PayPal-Nutzer kämpfen gegen unbefugte Abbuchungen
11.02.2026 - 14:39:12PayPal-Nutzer erleben eine Welle unautorisierter Abbuchungen. Die Betrugsmaschen umgehen oft den bekannten Käuferschutz des Unternehmens und verursachen erhebliche finanzielle Schäden. Verbraucherschützer warnen eindringlich vor der aktuellen Bedrohungslage.
Im Zentrum stehen raffinierte Phishing-Angriffe und der Missbrauch gestohlener Bankdaten. Kriminelle verschicken täuschend echte E-Mails, die angeblich von PayPal stammen. Sie fordern unter Vorwänden wie einer „dringenden Kontoprüfung“ zur Eingabe von Zugangsdaten auf. Wer auf die Links klickt, landet auf gefälschten Seiten.
Besonders heikel ist der Missbrauch der Gastzahlungs-Funktion. Betrüger nutzen gestohlene IBANs, um per Lastschrift zu bezahlen – ohne PayPal-Konto und ohne die Sicherheitshürde der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die Opfer bemerken die Abbuchungen oft erst auf ihrem Kontoauszug.
Warum der Käuferschutz oft versagt
Viele Nutzer vertrauen fälschlicherweise blind auf den PayPal-Käuferschutz. Doch dieser gilt nur für nicht gelieferte oder mangelhafte Ware. Unautorisierte Transaktionen, bei denen sich Dritte illegal Zugang verschafft haben, sind explizit ausgeschlossen.
Zwar ist PayPal gesetzlich zur Rückerstattung solcher Zahlungen verpflichtet. In der Praxis berichten Betroffene jedoch von einem überforderten Kundenservice, Standardantworten und langwierigen Auseinandersetzungen. Am Ende müssen viele ihr Geld vor Gericht einklagen.
Banken stoppten bereits Millionen-Lastschriften
Die Betrugsmaschen werden immer ausgefeilter. Kriminelle nutzen auch die „Freunde und Familie“-Funktion oder gefälschte Rechnungen, um an Geld zu kommen.
Die Dimension des Problems zeigte sich bereits im August 2025: Mehrere deutsche Landesbanken stoppten damals vorübergehend alle PayPal-Lastschriften in Milliardenhöhe. Grund war der Ausfall interner Sicherheitssysteme bei PayPal. Der Vorfall erschütterte das Vertrauen in die Plattform nachhaltig.
So schützen Sie sich wirksam
Experten raten dringend zu proaktivem Schutz. Die wichtigste Maßnahme ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Sie verhindert den Kontozugriff selbst mit gestohlenem Passwort.
Wenn Sie PayPal & Co. per Smartphone nutzen, reicht ein Passwort oft nicht – besonders bei Phishing-Links oder gestohlenen Kontodaten. Ein kostenloser Ratgeber erklärt die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Android-Smartphones, von sicheren App-Einstellungen über automatische Updates bis zur Erkennung gefälschter Links, damit Sie Abbuchungen schneller entdecken und verhindern. Gratis-Sicherheitspaket für Ihr Android herunterladen
Weitere essentielle Schritte sind:
* Regelmäßige Kontrollen: Prüfen Sie Ihre PayPal-Transaktionen und Bankauszüge konsequent.
* Skepsis bei E-Mails: Klicken Sie nie auf Links in verdächtigen Nachrichten. Loggen Sie sich immer direkt über die offizielle App oder Website ein.
* Einzigartige Passwörter: Verwenden Sie für jeden Dienst ein separates, starkes Passwort.
Wer eine unbefugte Abbuchung entdeckt, muss schnell handeln: Sofort bei PayPal und der Bank melden, Passwort ändern und Anzeige bei der Polizei erstatten. Eine lückenlose Dokumentation aller Schritte ist für eine erfolgreiche Rückforderung entscheidend.
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