Pendlereuro, Berufspendler

Pendlereuro verdreifacht sich ab sofort

01.01.2026 - 13:04:12

Österreichische Berufspendler erhalten ab sofort deutlich mehr Geld zurück, da der steuerliche Absetzbetrag von zwei auf sechs Euro pro Kilometer steigt. Besonders im Wiener Umland kommt eine zusätzliche regionale Förderung hinzu.

Ab heute erhalten Berufspendler in Österreich deutlich mehr Geld zurück. Der steuerliche Absetzbetrag, der sogenannte Pendlereuro, steigt von zwei auf sechs Euro pro Kilometer. Besonders profitieren tausende Pendler aus dem Wiener Umland. Parallel dazu treten in Niederösterreich verbesserte Richtlinien für die regionale Pendlerhilfe in Kraft.

Für viele Haushalte bedeutet das eine doppelte Entlastung. Die Maßnahme wurde bereits im Vorjahr beschlossen und zählt zu den größten steuerlichen Erleichterungen für Pendler seit Jahren.

So wirkt sich die Verdreifachung aus

Der Pendlereuro wirkt direkt von der Steuerschuld – also „Netto für Brutto“. Ein konkretes Rechenbeispiel zeigt die Dimension: Wer täglich 30 Kilometer zur Arbeit pendelt, erhielt bisher 60 Euro pro Jahr. Ab sofort sind es 180 Euro. Bei 60 Kilometern steigt der Betrag von 120 auf 360 Euro jährlich.

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Die Gutschrift erfolgt automatisch über die Lohnverrechnung. Steuerberater raten, zu prüfen, ob das Formular L34 beim Arbeitgeber aktuell ist, um die Entlastung sofort mitzunehmen.

Doppelter Bonus für Niederösterreich

Bewohner des Wiener Umlands erhalten einen zweiten Vorteil. Das Land Niederösterreich hat seine Pendlerhilfe zum gleichen Stichtag angepasst. Diese direkte Förderung gibt es zusätzlich zum Bundesbetrag.

  • Die Einkommensgrenzen wurden deutlich angehoben.
  • Die maximale Förderhöhe beträgt nun bis zu 1.200 Euro pro Jahr.
  • Ein „ÖKO-Bonus“ von 20 Prozent gibt es für Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel.

Diese Kombination macht das Wohnen in gut angebundenen Umlandgemeinden finanziell attraktiver.

Kompensation für ausgefallenen Klimabonus

Die massive Erhöhung hat einen politischen Hintergrund. Sie dient vor allem als Ausgleich für das Ende des regionalen Klimabonus, der 2025 auslief.

Damit vollzieht die Politik einen Systemwechsel: Statt einer Pauschalzahlung an alle gibt es nun eine entfernungsabhängige Entlastung für Berufstätige. Kritiker wie der VCÖ sehen darin eine Begünstigung einkommensstärkerer Haushalte im Speckgürtel. Wirtschaftsverbände begrüßen dagegen die gezielte Entlastung der „Leistungsträger“.

Was bedeutet das für den Immobilienmarkt?

Die neue Regelung sendet ein starkes Signal an den Immobilienmarkt im Osten Österreichs. Die „Leistbarkeit des Pendelns“ ist ein zentraler Preisfaktor für Wohnungen und Häuser im Umland.

Durch die steuerliche Entlastung wird der finanzielle Nachteil des Wohnens außerhalb der Stadt teilweise wettgemacht. Das könnte die Nachfrage in Gemeinden entlang der Hauptverkehrsachsen stabilisieren. Für viele Familien wird die monatliche Kostenkalkulation mit dem neuen Jahr günstiger.

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