Robotik-Boom, Energiesektor

Robotik-Boom: Energiesektor treibt Milliardenmarkt

10.02.2026 - 06:22:11

Die Öl- und Gasindustrie investiert massiv in autonome Roboter für Sicherheit und Effizienz. Laut Prognose wächst der globale Markt von 90 auf über 200 Milliarden Euro.

Die globale Robotikindustrie steht vor einer Verdopplung ihres Wertes – angetrieben von der Öl- und Gasbranche. Diese setzt zunehmend auf autonome Systeme, um Sicherheit und Effizienz zu steigern. Laut einer Prognose der Intelligence-Firma GlobalData wird der weltweite Markt von 90,2 Milliarden Euro (2024) auf rund 205,5 Milliarden Euro bis 2030 wachsen. Der Schlüssel für diesen Schub liegt in der parallelen Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Computing. Sie ermöglichen eine neue Generation von Robotern, die in schwierigstem Terrain eigenständig Entscheidungen treffen können.

Sicherheit und Effizienz als Treiber

Warum investiert die traditionelle Energiewirtschaft plötzlich massiv in Hightech? Die Antwort liegt in einem doppelten Druck: Der Zwang zu mehr Sicherheit und der Drang zu höherer Effizienz. Gefährliche Inspektions- und Überwachungsaufgaben in entlegenen Offshore-Gebieten übernehmen zunehmend Roboter. Das minimiert das Risiko für Menschen und liefert gleichzeitig konsistente, hochwertige Daten – unabhängig von der Tagesform eines einzelnen Technikers.

Für die Unternehmen bedeutet das konkret: Kostspielige Stillstände werden reduziert, Wartungspläne optimiert und das Personal kann für strategischere Aufgaben eingesetzt werden. Vor allem die Überwachung alternder Infrastruktur, etwa Pipelines, wird so zuverlässiger. Diese datengetriebene Effizienz ist ein fundamentaler Wachstumsmotor für den gesamten Robotik-Markt.

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Vom Meeresboden bis zum Fackelturm

Das Einsatzspektrum der Roboter ist enorm und wächst ständig. Besonders im Offshore-Bereich sind sie nicht mehr wegzudenken. Remotely Operated Vehicles (ROVs) sind Standard für Echtzeit-Inspektionen am Meeresgrund, während Autonomous Underwater Vehicles (AUVs) langandauernde Vermessungen unabhängig von teuren Mutterschiffen durchführen.

Großkonzerne zeigen, wie die Praxis aussieht:
* Der norwegische Energieriese Equinor setzt autonome Unterwasserfahrzeuge wie den Hydrone-R für Inspektionen ein.
* Shell nutzt Cyberhawk-Drohnen, um hohe Fackeltürme aus der Luft zu prüfen, und Sensabot-Roboter für die Überwachung von Tanks am Boden.
* BP und Chevron testen erfolgreich vierbeinige Spot-Roboter von Boston Dynamics. Sie inspizieren Anlagen autonom und sammeln visuelle, thermische und Methandaten.

Strategische Investitionen befeuern das Wachstum

Die Prognosen werden durch reale, milliardenschwere Investitionen untermauert. Ein aktuelles Beispiel: Das in Houston ansässige Unternehmen Nauticus Robotics gab am 9. Februar 2026 eine strategische Investition von bis zu 50 Millionen Euro bekannt. Das Geld fließt in den Aufbau des ersten internationalen Fertigungs- und Servicezentrums des Unternehmens in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

Die neue Einrichtung soll die globale Verbreitung der autonomen Unterwasserplattform Aquanaut beschleunigen. Sie unterstreicht einen Trend: Hersteller skalieren ihre Produktion und bauen ihre globale Präsenz aus, um der steigenden Nachfrage der Energiewirtschaft gerecht zu werden. Solche Investitionen sind die Grundlage für die prognostizierte Marktexpansion.

Die Integration macht den Unterschied

Robotik ist nur ein Puzzleteil der digitalen Transformation des Energiesektors. Der wahre Mehrwert entsteht durch die Vernetzung mit anderen Spitzentechnologien. Die Konvergenz mit Digitalen Zwillingen, Edge Intelligence und Predictive Analytics schafft intelligentere Abläufe.

Ein digitaler Zwilling – ein virtuelles Abbild einer physischen Anlage – erlaubt es, Roboter-Einsätze vorab zu simulieren und zu optimieren. KI-Algorithmen analysieren die von Robotern gesammelten Datenmengen, um etwaige Geräteausfälle, Korrosion oder Lecks präziser vorherzusagen als je zuvor. So entwickelt sich die Automatisierung von einfachen Handgriffen hin zu intelligenten, selbstregulierenden Systemen.

Vom Hilfsmittel zum unverzichtbaren Asset

Die Rolle der Roboter wird sich weiter wandeln: vom unterstützenden Werkzeug zum unverzichtbaren Kernbestandteil des täglichen Betriebs. Die weitere Entwicklung wird auf mehr Autonomie und Intelligenz der Plattformen abzielen, um noch komplexere Aufgaben ohne menschliches Zutun zu bewältigen.

Angesichts des anhaltenden Drucks auf Kosten, Sicherheit und Umweltverantwortung werden die Effizienz- und Datenerfassungsfähigkeiten einer robotischen Belegschaft immer kritischer. Der Weg zu einem 205-Milliarden-Euro-Markt bis 2030 wird von der tieferen Integration dieser Technologien in das Herz der globalen Energieinfrastruktur geprägt sein.

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