Polizei, Online-Anlagebetrug

Polizei warnt vor gefährlichem Online-Anlagebetrug

09.02.2026 - 15:15:12

Behörden warnen am Safer Internet Day vor gefälschten Brokerplattformen und erläutern die perfiden Methoden der Täter sowie klare Warnsignale für Anleger.

Am morgigen Safer Internet Day schlagen Polizeibehörden bundesweit Alarm. Sie warnen eindringlich vor Cybertrading Fraud, einer perfiden Masche mit Millionenschäden. Kriminelle locken Anleger auf gefälschte Plattformen und erbeuten so oft das gesamte Ersparnis.

Unter dem Motto „Together for a better Internet“ klären Polizeidienststellen heute mit Vorträgen und Infoständen auf. Sie wollen Bürger für die Risiken sensibilisieren und konkrete Schutzmaßnahmen vermitteln.

So läuft die perfide Masche ab

Die Betrüger agieren hochprofessionell. Oft beginnt alles mit verlockenden Werbeanzeigen in Sozialen Medien, die mit Promi-Gesichtern locken. Nach dem ersten Kontakt meldet sich ein persönlicher „Broker“.

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  • Dieser baut per Telefon oder Messenger ein intensives Vertrauensverhältnis auf.
  • Eine geringe Ersteinzahlung (ca. 250 Euro) dient als Köder.
  • Auf manipulierten Konten gaukeln die Täter dann rasante Gewinne vor, um zu höheren Investitionen zu drängen.
  • Manchmal zahlen sie sogar kleine Summen aus, um glaubwürdig zu wirken.
  • Oft fordern sie Fernzugriff auf den PC – angeblich zur Hilfe, in Wahrheit für Datenklau.

Diese Warnsignale sollten Sie kennen

Die Polizei nennt klare Alarmzeichen. Das größte: das Versprechen hoher Renditen ohne Risiko. Seriöse Anlagen bergen immer Gefahren.

Weitere Warnsignale sind:
* Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum der Anbieter-Website.
* Die Aufforderung, Geld auf Privatkonten oder an unbekannte ausländische Banken zu überweisen.
* Unaufgeforderte Kontaktaufnahmen durch angebliche Finanzberater – das ist in Deutschland verboten.
* Plötzlich forderte „Steuern“ oder „Gebühren“ vor einer Auszahlung.

Experten raten: Prüfen Sie Anbieter gründlich, schauen Sie in die Warnlisten der BaFin und seien Sie bei unerbetenen Angeboten extrem misstrauisch.

Immer professioneller: Das Geschäft mit der Hoffnung

Cybertrading Fraud ist Teil der rasant wachsenden Internetkriminalität. Die Täter agieren international aus organisierten Callcentern und nutzen psychologische Tricks gezielt aus.

Besonders perfide ist der „Recovery Scam“: Hier kontaktieren neue Betrüger die bereits Geschädigten. Sie geben sich als Anwälte oder Polizisten aus und versprechen, das verlorene Geld – gegen Vorkasse – zurückzuholen. Das führt zu einem doppelten finanziellen Desaster.

Die Behörden erwarten, dass die Masche noch überzeugender wird, etwa durch den Einsatz von KI für Deepfake-Videos. Daher bleibt Aufklärung das wichtigste Werkzeug. Die Botschaft ist klar: Bei unrealistischen Versprechen im Netz den gesunden Menschenverstand einschalten. Wer betroffen ist, sollte sofort Anzeige erstatten und den Kontakt abbrechen.

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