Personalausweis, Senioren

Personalausweis wird teurer – Senioren erhalten lebenslange Gültigkeit

04.01.2026 - 20:30:11

Ab sofort kostet der Personalausweis für Erwachsene 46 Euro. Doch für Bürger über 70 soll die lästige Zehnjahres-Erneuerung bald entfallen. Die Reformen sind Teil der digitalen Transformation der Verwaltung.

Der Besuch beim Bürgeramt wird teurer. Seit dem 1. Januar 2026 müssen Erwachsene ab 24 Jahren für einen neuen Personalausweis 46,00 Euro zahlen. Bisher waren es 37,00 Euro. Für Jugendliche unter 24 erhöht sich die Gebühr von 22,80 auf 27,60 Euro. Das Bundesinnenministerium begründet den Anstieg mit höheren Produktionskosten und verbesserten digitalen Sicherheitsmerkmalen. Diese sollen Identitätsdiebstahl erschweren und die wachsende Zahl digitaler Verwaltungsdienste absichern.

Es ist die erste größere Gebührenanpassung seit Jahren. Sie folgt auf die im Mai 2025 eingeführte Pflicht für rein digitale biometrische Fotos. Diese Regelung soll sogenannte „Morphing“-Angriffe verhindern, bei denen Gesichter manipuliert werden, um Gesichtserkennungssysteme zu täuschen.

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Entlastung für Senioren in Sicht

Während die Gebühren steigen, gibt es gute Nachrichten für ältere Bürger. Im Rahmen des „Modernisierungsprogramms Deutschland“ von Bund und Ländern soll für Menschen ab 70 Jahren die zehnjährige Verlängerungspflicht entfallen. Der Ausweis erhält dann unbefristete Gültigkeit.

Derzeit muss jeder Erwachsene über 24 seinen Ausweis alle zehn Jahre erneuern. Die neue Regelung, die noch in ein Gesetz gegossen werden muss und bis Ende 2026 in Kraft treten soll, entlastet vor allem Senioren mit eingeschränkter Mobilität. Auch überlastete Bürgerämter würde es entlasten. Die freiwillige Neubeantragung bleibt möglich – etwa für ein aktuelleres Foto oder modernere digitale Funktionen.

Countdown für die digitale Brieftasche läuft

Die Gebührenanpassung und die geplante Gültigkeitsreform sind Teil einer umfassenden Digitalisierung. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) bestätigte Ende Dezember den Fahrplan für die digitale Identitätsbrieftasche. Der vollständige Rollout der Smartphone-App ist für den 2. Januar 2027 geplant.

Die digitale Brieftasche soll dann den Online-Ausweis, den Führerschein und die Fahrzeugzulassung enthalten. Die EU schreibt ihren Mitgliedsstaaten vor, bis 2027 eine solche Lösung anzubieten. Deutschland will die technische Infrastruktur so robust gestalten, dass alltägliche Transaktionen wie Altersverifikation im Supermarkt oder Online-Kontoeröffnungen reibungslos funktionieren.

Bis zum Start 2027 bleibt die „Online-Ausweis“-Funktion des physischen Dokuments die primäre digitale Identifizierungsmethode. Die höheren Gebühren sollen laut Regierung die sichere physische Infrastruktur für diesen Übergang finanzieren.

Was kommt 2026?

Für die Bürger bedeutet 2026 ein Übergangsjahr. Die höheren Gebühren gelten bereits. Das Gesetz zur unbefristeten Gültigkeit für Senioren durchläuft dagegen noch das parlamentarische Verfahren. Experten rechnen mit einer Verabschiedung vor der Sommerpause und einem Inkrafttreten im Herbst 2026.

Gleichzeitig wird das Bundesinnenministerium die Öffentlichkeitsarbeit für den „Smart-eID“ und die kommende EU-Brieftasche verstärken. Nach der Gebührenerhöhung steht die Regierung unter Druck, den Bürgern den versprochenen digitalen Komfort auch tatsächlich zu liefern.

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