PFAS-Verbot, Feuerlöscher

PFAS-Verbot: Feuerlöscher müssen bis 2026 umgerüstet werden

07.02.2026 - 02:17:12

Neue EU-Regulierung verbietet ab Oktober 2026 PFAS-haltige Löschschäume, während für Schutzkleidung von Feuerwehren längere Übergangsfristen gelten. Betriebe müssen ihre Bestände umstellen.

Eine neue EU-Regulierung zwingt Unternehmen und Feuerwehren zum Austausch ihrer Feuerlöschmittel. Während für Löschschäume klare Fristen gelten, bleibt die Situation bei Schutzkleidung unklar. Die Zeit für die Umstellung drängt.

Ab dem 23. Oktober 2026 ist der Verkauf neuer Feuerlöscher mit PFAS-haltigen Löschschäumen in der EU verboten. Diese als „Ewigkeitschemikalien“ bekannten Stoffe stehen wegen ihrer extremen Langlebigkeit und möglicher Gesundheitsrisiken in der Kritik. Für Tausende deutsche Betriebe bedeutet das: Sie müssen ihre Bestände überprüfen und rechtzeitig auf fluorfreie Alternativen umstellen.

Stichtag Oktober 2026: Das Ende für PFAS-Löschschäume

Die Fristen sind verbindlich. Ab dem 23. Oktober 2026 dürfen keine neuen tragbaren Feuerlöscher mit PFAS-Schaum mehr in den Verkehr gebracht werden. Für spezielle, alkoholbeständige Schaummittel gilt eine verlängerte Frist bis April 2027.

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Bereits installierte Löscher dürfen noch bis zum 31. Dezember 2030 genutzt werden. Danach müssen sie außer Betrieb genommen und fachgerecht entsorgt werden. Ab Oktober 2026 gilt zudem eine Kennzeichnungspflicht für alle verbleibenden PFAS-haltigen Schäume und kontaminierten Abfälle. Ziel ist es, die gefährlichen Stoffe aus dem Kreislauf zu nehmen und Umweltkontaminationen zu stoppen.

Praxischeck: So gelingt die Umstellung in Betrieben

Was müssen Verantwortliche jetzt tun? Der erste Schritt ist eine sorgfältige Bestandsaufnahme. Welche Löscher enthalten die verbotenen Stoffe? Experten raten davon ab, nur das Löschmittel in bestehenden Behältern auszutauschen. Aufgrund von Kontaminationsrisiken ist der komplette Austausch des Geräts meist die einzig sichere Lösung.

Deutsche Hersteller bieten bereits eine breite Palette an leistungsstarken, fluorfreien Alternativen an. Die Entsorgung der alten PFAS-Löschmittel ist jedoch eine Herausforderung. Sie gelten als gefährlicher Abfall und müssen über zertifizierte Fachbetriebe entsorgt werden, um Boden und Grundwasser zu schützen.

Schutzkleidung: Der schwierige Sonderfall für Feuerwehren

Während für Löschmittel klare Regeln gelten, ist die Lage bei der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) komplexer. PFAS werden in Feuerwehrjacken und -hosen verwendet, um sie wasser-, chemikalien- und hitzebeständig zu machen. Ein kurzfristiges EU-Verbot für diesen Bereich steht 2026 nicht an.

Der Grund: Die Anwendung gilt derzeit als „essenziell“. Es gibt Bedenken, dass PFAS-freie Alternativen nicht das gleiche hohe Schutzniveau bieten. Daher sehen Entwürfe für eine EU-weite PFAS-Beschränkung lange Übergangsfristen für Schutzkleidung vor. Gleichzeitig wächst der Druck. Studien deuten auf Gesundheitsrisiken wie ein erhöhtes Krebsrisiko durch PFAS-Anreicherung im Körper hin. In den USA gehen mehrere Bundesstaaten mit Verboten ab 2027 voran.

Globaler Trend: Der Ausstieg ist unumkehrbar

Die Regulierung von PFAS ist Teil eines globalen Paradigmenwechsels. Die Erkenntnisse über die Schäden für Umwelt und Gesundheit treiben den Ausstieg voran. Für Feuerlöscher ist der Weg bis 2030 vorgezeichnet.

Bei der Schutzkleidung forschen Hersteller unter Hochdruck an sicheren Alternativen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die EU auch hier einen klaren Ausstiegspfad definiert – der sowohl die Sicherheit der Einsatzkräfte als auch den Umweltschutz gewährleistet. Für Unternehmen heißt die Devise jetzt: handeln, umstellen und für die Zukunft rüsten.

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