Punkt. MC03: Schweizer Smartphone will Privatsphäre neu definieren
02.01.2026 - 22:25:12Das MC03 von Punkt. kombiniert einen abgeschirmten Proton-Tresor mit offener Android-Nutzung. Das in Deutschland gefertigte Gerät finanziert sich über ein Abo-Modell und ist ab Januar 2026 verfügbar.
Ein neues Smartphone aus der Schweiz will den Spagat zwischen totaler Privatsphäre und praktischer Alltagsnutzung schaffen. Der Hersteller Punkt. präsentierte auf der CES 2026 in Las Vegas das MC03 – ein in Deutschland gefertigtes Gerät mit einem revolutionären Zwei-Kammer-System für Daten.
Die zwei Gesichter eines Telefons
Das Herzstück des MC03 ist sein Betriebssystem AphyOS. Es teilt das Smartphone in zwei strikt getrennte Welten: den sicheren „Tresor“ und das offene „Wildes Web“. Diese Architektur soll das Dilemma lösen, entweder auf moderne Apps verzichten oder seine Daten opfern zu müssen.
Im „Tresor“ laufen vorinstallierte, verschlüsselte Dienste des Schweizer Anbieters Proton – darunter Mail, Kalender und Cloud-Speicher. Diese Kernkommunikation ist standardmäßig abgeschirmt. Im „Wilden Web“ können Nutzer hingegen beliebige Android-Apps installieren. Doch selbst hier behält der Nutzer die Kontrolle: Jede App muss ihre Berechtigungen offenlegen, Hintergrundaktivitäten werden sichtbar gemacht und Datenflüsse eingedämmt.
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„Made in Germany“ für mehr Vertrauen
Während die Software für Sicherheit sorgt, setzt das Hardware-Konzept auf europäische Souveränität und Nachhaltigkeit. Das MC03 wird im Gigaset-Werk in Deutschland produziert. Diese Entscheidung soll strengere Kontrollen über die Lieferkette und potenzielle Hintertüren ermöglichen.
Das Gerät selbst überzeugt mit modernen Specs: Ein 6,67-Zoll-OLED-Display mit 120 Hz, eine 64-Megapixel-Kamera und der MediaTek Dimensity 7300-Chip. Besonders bemerkenswert ist der herausnehmbare 5.200-mAh-Akku – ein klares Zugeständnis an Reparierbarkeit und Langlebigkeit, wie sie auch die EU fördert.
Das Geschäftsmodell: Bezahlen statt Daten verkaufen
Der radikalste Ansatz könnte das Preismodell sein. Das MC03 kostet etwa 699 Euro – inklusive eines einjährigen Abos für AphyOS. Danach fallen monatlich rund 11,99 Euro an, um die Premium-Features, das VPN und die sichere App-Umgebung zu behalten.
Für Punkt.-Gründer Petter Neby ist dieses Abo-Modell der einzige Weg zu einem wahrhaft privaten Produkt. Seine Philosophie: Wenn der Kunde nicht für die Software bezahlt, wird zwangsläufig sein Datenprofil zur Währung. Das Abo finanziert sichere Server, Updates und Tools wie das „Ledger“, das den Daten- und Energiehunger jeder App visualisiert.
Ein europäischer Gegenentwurf zu Silicon Valley
Das MC03 trifft auf einen Markt, der nach Alternativen sucht. Bisherige Privatsphäre-Handys blieben Nischenprodukte, weil sie die bequeme App-Welt aussperrten. Die hybride Lösung des MC03 könnte diese Lücke schließen.
Die Kooperation zwischen Punkt. und Proton vereint zwei prominente Schweizer Privatsphäre-Befürworter. Gemeinsam formen sie einen europäischen Gegenpol zum datensammelnden Geschäftsmodell von Google und Apple. Die Fertigung in Deutschland unterstreicht zudem das Commitment zu EU-Standards für Reparierbarkeit und transparente Lieferketten.
Vorbestellungen für das MC03 sind seit dem 2. Januar 2026 möglich. Die Auslieferung in Europa soll noch im Januar beginnen, Nordamerika folgt im Frühjahr. Ob das Zwei-Kammer-System in der Praxis überzeugt, wird nun zeigen, ob ein abobasiertes, privates Smartphone eine echte Alternative zum Mainstream sein kann.
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