Raiffeisen, Phishing-Welle

Raiffeisen warnt vor neuer Phishing-Welle per SMS

05.02.2026 - 01:31:12

Betrüger attackieren Kunden der Raiffeisen Bankengruppe mit täuschend echten SMS-Nachrichten, um Zugangsdaten für das Online-Banking zu stehlen. Die Bank warnt vor Links in solchen Nachrichten.

Eine aggressive Phishing-Welle zielt derzeit gezielt auf Kunden der Raiffeisen Bankengruppe ab. Die Betrüger verschicken gefälschte SMS-Nachrichten, die angeblich vor einem ablaufenden Zugang für die „Mein ELBA“-App warnen. Ein Klick auf den enthaltenen Link führt zu einer täuschend echten Fälschung des Login-Bereichs, um die Zugangsdaten der Kunden abzugreifen.

So funktioniert die perfide Masche

Die Kriminellen setzen auf psychologischen Druck. Eine dokumentierte SMS vom 4. Februar lautete: „Ihre Registrierung für die Raiffeisen Mein ELBA-App läuft am 03.02.2026 ab. Bitte aktualisieren Sie Ihre Mein ELBA-App unter: [betrügerischer Link]“. Andere Varianten sprechen allgemein von einem bald ablaufenden Zugang. Die Fristen und Formulierungen variieren ständig.

Die gefälschte Login-Seite sieht dem Original täuschend ähnlich. Wer hier seine Verfügernummer und PIN eingibt, übergibt diese Daten direkt an die Betrüger. Mit den erbeuteten Zugängen können die Kriminellen dann Kontoplünderungen vornehmen oder die Daten für weitere Angriffe nutzen. Oft folgen auf das „Smishing“ (SMS-Phishing) Anrufe von falschen Bankmitarbeitern.

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Raiffeisen gibt klare Verhaltensregeln heraus

Die Bank warnt ausdrücklich: Sie fordert Kunden niemals per SMS, E-Mail oder WhatsApp auf, über einen Link Daten zu aktualisieren oder sich einzuloggen. Die offizielle Richtlinie ist eindeutig: Klicken Sie niemals auf Links in solchen Nachrichten.

Alarmsignale für eine betrügerische SMS sind:
* Unpersönliche Anreden
* Aufforderung zu dringendem Handeln
* Links, deren Adresse nicht der offiziellen Bank-Website entspricht
* Grammatik- oder Rechtschreibfehler

Wer eine solche SMS erhält, sollte sie sofort löschen. Wer bereits auf einen Link geklickt oder Daten eingegeben hat, muss umgehend die Bank über die offiziellen Kanäle kontaktieren und die Zugänge sperren lassen.

Smishing wird zur immer größeren Gefahr

Der Angriff auf Raiffeisen-Kunden ist Teil eines österreichweiten Trends. Phishing verlagert sich zunehmend von E-Mails auf SMS. Der Vorteil für die Täter: Eine SMS wirkt persönlicher und dringlicher. Auf dem Smartphone ist die vollständige Link-Adresse oft nicht auf den ersten Blick sichtbar.

Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten wie „Watchlist Internet“ warnen regelmäßig vor der wachsenden Bedrohung. Die Vorwände der Betrüger werden immer vielfältiger – von angeblichen Sicherheitschecks bis hin zu verlockenden Gewinnspielen. Die aktuelle Welle zeigt: Der Komfort des Online-Bankings erfordert ständige Wachsamkeit der Nutzer.

@ boerse-global.de