Pronto und Heidelberg Materials automatisieren Kalkstein-Abbau
16.01.2026 - 01:33:12Autonome Lkw transportieren in Texas zwei Millionen Tonnen Kalkstein – ein Meilenstein für die flexible Automatisierung in der Baustoffindustrie.
Das Technologieunternehmen Pronto und der Baustoffriese Heidelberg Materials haben einen Durchbruch in der Industrieautomatisierung verkündet. In einem Steinbruch in Texas haben autonome Lastwagen in weniger als acht Monaten über zwei Millionen Tonnen Kalkstein bewegt. Entscheidend ist dabei: Das System funktionierte mit Fahrzeugen verschiedener Hersteller gleichzeitig. Diese Flexibilität könnte die Automatisierung für die gesamte Branche zugänglicher machen.
Der Erfolg im Lake-Bridgeport-Steinbruch basiert auf Prontos Autonomous Haulage System (AHS). Es steuerte parallel Caterpillar- und Komatsu-Laster. Bisher waren solche Systeme meist auf eine Marke beschränkt, was Unternehmen in eine Abhängigkeit trieb. „Echte Skalierbarkeit bedeutet, bestehende Fahrzeuge automatisieren zu können – unabhängig vom Hersteller“, erklärt Pronto-Chef Anthony Levandowski. Diese Herstellerunabhängigkeit gilt als erster großer Schritt für Nordamerikas Aggregatindustrie.
Autonome Lkw erhöhen die Effizienz – doch falsch gesicherte oder unzureichend geschulte Teams machen Transportsysteme anfällig für Unfälle und teure Schäden. Ein kostenloses Komplettpaket zur Unterweisung Ladungssicherung bietet fertige PowerPoint‑Folien, Quiz, Checklisten und einen Unterweisungsnachweis, mit dem Fuhrparkleiter und Sicherheitsbeauftragte Fahrer schnell und rechtssicher schulen können. Ideal, um moderne Flotten – autonom oder manuell – zuverlässig abzusichern. Unterweisung Ladungssicherung: Gratis-Komplettpaket herunterladen
KI statt teurer Sensoren: Die Vision-basierte Lösung
Pronto setzt auf einen „KI-zuerst“-Ansatz. Statt auf teure LiDAR- oder Radarsensoren verlässt sich das System auf Kameras und künstliche Intelligenz. Diese verarbeitet Echtzeitdaten aus dem unwegsamen Gelände, erkennt Hindernisse und plant Routen dynamisch neu. Ein großer Vorteil: Die Einrichtung dauert nur Wochen, nicht Monate. Für die gesamte Flottensteuerung sind weniger als 5 Mbps Netzwerkbandbreite nötig – ideal für abgelegene Standorte.
Mehr Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit
Für Heidelberg Materials zahlt sich die Automatisierung mehrfach aus. Sie steigert die Sicherheit und Effizienz und mildert den chronischen Fachkräftemangel für anspruchsvolle Fahrerjobs. Zudem fahren die autonomen Lkw kraftstoffsparender und schonen Reifen. Das trägt direkt zu den Nachhaltigkeitszielen des Konzerns bei. Die Technologie liefert also einen klaren Return on Investment.
Globale Expansion geplant
Der Meilenstein ist die Grundlage für eine globale Vereinbarung von Februar 2025. Heidelberg Materials will Prontos System auf über 100 Lkw weltweit ausrollen. In Nordamerika ist Pronto sogar exklusiver Partner. Nach dem Proof-of-Concept in Texas sollen Dutzende weitere Standorte in Nordamerika, Europa und Asien folgen.
Die Partnerschaft positioniert beide Unternehmen an der Spitze eines Branchenwandels. Während große Hersteller eigene proprietäre Systeme anbieten, ermöglicht Prontos herstellerunabhängige Plattform eine Modernisierung bestehender Flotten. Dies könnte die Adoption autonomer Lösungen in der gesamten Schwerindustrie beschleunigen. Der Wettlauf um die Automatisierung der Rohstoffgewinnung hat eine neue Dynamik erhalten.


