Potsdamer, Kompaktkurs

Potsdamer Kompaktkurs startet Weiterbildung in Spezieller Schmerztherapie

17.01.2026 - 21:15:12

Ein Intensivlehrgang in Potsdam ermöglicht Ärzten die Zusatzbezeichnung "Spezielle Schmerztherapie", was insbesondere für die Abrechnung von Akupunktur mit Krankenkassen entscheidend ist.

In Potsdam hat heute ein entscheidender Kompaktkurs zur Erlangung der Zusatzbezeichnung “Spezielle Schmerztherapie” begonnen. Der Intensivlehrgang vertieft die Kompetenzen von Ärzten in der Behandlung chronischer Schmerzen – und ist besonders für Akupunkteure relevant, die ihre Leistungen künftig mit den Kassen abrechnen wollen. Dies unterstreicht die wachsende Integration von Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) in die etablierte Schmerzbehandlung.

Der 80-stündige Kurs startete am Samstag mit seiner finalen Präsenzphase auf dem Campus Charlottenstraße des Klinikums Ernst von Bergmann. Die hohe Nachfrage spiegelt den steigenden Bedarf an umfassend ausgebildeten Schmerztherapeuten wider. Chronische Schmerzen sind inzwischen zu einer Volkskrankheit geworden.

Bundesweit standardisierte Ausbildung nach Kursbuch

Der Potsdamer Kompaktkurs orientiert sich streng am Kursbuch der Bundesärztekammer. Das garantiert eine bundesweit anerkannte und standardisierte Ausbildung. Als Blended-Learning-Format kombiniert er flexible Online-Einheiten mit einem Webinar und der nun laufenden, fünftägigen Präsenzphase vom 17. bis 21. Januar.

Anzeige

Nacken pocht, Rücken zieht? Viele Schmerzpatienten suchen neben schulmedizinischen Optionen nach schnellen, nebenwirkungsarmen Hilfen. Ein kostenloser PDF‑Report zeigt 101 bebilderte Akupressur‑Druckpunkte aus der TCM, mit denen sich viele Beschwerden oft in Minuten lindern lassen – ohne Nadeln oder Tabletten. Kostenlosen Akupressur-Guide anfordern

Unter Leitung erfahrener Mediziner wie Dr. Martin Heurich (Klinikum Ernst von Bergmann) und Dr. Andreas Kopf (Charité Berlin) erhalten die Teilnehmer theoretische und praktische Kenntnisse. Das Curriculum deckt ein breites Spektrum ab: von muskuloskelettalen und neuropathischen Schmerzen über Kopf- und Tumorschmerzen bis hin zu Schmerzzuständen bei Kindern und Senioren.

Schlüssel für Akupunktur-Ärzte: Die Abrechnung mit den Kassen

Eine wesentliche Zielgruppe sind Ärzte mit der Zusatzbezeichnung “Akupunktur”. Für sie ist der 80-Stunden-Nachweis in spezieller Schmerztherapie eine zwingende Voraussetzung. Nur so können sie Akupunkturleistungen nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen.

Diese regulatorische Vorgabe zeigt die enge Verzahnung komplementärmedizinischer Verfahren mit den Strukturen des deutschen Gesundheitssystems. Sie stellt sicher, dass die Nadeltherapie in ein fundiertes, schulmedizinisches Schmerzkonzept eingebettet ist. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt zur Qualitätssicherung und zur Förderung einer integrativen Medizin.

Antwort auf die Volkskrankheit chronischer Schmerz

Die Behandlung chronischer Schmerzen erfordert einen multimodalen und interdisziplinären Ansatz. Fortbildungen wie dieser sensibilisieren Ärzte verschiedener Fachrichtungen für die Komplexität von Schmerzerkrankungen. Das Kurskonzept beinhaltet daher nicht nur medikamentöse Therapien, sondern auch psychische und psychosomatische Wechselwirkungen.

Die Anerkennung durch die Landesärztekammer Brandenburg ermöglicht den Absolventen den offiziellen Erwerb der Zusatzbezeichnung. Diese Qualifikation gewinnt angesichts des demografischen Wandels und der Zunahme chronischer Erkrankungen stetig an gesellschaftlicher Relevanz.

Trend zur integrativen Medizin setzt sich fort

Der Start des Kurses markiert einen wichtigen Termin im Fortbildungskalender. Die anhaltend hohe Nachfrage zeigt sich auch im Angebot anderer Akademien für 2026. Die Kombination aus E-Learning und Präsenzphasen hat sich als effektives Modell für die berufsbegleitende Weiterbildung etabliert.

Fachleute erwarten eine weitere Stärkung des bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells, das körperliche, psychische und soziale Faktoren gleichermaßen berücksichtigt. Kurse wie der in Potsdam, die explizit auch TCM-erfahrene Ärzte ansprechen, belegen den fortschreitenden Trend. Die systematische Verknüpfung von evidenzbasierter Schulmedizin und bewährten komplementären Methoden soll die Versorgungsqualität für Millionen Schmerzpatienten weiter verbessern.

Anzeige

PS: Für Ärztinnen, Ärzte und Akupunkteure, die ihre Patienten ganzheitlich unterstützen möchten: Der Gratis‑Report erklärt, welche Akupressur‑Punkte bei Rücken-, Schulter‑ oder Kniebeschwerden besonders hilfreich sind – inklusive klarer Fotos und Anwendungs‑Tipps. So lassen sich TCM‑Methoden schnell ergänzend in Praxis oder Alltag anwenden. Jetzt Akupressur-Report sichern

@ boerse-global.de