Rentenversicherung startet digitale Gesundheits-Offensive
02.01.2026 - 21:30:12Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) startet mit einer großen Digitalkampagne ins neue Jahr. Im Fokus stehen ein Online-Gesundheitscheck für alle über 45 und der massive Ausbau von Videoberatungen – ein strategischer Schwenk unter neuer Führung.
Pünktlich zum Jahresbeginn wirbt die Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See und andere Träger für ihren Ü45-Onlinecheck. Das digitale Tool soll Berufstätigen ab 45 einen schnellen Einblick in ihre gesundheitliche Belastbarkeit geben. In nur wenigen Minuten beantworten Nutzer sieben Fragen zu Gesundheit, Arbeitspensum und psychischem Wohlbefinden. Das System bewertet anschließend die „Arbeitsfähigkeit“ und schlägt bei Bedarf konkrete Präventionsmaßnahmen vor.
Der Check fungiert als Türöffner für RV Fit, das kostenlose Trainingsprogramm der DRV zu Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung. Die Idee: Vom digitalen Selbsttest direkt zum passenden Kurs – ohne bürokratische Hürden. Ein cleverer Schachzug? Der Jahresanfang ist traditionell die Zeit guter Vorsätze. Die Rentenversicherung nutzt diesen Impuls für ihre Präventionsziele.
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Videoberatung wird zum Service-Standard
Parallel etabliert die DRV die Videoberatung als festen Bestandteil ihres Serviceportfolios. Komplexe Anliegen wie Renteneintrittsplanung, Reha-Anträge oder Beitragsfragen lassen sich nun per Video direkt von zu Hause klären. Das entlastet die Beratungsstellen, verkürzt Wartezeiten und bringt Fachwissen auch in ländliche Regionen mit geringerer Filialdichte.
Der Service wirbt mit den Schlagworten „persönlich, digital und sicher“. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll die sensiblen Sozialdaten schützen. Für viele Versicherte dürfte dies ein willkommener Kulturwandel sein: weg vom behäbigen „Papier-Amt“, hin zum hybriden Servicepartner.
Strategischer Kurswechsel unter neuem Chef
Der digitale Vorstoß ist kein Zufall. Er folgt auf die Wahl von Dr. Matthias Flügge zum neuen Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund im Dezember 2025. Flügge hatte die „digitale Transformation“ sofort zur Chefsache erklärt. Die Januar-Kampagne ist die erste sichtbare Umsetzung dieser Strategie.
Hinter den nutzerfreundlichen Selbsttests steht ein klares volkswirtschaftliches Ziel: die Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Indem die DRV administrative Prozesse verschlankt und frühzeitige Prävention fördert, will sie Kosten senken und die Beschäftigungsfähigkeit der Generation 45plus erhalten. In Zeiten des Fachkräftemangels und des Renteneintritts der Babyboomer ist dies eine drängende Aufgabe.
Digitale Triage für den demografischen Wandel
Die Fokussierung auf die Ü45-Zielgruppe spiegelt die arbeitsmarktlichen Realitäten wider. Die Automatisierung der ersten Gesundheits-Einschätzung durch den Onlinecheck funktioniert wie eine digitale Triage. Sie ermöglicht es, Ressourcen effizienter zu steuern: hin zur günstigeren Prävention und weg von teuren Reha-Maßnahmen oder vorgezogenen Renten.
Die Integration der Dienste in das „Mein Kundenportal“ zielt auf eine digitale One-Stop-Lösung für alle sozialen Sicherungsfragen. Damit holt die deutsche Sozialversicherung auf, nachdem sie in puncto E-Government lange hinterherhinkte. Der nächste logische Schritt? Experten rechnen damit, dass KI-gestützte Assistenten im Portal bald Routineanfragen beantworten werden. So bliebe mehr Kapazität für die anspruchsvollen Videoberatungen.
Die Botschaft der Kampagne „Gesund ins neue Jahr“ ist eindeutig: Die gesetzliche Rente will nicht länger nur passive Leistungsbehörde sein, sondern aktiver, digitaler Partner für die Gesundheit der arbeitenden Bevölkerung. Alle neuen Dienste sind ab sofort über das Webportal der Deutschen Rentenversicherung erreichbar.
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