Psychische Gesundheit: Kinder in Deutschland unter Druck
27.01.2026 - 07:04:12Die Zahl stationärer Behandlungen von Kindern und Jugendlichen wegen psychischer Probleme ist in vier Jahren um fast 30 Prozent gestiegen. Das zeigen aktuelle Daten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Experten schlagen Alarm und fordern entschlossenes Handeln.
Dramatischer Anstieg der Klinikfälle
Im vergangenen Jahr mussten 44.381 Minderjährige wegen der fünf häufigsten psychischen Diagnosen im Krankenhaus behandelt werden. Vier Jahre zuvor waren es noch 34.499 Fälle. Diese Zahlen belegen eine wachsende Notlage und zeigen das Versorgungssystem an seiner Belastungsgrenze.
Die Gründe sind vielfältig: Globale Krisen wie Kriege und Klimawandel belasten junge Menschen ebenso wie gesellschaftlicher Druck und Zukunftsängste. Laut der COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf gilt fast jedes vierte Kind in Deutschland als psychisch auffällig. Besonders betroffen sind Mädchen und junge Frauen.
Monatelange Wartezeiten auf Therapieplätze
Die Folgen spürt das Gesundheitssystem direkt. “Die Wartezeiten für einen Therapieplatz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie betragen derzeit vier bis sechs Monate”, warnt DKG-Vorstandsvorsitzender Gerald Gaß. Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) befürchtet, dass sich Probleme ohne rechtzeitige Behandlung manifestieren oder chronisch werden.
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Die Situation verschärft ein Mangel an Fachkräften und Therapieplätzen. Doch wo setzt man an, wenn das System bereits überlastet ist?
Prävention rückt in den Fokus
Experten fordern, Unterstützung niederschwellig und direkt in den Lebenswelten der Kinder anzubieten – also in Kitas und Schulen. Die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie “Mentale Gesundheit für junge Menschen”, deren erste Schritte für dieses Jahr geplant sind.
Ein zentraler Baustein ist das Startchancen-Programm:
* Bund und Länder stellen über zehn Jahre 20 Milliarden Euro bereit
* Das Geld fließt an Schulen in sozial benachteiligten Lagen
* Finanziert werden können auch Maßnahmen zur mentalen Gesundheit
* Multiprofessionelle Teams mit psychologischen Fachkräften sollen aufgebaut werden
Private Initiativen wie die der DPD Stiftung ergänzen diese Bemühungen mit Workshops für Grundschulkinder, Lehrkräfte und Eltern.
Familie als Schlüsselfaktor
Die psychische Gesundheit von Kindern hängt eng mit dem Wohlbefinden der gesamten Familie zusammen. Studien zeigen ein deutlich höheres Risiko für Kinder aus psychisch oder suchtbelasteten Familien. In Deutschland sind etwa drei bis vier Millionen Minderjährige von der Erkrankung eines Elternteils betroffen.
Sozioökonomische Faktoren spielen eine entscheidende Rolle: Kinder aus Familien mit geringem Einkommen entwickeln häufiger emotionale Probleme. Neue Studien belegen zudem einen alarmierenden Zusammenhang zwischen Übergewicht und psychischen Erkrankungen wie Depressionen – verstärkt durch Mobbing und soziale Ausgrenzung.
Die Bundespsychotherapeutenkammer fordert, die psychische Gesundheit junger Menschen ins Zentrum politischer Entscheidungen zu rücken. Die geplanten Strategien sind erste Schritte, doch Experten betonen: Es braucht eine langfristige, gut finanzierte Gesamtstrategie, die Prävention, Hilfsangebote und Therapie vernetzt.
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