Psychologen, Psyche

Psychologen raten: So schützen Sie Ihre Psyche vor der Nachrichtenflut

29.01.2026 - 23:53:12

Geopolitische Krisen und negative Nachrichten beeinträchtigen die mentale Gesundheit. Experten empfehlen konkrete Strategien wie Medienkontrolle und Alltagsroutinen, um die eigene Widerstandskraft zu trainieren.

Geopolitische Krisen und schlechte Nachrichten belasten die mentale Gesundheit vieler Menschen. Psychologen empfehlen konkrete Strategien, um die eigene Resilienz zu stärken und handlungsfähig zu bleiben. Eine aktuelle Studie zeigt: Mehr als die Hälfte der Studierenden fühlt sich durch Weltgeschehen wie Inflation oder Kriege psychisch beeinträchtigt.

Die erste Verteidigungslinie: Medienkonsum kontrollieren

Die ständige Flut negativer Schlagzeilen kann zu Nachrichtenmüdigkeit und Angst führen. Experten raten zu einem bewussten Umgang:
* Legen Sie feste Zeitfenster für Nachrichten fest – idealerweise nur einmal täglich.
* Schalten Sie Push-Benachrichtigungen aus.
* Meiden Sie News direkt nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafen.

„Es geht nicht darum, die Realität zu ignorieren, sondern die Dosis zu regulieren“, so die einhellige Meinung. Konzentrieren Sie sich auf seriöse Quellen und prüfen Sie Informationen, besonders in sozialen Medien. Das bewahrt Ihr Gefühl von Kontrolle.

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Halt im Alltag: Routine und Selbstfürsorge

In unsicheren Zeiten geben feste Strukturen psychologischen Halt. Einfache Alltagsrituale wirken der Angst entgegen. Vernachlässigen Sie dabei nicht die Grundlagen:
* Ausreichend Schlaf
* Regelmäßige Mahlzeiten
* Bewegung

Aktives Handeln im eigenen Umfeld bekämpft das Gefühl der Ohnmacht. Ob ehrenamtliches Engagement oder die Pflege sozialer Kontakte – es stärkt die Selbstwirksamkeit. Schaffen Sie bewusst positive Momente, etwa durch einen Spaziergang oder ein Treffen mit Freunden.

Was tun, wenn die Sorgen überhandnehmen?

Ein Schlüssel liegt darin, beeinflussbare von nicht beeinflussbaren Faktoren zu unterscheiden. Akzeptieren Sie, was Sie nicht ändern können, und fokussieren Sie Ihre Energie auf das Gestaltbare. Achtsamkeitsübungen können helfen, eine gelassenere Haltung zu entwickeln.

Sprechen Sie über Ihre Ängste! Der Austausch mit Vertrauenspersonen wirkt entlastend und reduziert Isolation. Sollten Angst und Belastung jedoch den Alltag dauerhaft dominieren, ist professionelle Hilfe ratsam. Nutzen Sie die Angebote von Beratungsstellen.

Warum trifft es uns diesmal besonders hart?

Die aktuellen Krisen treffen auf eine Gesellschaft, deren psychische Ressourcen durch Ereignisse wie die Pandemie bereits strapaziert sind. Diese „Polykrise“ führt zu einer kumulativen Belastung. Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen oder in prekären Lagen.

Doch es gibt eine gute Nachricht: Resilienz ist kein angeborenes Schicksal. „Die Fähigkeit, mit Stress umzugehen, ist dynamisch und kann trainiert werden“, erklärt Professor Klaus Lieb vom Leibniz-Institut für Resilienzforschung. Die Bewältigung früherer Krisen kann uns sogar stärker für neue Herausforderungen machen.

@ boerse-global.de