Ray, Charles

Ray Charles: Warum die Legende 2026 wieder überall ist

11.02.2026 - 20:59:48

Ray Charles erlebt 2026 ein krasses Revival. Warum der Soul-Gott gerade jetzt wiederTrend ist – und was das für Fans in Deutschland heißt.

Ray Charles ist seit Jahren nicht mehr unter uns – aber 2026 fühlt es sich an, als würde er jeden Moment wieder auf die Bühne rollen. Neue Dokus, frische Remaster, TikTok-Sounds überall und ein massives Streaming-Comeback: Der Soul-Pionier ist plötzlich wieder Thema in Feeds, Playlists und Playlists deiner Eltern. Wenn du wissen willst, was da abgeht, welche Songs du kennen musst und warum ausgerechnet jetzt alle wieder von "Hit the Road Jack" reden, bist du hier richtig.

Mehr über Ray Charles auf der offiziellen Website

Auch ohne aktuelle Tour schwappt eine Welle von Tribute-Shows, Orchester-Projekten und Clubnächten durch Europa, die seinen Sound feiern. Und deutsche Fans stehen mittendrin: von Jazz-Festivals, die Ray-Specials ankündigen, bis zu Soul-Partys, die komplett auf seine Klassiker setzen. Lass uns sortieren, was gerade wirklich passiert – und warum Ray Charles 2026 so präsent ist wie seit den 2000ern nicht mehr.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Wenn man sich die Musikmedien der letzten Monate anschaut, taucht Ray Charles immer wieder auf – obwohl er bereits 2004 gestorben ist. Der Auslöser: mehrere größere Projekte, die parallel laufen und sich gegenseitig pushen. Zum einen arbeiten internationale Labels weiter daran, seinen Katalog in bestmöglicher Qualität zu veröffentlichen. Viele seiner Alben sind inzwischen in hochauflösenden Formaten bei gängigen Streaming-Diensten verfügbar, inklusive Bonus-Tracks, Live-Versionen und alternativen Takes. Für Sound-Nerds ein Geschenk, für Einsteiger die perfekte Gelegenheit, den Künstler strukturiert zu entdecken.

Dazu kommt ein erneuter Hype um Musik-Biopics und True-Story-Formate auf Streaming-Plattformen. Der Film "Ray" mit Jamie Foxx ist zwar schon älter, wird aber aktuell wieder vermehrt empfohlen und taucht in Empfehlungs-Algorithmen auf. In diversen Musik-Dokus über Soul, R&B, Rock und Pop wird Ray Charles als Schlüsselperson dargestellt, ohne die vieles nicht passiert wäre: das Überschreiten von Genre-Grenzen, die Verbindung von Gospel und Blues, der Weg hin zu modernem R&B, aber auch sein Einfluss auf britische und US-Rockbands der 60er.

Für deutsche Fans ist besonders spannend, dass einige Festivalveranstalter in Europa verstärkt auf Themenabende setzen, bei denen ikonische Künstler geehrt werden. Unter dem Label "Tribute to Ray Charles" treten Big Bands, Jazz-Combos und Soul-Sänger:innen auf, die seine Arrangements nachbauen oder kreativ zerlegen. Konkrete Daten werden oft erst wenige Monate vor dem Sommer veröffentlicht, aber in den Festivalprogrammen der vergangenen Jahre war klar zu erkennen: Ray Charles wird gern als Ankerfigur genutzt, um ein Programm zwischen Jazz, Soul und Pop zusammenzuhalten.

Im Netztauchen außerdem regelmäßig Berichte über neu entdeckte Live-Mitschnitte oder neu kuratierte Compilations auf, bei denen Historiker und Musikwissenschaftler die Songauswahl erklären. Die Botschaft: Ray Charles ist nicht einfach nur der Typ von "Hit the Road Jack" und "Georgia on My Mind". Seine Diskografie zieht sich von purem R&B über Country-Cover bis hin zu orchestralen Arrangements, die fast schon Richtung Filmmusik gehen.

Für die Szene in Deutschland hat der aktuelle Fokus einen praktischen Effekt: Jazz- und Soulclubs nutzen den Namen Ray Charles, um ein jüngeres Publikum reinzuholen. In den Programmtexten liest du Formulierungen wie "in der Tradition von Ray Charles" oder "Ray-Charles-Style-Piano", was klar zeigt, wie stark sein Einfluss bis heute ist. Wer Piano, Keys oder Vocals macht, kommt an seiner Art zu phrasierten Vocals, an seinen rhythmischen Akzenten und seinen „Call and Response“-Momenten kaum vorbei.

Kurz gesagt: Offizielle Tourdaten des Künstlers selbst gibt es natürlich nicht – aber die Live- und Medienwelt tut aktuell alles, um seine Musik wie eine aktuelle Bewegung wirken zu lassen. Und genau dadurch wird Ray Charles 2026 wieder zu einem Namen, über den auch Leute sprechen, die 2004 noch gar nicht geboren waren.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Auch wenn Ray Charles nicht mehr live auftreten kann, kursieren detailgenaue Setlists seiner legendären Shows, und viele Tribute-Projekte orientieren sich daran. Wenn du auf ein "Tribute to Ray Charles"-Konzert gehst, kannst du ziemlich sicher sein, dass einige Songs praktisch garantiert sind:

  • "Hit the Road Jack" – meist als Höhepunkt gegen Ende des Sets, oft mit Call-and-Response mit dem Publikum.
  • "Georgia on My Mind" – häufig in der Mitte, als emotionaler Ruhepunkt, oft mit langem Piano-Intro.
  • "What'd I Say" – ganz klassisch als Zugabe, mit ausgedehnten Improvisationen.
  • "I Got a Woman" – oft relativ früh im Set, um die Stimmung hochzufahren.
  • "Unchain My Heart" – gern in einer etwas moderneren, druckvollen Version.
  • "Mess Around" – als swingender Moment, bei dem die Band zeigen kann, wie tight sie ist.
  • "Hallelujah I Love Her So" – oft mit Bläsersätzen, die an die Originalarrangements erinnern.

In Originalshows von Ray Charles war die Dramaturgie ziemlich klar. Er eröffnete gern mit etwas Energetischem, etwa "Let the Good Times Roll", um sofort klarzumachen: Hier wird nicht nur still gelauscht, hier wird reagiert, geklatscht, gerufen. Seine Art, das Publikum einzubinden, war eine Mischung aus Humor, kantiger Direktheit und echter Musikalität. Pausen wurden mit kurzen Ansagen überbrückt, in denen er die Band vorstellte oder kleine Witze brachte.

Was aktuelle Tribute-Shows häufig übernehmen, ist die Mischung aus Groove und Balladen. Ein typischer Ablauf bei einer guten Ray-Hommage könnte so aussehen: Start mit einem treibenden Song wie "I Got a Woman", danach eine swingende Nummer, dann eine erste Ballade. Später im Set kommen dann schwere Kaliber wie "Georgia on My Mind" und "You Don't Know Me", bevor mit "What'd I Say" alles explodiert.

Musikalisch steckt in diesen Songs mehr als nur Nostalgie. Die Klavierfiguren in "What'd I Say" sind so prägnant, dass viele moderne Produzenten sie als Blaupause für rhythmische Patterns in Pop und R&B nutzen. Das Zusammenspiel von Hauptstimme und Backgroundsängerinnen, etwa in "Hit the Road Jack", ist ein Modell für unzählige Call-and-Response-Hooks in heutiger Musik. Selbst wenn du nie bewusst Ray Charles gehört hast, kennst du die Struktur seiner Songs durch unzählige Zitate in aktueller Musik.

Bei orchestralen Projekten – etwa wenn Sinfonieorchester seine Songs auf Festivals spielen – werden die Harmonien oft erweitert. Die Grundstruktur von "Georgia on My Mind" bleibt, aber die Streicher bekommen zusätzliche Linien, die Bläser setzen stärkere Akzente, und Solo-Parts werden verlängert. Trotzdem bleibt der Kern: ein extrem melodischer Song, der sich auf eine starke, sofort erkennbare Akkordfolge stützt.

Tribute-Sänger:innen stehen vor einer schwierigen Aufgabe: Ray Charles zu imitieren funktioniert selten, ihn zu ignorieren aber auch nicht. Viele lösen das, indem sie seine Phrasierung respektieren – also zum Beispiel kleine Verzögerungen am Ende von Zeilen oder das bewusste Anrauen von Tönen – ohne seine Stimme 1:1 nachzumachen. Dadurch bleibt die Stimmung erhalten, aber es entsteht eine eigene Version, die nicht wie Karaoke wirkt.

In kleineren Clubs ist die Atmosphäre meist extrem direkt: Du hörst jeden Anschlag auf den Tasten, jede Nuance im Gesang. Gerade in Deutschland, wo viele Clubs eine starke Jazztradition haben, gibt es Musiker:innen, die Rays Songs in Richtung Hard Bop, Neo-Soul oder sogar Hip-Hop dehnen. Dann tauchen in "What'd I Say" plötzlich Rap-Passagen auf, oder "I Can't Stop Loving You" wird mit modernen Drum-Grooves unterlegt. Puristen diskutieren heftig, aber genau solche Experimente halten seine Musik lebendig.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

In Foren und Kommentarspalten brodelt es seit einiger Zeit rund um Ray Charles – und zwar nicht im Sinne von Skandalen, sondern eher mit der Frage: Was kommt als Nächstes? Viele Fans spekulieren, dass noch unveröffentlichtes Material in den Archiven liegen könnte. Immer wieder tauchen Hinweise auf Sessions auf, in denen Ray Charles alternative Versionen seiner Klassiker aufgenommen hat. Manche Fans berufen sich auf Aussagen ehemaliger Studiomitarbeiter, dass ganze Takes damals aus Zeitgründen nicht veröffentlicht wurden.

Eine häufig diskutierte Theorie: Es könnte in den nächsten Jahren ein großes "Ray Charles Duets"-Projekt geben, bei dem moderne Künstler:innen auf Basis seiner Originalvocals neue Versionen aufnehmen. Ähnliches gab es bereits bei anderen Legenden, und die Vorstellung, aktuelle R&B- oder Pop-Stars mit Rays Stimme in einem Track zu hören, elektrisiert viele Fans. Andere wiederum fürchten genau das: Sie haben Angst, dass der rohe, direkte Charakter seiner Aufnahmen durch moderne Produktions-Ästhetik verwässert werden könnte.

Auf TikTok sind in den letzten Jahren vor allem zwei Ray-Charles-Songs immer wieder aufgetaucht: "Hit the Road Jack" in Form von Edits, Remixen oder als Sound für humorvolle Clips, und "What'd I Say" in kurzen Ausschnitten, die gern für Tanzvideos benutzt werden. Das Spannende: Viele Creator sind deutlich unter 25 und entdecken Ray Charles über Trends, nicht über die Plattensammlung der Eltern. Unter den Kommentaren liest man oft Sätze wie "Ich wusste nicht, dass der Song so alt ist" oder "Warum klingt das moderner als die Hälfte der aktuellen Charts?"

In Diskussions-Threads auf Reddit und Co. gibt es außerdem eine interessante Debatte über seine Rolle als Brückenfigur zwischen "alter" und "neuer" Musik. Für manche ist Ray Charles ein klassischer Boomer-Favorit, für andere der Beweis, dass gutes Songwriting und stärkerer Groove zeitlos funktionieren. Besonders spannend ist die Wahrnehmung seiner Country-Aufnahmen: Viele junge Hörer:innen, die Country sonst eher kritisch sehen, entdecken durch Alben wie "Modern Sounds in Country and Western Music" plötzlich die emotionale Tiefe dieses Genres.

Ein weiterer Dauerbrenner in der Gerüchteküche: Wird es eine neue, große Serien- oder Doku-Produktion geben, die sich ausschließlich auf Ray Charles konzentriert? Einige Fans fantasieren schon von einer mehrteiligen Streaming-Serie, die seine Karriere mit heutigen Mitteln nachzeichnet – inklusive detaillierter Darstellung seiner Arbeit im Studio, seiner politischen Positionierung und seiner Kämpfe mit Sucht und Rassismus. Solange nichts Offizielles angekündigt ist, bleibt das Spekulation, aber die Nachfrage nach Musik-Biografien ist aktuell extrem hoch.

Und dann ist da noch der ewige Streit der Listen-Fans: Wo rankt Ray Charles in den "Greatest of All Time"-Debatten? Auf Social Media prallen regelmäßig Generationen aufeinander: Die einen argumentieren, ohne Ray gäbe es viele heutige Stars gar nicht, die anderen kennen ihn vor allem aus Schulreferaten oder alten Filmen. Was auffällt: Sobald jemand konkrete Songs oder Live-Aufnahmen postet, kippt die Stimmung schnell in Richtung Respekt. Kaum jemand behauptet ernsthaft, dass seine Vocals, sein Timing und sein Klavierspiel nicht auf Weltklasse-Niveau sind.

Für deutsche Fans stellen sich zusätzlich sehr praktische Fragen: Kommt ein großes Tribute-Projekt nach Deutschland? Wird ein deutschsprachiger Künstler – vielleicht aus der Pop- oder Hip-Hop-Szene – offiziell an einem Ray-Projekt beteiligt? Offizielle Bestätigungen dazu gibt es Stand jetzt nicht, aber gerade weil Ray Charles so tief in der DNA von Soul, R&B und Pop steckt, ist es fast nur eine Frage der Zeit, bis größere Kollaborationen angekündigt werden.

Alle Daten auf einen Blick

Auch ohne aktuelle Tour des Künstlers selbst gibt es rund um Ray Charles eine Menge Daten, die für Fans in Deutschland relevant sind – von Release-Jubiläen bis zu typischen Tribute-Stationen.

Jahr/DatumEvent/ReleaseBedeutungHinweis für Fans in Deutschland
1954"I Got a Woman"Durchbruch im R&B, frühe Verbindung von Gospel und weltlicher MusikHäufig auf Setlists von Jazz- und Soulbands in deutschen Clubs
1960"Georgia on My Mind"Weltweiter Hit, später Hymne des US-Bundesstaats GeorgiaStandard in Big-Band-Programmen bei deutschen Jazzfestivals
1960–1962"Modern Sounds in Country and Western Music" (Vol. 1 & 2)Revolutionäre Verbindung von Soul und CountryWird gern in Musikhochschulen als Beispiel für Genre-Crossover analysiert
1961"Hit the Road Jack"Einer seiner größten Welthits, ikonischer Call-and-ResponseEwiger Party- und DJ-Favorit, auch in deutschen Clubs und Bars
2004Film "Ray" (Kinostart weltweit)Biopic mit Jamie Foxx, neue Generation entdeckt seine MusikBis heute regelmäßig im TV-Programm und auf Streamingplattformen verfügbar
Jährlich (Sommer)Tribute-Konzerte & Festival-ProgrammeBig Bands, Orchester & Clubs würdigen Ray CharlesCheck lokale Jazz- und Stadtfeste in Städten wie Berlin, Hamburg, Köln, München
LaufendRemaster & ReissuesVerbesserte Soundqualität, BonusmaterialAuf gängigen Streaming-Diensten in deutschen Katalogen verfügbar
LaufendStreaming-Playlists"Best of Ray Charles" & Genre-PlaylistsIdeal für den Einstieg, kuratiert von Redaktionen und Algorithmen

Häufige Fragen zu Ray Charles

Um den Überblick zu behalten – und weil viele Begriffe und Fakten rund um Ray Charles immer wieder auftauchen – hier ein ausführlicher FAQ-Block, der tiefer geht als das typische Kurzprofil.

Wer war Ray Charles überhaupt – und warum gilt er als Legende?

Ray Charles war Sänger, Pianist, Komponist und Bandleader, geboren 1930 in Georgia (USA) und aufgewachsen unter harten Bedingungen im Süden der USA. Er erblindete als Kind vollständig, lernte aber früh Klavier und entwickelte eine außergewöhnliche Musikalität. In den 1950ern und 1960ern wurde er zu einer der wichtigsten Figuren der modernen Popmusik. Seine große Leistung: Er verband Gospel, Blues, Jazz, R&B und später sogar Country auf eine Art, die vorher kaum jemand gewagt hatte. Dadurch entstand ein Sound, der emotional, körperlich und gleichzeitig musikalisch komplex war.

Viele Musikhistoriker nennen ihn einen der Väter des Soul. Wenn du dir seine frühen Aufnahmen anhörst, spürst du den direkten Einfluss auf Künstler wie Aretha Franklin, Stevie Wonder, aber auch auf viele britische Bands, die in den 60ern amerikanische Musik als Vorlage genommen haben. Dass er trotz Blindheit eine so kraftvolle Bühnenpräsenz hatte und seine Bands präzise leitete, verstärkt nur noch den Respekt, den ihm Musiker:innen bis heute entgegenbringen.

Welche Songs von Ray Charles sollte man als Einsteiger unbedingt kennen?

Wenn du noch nie bewusst Ray Charles gehört hast, gibt es ein paar Songs, die als perfekter Einstieg funktionieren. "Hit the Road Jack" ist wahrscheinlich der bekannteste: kurz, direkt, mit einer Hook, die sich sofort im Kopf festsetzt. Der Dialog zwischen seiner Stimme und den weiblichen Backing-Vocals erklärt quasi in Echtzeit, wie Call-and-Response im Soul funktioniert.

"Georgia on My Mind" zeigt seine balladige, emotionale Seite. Die Melodie ist zeitlos, und seine Interpretation macht sofort klar, warum er als einer der ganz großen Sänger gilt. "What'd I Say" wiederum ist fast schon eine Blaupause für moderne Clubmusik: pulsierender Rhythmus, klare Riffs am Klavier, Wiederholung als Stilmittel. Wenn du es laut genug hörst, erkennst du, warum dieser Song damals als provokant galt.

Für einen etwas tieferen Einstieg lohnt sich ein Blick auf "I Got a Woman", "Unchain My Heart" und seine Country-Interpretationen auf "Modern Sounds in Country and Western Music". Vor allem dort wird klar, wie furchtlos er mit Genres umgegangen ist. Er nahm Songs, die eigentlich aus einem ganz anderen kulturellen Umfeld stammen, und machte sie zu Soul-Songs, ohne ihren Kern zu verlieren.

Warum ist Ray Charles auch 2026 noch relevant – gerade für jüngere Hörer:innen?

Ray Charles bleibt relevant, weil sein Sound in vielen heutigen Produktionen weiterlebt. Wenn du dir modernen R&B, bestimmte Trap-Soul-Tracks oder sogar Singer-Songwriter-Pop anhörst, findest du immer wieder Spuren seiner Arbeit: das Wechselspiel von Stimme und Background, Klavier- oder Rhodes-Licks, die an seine Patterns erinnern, oder die Art, wie Songs von ruhigen Strophen zu intensiven Refrains eskalieren.

Streaming und Social Media haben außerdem dafür gesorgt, dass alte Musik nicht mehr an ein bestimmtes Jahrzehnt gebunden bleibt. Ein Song von 1960 taucht heute direkt neben einem Release von 2026 in einer Playlist auf. Wenn der Track knallt, ist er für die meisten Nutzer:innen einfach "ein guter Song" – egal, wie alt. Genau davon profitiert Ray Charles aktuell: Seine Produktionen sind roh, aber klar, seine Melodien stark genug, um zwischen modernen Produktionen zu bestehen.

Dazu kommt: Viele Künstler:innen berufen sich öffentlich auf ihn. Ob in Interviews, Insta-Lives oder Dokus – wenn Musiker:innen erzählen, wer sie geprägt hat, fällt sein Name regelmäßig. Das weckt Neugier bei Fans, die tiefer einsteigen wollen und dann feststellten: Das hier ist nicht nur Musikgeschichte, das klingt immer noch frisch.

Gibt es in Deutschland eine besondere Verbindung zu Ray Charles?

Direkte, dauerhafte Deutschland-Storys wie bei manchen anderen Künstlern gibt es bei Ray Charles weniger, trotzdem war er auch hier ein wichtiger Live-Act. In den 1960er- und 1970er-Jahren tourte er durch Europa, spielte auf Festivals und in großen Hallen. Für viele deutsche Jazz- und Soulfans älterer Generationen sind diese Konzerte legendär – entsprechend oft tauchen in Erinnerungsartikeln Konzertberichte aus Hamburg, Berlin oder Frankfurt auf.

Noch wichtiger ist aber seine indirekte Wirkung: Deutsche Jazzschulen, Musikhochschulen und Popakademien nutzen seine Aufnahmen bis heute im Unterricht. Ob als Beispiel für Timing, für das Zusammenspiel mit Bläsern oder für ausdrucksstarken Gesang – seine Songs lassen sich perfekt zerlegen und analysieren. Bands in Jazzclubs greifen ständig auf sein Repertoire zurück, weil es die Schnittstelle zwischen anspruchsvoll und publikumsfreundlich trifft.

Außerdem funktioniert sein Sound hervorragend in der hiesigen Livekultur: Deutschland hat eine starke Big-Band-Szene, von Rundfunkensembles bis zu freien Projekten. Viele ihrer Programme enthalten mindestens einen Ray-Charles-Titel, häufig "Georgia on My Mind" oder "Hallelujah I Love Her So". Damit ist seine Musik in Deutschland präsenter, als es auf den ersten Blick wirkt – nur eben oft als Teil von Live-Programmen statt in großen Marketingkampagnen.

Wie höre ich Ray Charles am besten: Album, Best-of oder Playlist?

Das hängt davon ab, was du willst. Wenn du möglichst schnell einen Überblick bekommen möchtest, ist eine gut kuratierte Best-of oder eine große Playlist mit Fokus auf Ray Charles der direkteste Weg. Die Streaming-Dienste bieten mehrere solcher Sammlungen, oft unter Titeln wie "The Best of Ray Charles" oder "This Is Ray Charles". Dort bekommst du die Hits und ein paar tiefer gehende Tracks, perfekt für den Einstieg nebenbei beim Arbeiten oder Unterwegssein.

Wenn du ernsthaft verstehen willst, warum seine Karriere so wichtig ist, lohnt sich der Weg über Alben. "Modern Sounds in Country and Western Music" ist ein Pflichtalbum, weil es zeigt, wie radikal seine Genre-Grenzen waren. Ein weiteres spannendes Werk ist "The Genius of Ray Charles", bei dem die Orchester-Arrangements zeigen, wie gut seine Stimme mit einem größeren Klangkörper funktioniert. Live-Alben sind ebenfalls spannend, weil sie seine Kommunikation mit dem Publikum hörbar machen, selbst auf einer reinen Audioaufnahme.

Vinyl-Fans schwören auf alte Pressungen oder hochwertige Reissues, weil seine Stimme und das Klavier dort oft noch lebendiger wirken. Aber dank Remastern musst du heute nicht zwingend auf teure Sammlerstücke zurückgreifen, um einen guten Sound zu bekommen. Wichtig ist eher, dass du ihn laut genug hörst und dir Zeit nimmst, nicht nur die Hooks, sondern auch die kleinen Details der Arrangements zu checken.

Wie wirkt sich Ray Charles auf heutige Musiker:innen in Deutschland aus?

Du musst nicht explizit nach einem Ray-Charles-Cover suchen, um seinen Einfluss in der deutschen Musikszene zu finden. Viele Singer-Songwriter:innen mit Soul- oder Jazz-Einschlag verarbeiten seine Art, Melodien zu biegen, ohne ihn direkt zu kopieren. Keyboarder:innen, die zwischen Gospelchords, Blues-Licks und Pop-Harmonien switchen, bewegen sich oft in einem Feld, das Ray Charles maßgeblich geprägt hat.

In Hip-Hop und R&B tauchen außerdem immer wieder Samples oder Anspielungen auf seinen Sound auf – wenn auch aus rechtlichen Gründen oft sehr subtil. Produzenten orientieren sich am organischen Klang alter Aufnahmen, wenn sie versuchen, Beats lebendiger und weniger steril klingen zu lassen. Selbst in der deutschen Popmusik hört man manchmal Bläser-Sätze oder Call-and-Response-Vocals, die stark an seine Arrangements erinnern.

Hinzu kommt der biografische Aspekt: Viele junge Musiker:innen lassen sich von seiner Geschichte inspirieren. Er hat trotz einer massiven Behinderung und extremem gesellschaftlichem Druck eine Weltkarriere aufgebaut und dabei künstlerische Risiken eingegangen, statt auf Nummer sicher zu gehen. In Workshops und Masterclasses wird seine Vita deshalb oft als Beispiel dafür genannt, dass künstlerische Konsequenz und Mut auf lange Sicht mehr bringen als angepasster Mainstream.

Wo finde ich verlässliche Infos, wenn ich tiefer einsteigen will?

Für einen ersten Überblick eignen sich seriöse Musikportale, Enzyklopädien und natürlich die großen Streaming-Dienste mit ihren Künstlerprofilen. Wenn du es wirklich genau wissen möchtest – also Session-Daten, Studiobesetzungen, historische Kontexte – sind Biografien und Spezialbücher über Soul- und Jazzgeschichte die beste Wahl.

Ein weiterer Anlaufpunkt ist die offizielle Online-Präsenz des Künstlers, auf der häufig News zu Reissues, Projekten und Kuratoren-Statements veröffentlicht werden. Auch Musikdokus über die Geschichte des Soul, des R&B oder über US-Musikgeschichte im Allgemeinen nehmen Ray Charles regelmäßig als zentrales Beispiel. Und schließlich lohnt sich der Blick in Communitys: Foren von Vinyl-Sammlern, Jazz-Subreddits oder Facebook-Gruppen von Soul-Fans. Dort bekommt man nicht nur Fakten, sondern auch persönliche Geschichten von Leuten, die ihn noch live gesehen haben oder seine Platten seit Jahrzehnten begleiten.


Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen. Jetzt kostenlos anmelden

@ ad-hoc-news.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.