PSI, Software

PSI Software Aktie: Delisting kommt

16.01.2026 - 14:36:31

Der US-Investor Warburg Pincus hat mit einem Übernahmevolumen von über 700 Millionen Euro die Kontrolle über PSI Software erlangt und strebt ein rasches Delisting an.

PSI Software steht vor einem tiefen Einschnitt: Nach dem erfolgreichen Einstieg von Warburg Pincus soll die Aktie von der Börse genommen werden. Der US-Finanzinvestor hat sich eine klare Mehrheit gesichert und kündigt ein rasches Delisting an. Für verbleibende Aktionäre rückt damit die Frage in den Vordergrund, wie es mit ihrer Beteiligung nach dem Rückzug vom Kapitalmarkt weitergeht.

Übernahme im Überblick

Das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot für PSI Software ist abgeschlossen. Nach Ablauf der zusätzlichen Annahmefrist am 2. Januar 2026 kontrolliert die von Warburg Pincus indirekt beherrschte Zest Bidco GmbH den Großteil der Anteile.

Die zentralen Eckdaten:

  • Übernahmevolumen: über 700 Millionen Euro
  • Angebotspreis: 45,00 Euro je Aktie
  • Gesicherte Anteile: 83,24 % aller Aktien (81,72 % direkt, Rest über Finanzinstrumente)
  • Closing: erwartet im ersten Quartal 2026

Mit einer Beteiligung von über 80 Prozent verfügt Warburg Pincus über eine komfortable Mehrheit, um die weitere Ausrichtung des Unternehmens maßgeblich zu bestimmen.

Delisting als nächster Schritt

Warburg Pincus plant, PSI Software „so schnell wie möglich“ von der Börse zu nehmen. Als Gründe nennt der Investor mehr finanzielle Flexibilität und eine stabilere Eigentümerstruktur außerhalb des Kapitalmarkts.

Der Vorstand unterstützt diesen Kurs. Aus Sicht des Managements lässt sich die langfristige Unternehmensstrategie abseits der Börse besser umsetzen. Das Delisting ist damit nicht nur von der Investorenseite, sondern auch intern klar gewollt.

Für die verbliebenen Aktionäre hat das spürbare Folgen: Nach dem Delisting wird die Handelbarkeit der Aktie deutlich eingeschränkt sein, da der organisierte Börsenhandel entfällt und Transaktionen nur noch außerbörslich möglich sein dürften.

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Regulatorische Genehmigungen und Eigentümerprofil

Der finale Vollzug der Transaktion hängt noch von ausstehenden behördlichen Genehmigungen ab. Nach deren Erteilung wird das Closing im ersten Quartal 2026 erwartet.

Warburg Pincus zählt zu den großen internationalen Private-Equity-Investoren. Der Vermögensverwalter managt weltweit mehr als 85 Milliarden US-Dollar und hat seit 1966 in über 1.000 Unternehmen investiert. Aktuell umfasst das Portfolio mehr als 215 aktive Beteiligungen. PSI Software fügt sich damit in eine breit diversifizierte Private-Equity-Strategie ein.

Geschäftsentwicklung bleibt robust

Parallel zur Übernahme läuft das operative Geschäft von PSI Software weiter positiv. In den ersten neun Monaten 2025 legten die Auftragseingänge um 36,4 Prozent auf 269 Millionen Euro zu. Der Konzernumsatz stieg im gleichen Zeitraum um 14,8 Prozent auf 203,6 Millionen Euro.

Damit untermauert das Unternehmen, dass der geplante Rückzug von der Börse nicht aus einer akuten wirtschaftlichen Schwäche heraus erfolgt, sondern trotz wachsender Geschäfte.

Bereits im Februar 2026 steht mit der Messe E-world energy & water der nächste Branchenauftritt an, auf dem PSI sein integriertes Energiesoftware-Portfolio präsentieren will. Für die Zeit nach dem Delisting zeichnet sich damit ein klarer Fokus auf die Weiterentwicklung des operativen Geschäfts unter dem Dach des neuen Mehrheitseigners ab.

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