Personalausweis, Gebühren

Personalausweis wird teurer: Neue Gebühren ab sofort in Kraft

07.02.2026 - 01:32:12

Die Gebühren für den deutschen Personalausweis steigen ab sofort deutlich. Die Erhöhung betrifft Bürger und Unternehmen gleichermaßen und soll gestiegene Herstellungs- und Verwaltungskosten decken.

Ab heute kostet der deutsche Personalausweis mehr. Eine neue Verordnung passt die Gebühren an gestiegene Herstellungs- und Verwaltungskosten an. Für Millionen Bürger und auch für Unternehmen hat das konkrete finanzielle Folgen.

Was die neuen Gebühren bedeuten

Die Erhöhung trifft unterschiedliche Altersgruppen. Für Erwachsene ab 24 Jahren steigt die Gebühr für den zehn Jahre gültigen Ausweis von 37 auf 46 Euro. Für Jugendliche und junge Erwachsene unter 24 Jahren erhöht sich der Preis für den sechs Jahre gültigen Ausweis von 22,80 auf 27,60 Euro. Einzig der vorläufige Personalausweis bleibt bei 10 Euro. Zusätzliche Kosten von etwa 6 Euro können für Passbilder direkt im Bürgeramt anfallen.

Hintergrund ist die „Verordnung zur Entlastung der Bundespolizei und der Verwaltung“ (VerwaltEntlastVO). Sie trat nach Bundesratsbeschluss und Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt nun in Kraft. Die bisherigen Gebühren deckten laut Behörden die realen Kosten nicht mehr, was kommunale Haushalte belastete.

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Warum die Preise steigen müssen

Die Begründung der Regierung ist klar: Das Kostendeckungsprinzip muss wiederhergestellt. Die gestiegenen Produktionspreise der staatlichen Bundesdruckerei und höhere Verwaltungsaufwände sollen nun von den Antragstellern getragen werden. Ist das gerechtfertigt oder einfach nur eine weitere Abgabe für den Bürger?

Die Verordnung ist Teil einer größeren Strategie zur Verwaltungsmodernisierung. Langfristig sollen Prozesse effizienter und digitaler werden. Die Gebührenerhöhung soll die Finanzierung dieser Digitalisierungsschritte, wie den weiteren Ausbau der Online-Ausweisfunktion (eID), mit sichern.

Das müssen Unternehmen jetzt beachten

Die Änderung betrifft nicht nur Privatpersonen. Vor allem Personalabteilungen und Compliance-Beauftragte in Unternehmen sind gefordert. Firmen, die für ihre Mitarbeiter – insbesondere im internationalen Kontext – die Kosten für amtliche Dokumente übernehmen, müssen ihre Budgets anpassen.

Die Kenntnis der neuen Regelungen ist essenziell. Die aktivierte eID-Funktion des Personalausweises wird für viele digitale Behördengänge von Arbeitnehmern benötigt. Unternehmen sollten ihre Belegschaft transparent über die neue Gebührenstruktur informieren. Das vermeidet Missverständnisse und unterstützt Mitarbeiter bei notwendigen Anträgen.

Ein Schritt in die digitale Zukunft?

Die Gebührenanpassung ist mehr als eine simple Preiserhöhung. Sie ist ein Indikator für den Umbau der deutschen Verwaltung. Experten sehen darin eine Voraussetzung für künftige Services, wie den postalischen Direktversand von Ausweisen oder vollständig digitale Antragsverfahren.

Kurzfristig bedeutet dies höhere Kosten für Bürger und Unternehmen. Die Hoffnung der Politik liegt auf langfristigen Effizienzgewinnen und einer bürgerfreundlicheren Digitalverwaltung. Ob dieser Trade-off aufgeht, wird die Praxis zeigen. Für Unternehmen bleibt die Aufgabe, ihre internen Prozesse flexibel an den sich wandelnden behördlichen Rahmen anzupassen.

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