer nicht mehr auf einen Bildschirm beschränkt sind, sondern sich nahtlos in unsere reale Welt einfügen.
PS: KI‑gesteuerte Brillen, „Large World Models“ und räumliches Computing eröffnen neue Möglichkeiten – bringen aber auch regulatorische Pflichten mit sich. Die seit 2024 geltende EU‑KI‑Verordnung stellt Anforderungen an Kennzeichnung, Risikoklassifizierung und Dokumentation, die Hardware‑Hersteller und App‑Entwickler beachten müssen. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt in klaren Schritten, welche Pflichten relevant sind und wie Sie Fristen und Nachweise rechtssicher erfüllen. KI‑Verordnung: Kostenlosen Umsetzungsleitfaden herunterladen


