PayPal, Aktie

PayPal Aktie: Komplexe Umstände?

29.01.2026 - 15:09:31

Mehrere Investmenthäuser stufen PayPal ab und sehen das Unternehmen im Wettbewerb mit Visa und Mastercard unter Druck. Die Quartalszahlen am 3. Februar werden zur Bewährungsprobe.

PayPal gerät kurz vor den Quartalszahlen stärker in die Defensive. Mehrere Investmenthäuser stellen das Geschäftsmodell im aktuellen Wettbewerbsumfeld offen infrage – und setzen die Messlatte für den 3. Februar spürbar höher. Für das Management wird es damit zur Bewährungsprobe, ob die strategischen Initiativen tatsächlich tragen.

Herabstufung verschärft den Abwärtstrend

Den jüngsten Impuls nach unten lieferte Rothschild & Co Redburn mit einer deutlichen Neubewertung. Das Haus stufte die Aktie von „Neutral“ auf „Sell“ ab und senkte das Kursziel auf 50 US‑Dollar. Die Analysten signalisieren damit, dass sie weiteres Rückschlagpotenzial sehen.

Die Folge: zusätzlicher Verkaufsdruck und ein weiterer Stimmungsdämpfer in einem ohnehin schwachen Umfeld. Aus Marktsicht steht dabei weniger die exakte Kursreaktion im Vordergrund als das Signal, dass ein prominentes Research-Haus PayPal nun klar auf die Verliererseite im Payment-Sektor setzt.

In Europa hat sich der Druck bereits in den Kursen niedergeschlagen: In den vergangenen 30 Tagen summiert sich das Minus auf rund 24 Prozent, seit Jahresbeginn auf gut 22 Prozent. Die Notierung liegt aktuell bei 45,17 Euro und damit exakt auf dem 52‑Wochen‑Tief – fast 50 Prozent unter dem Hoch von Anfang Februar 2025.

Wettbewerbsvorteil schwindet?

Inhaltlich zielt Rothschild & Co Redburn vor allem auf den Wettbewerb mit den großen Kartennetzwerken. Aus Sicht der Analysten gerät PayPal in eine „Wettbewerbsnachteils“-Position, weil der Markt sich zunehmend zu Gunsten etablierter Player wie Visa und Mastercard verschiebt. Gemeint ist: Händler und Konsumenten haben heute mehr direkte Alternativen, während klassische Kartenanbieter ihre eigene Präsenz im Online-Zahlungsverkehr ausbauen.

Diese Einschätzung steht nicht isoliert. Morgan Stanley hält bereits ein „Underweight“-Votum auf die Aktie und hat sein Kursziel zuletzt auf 50 von zuvor 51 US‑Dollar leicht reduziert. Begründung dort: ein schwächerer Trend im Kerngeschäft des gebrandeten Checkouts sowie ein insgesamt verhalteneres Wachstum im E‑Commerce. Beides sind zentrale Stellhebel für PayPals operative Dynamik – wenn hier das Tempo nachlässt, drückt das unmittelbar auf die Wachstumsfantasie.

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Damit verdichtet sich das Bild: Mehrere große Adressen sehen PayPal derzeit eher als Nachzügler in einem sich wandelnden Zahlungsmarkt, in dem Karten und alternative Bezahlmethoden um die gleiche Kundenschnittstelle ringen.

Blick auf die Zahlen im Februar

Im Mittelpunkt steht nun der 3. Februar 2026, wenn PayPal die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 vorlegen will. Der Marktkonsens rechnet aktuell mit einem Gewinn je Aktie von etwa 1,28 US‑Dollar. Auf den ersten Blick wäre das ein solides Niveau.

Die jüngsten Abstufungen machen aber deutlich, dass es Analysten und institutionellen Investoren weniger um die absolute Höhe des Ergebnisses geht als um dessen Qualität und Nachhaltigkeit. Kritische Punkte sind vor allem:

  • Wie stark wächst das Kerngeschäft im gebrandeten Checkout noch?
  • Welche Signale sendet das Management für das Gesamtjahr 2026?
  • Welche konkreten Maßnahmen gibt es, um die Position gegenüber Visa und Mastercard zu stärken?

Der anstehende Bericht wird damit zum Testfall, ob PayPal mehr liefern kann als nur „okay“ ausfallende Quartalszahlen. Gelingt es dem Management, ein glaubwürdiges Bild für beschleunigtes Wachstum und eine stabilere Marktstellung zu zeichnen, könnte das den zuletzt deutlich eingetrübten Bewertungsmultiples etwas Luft verschaffen. Bleibt diese Überzeugungsleistung aus, dürfte der aktuelle Abwärtstrend vorerst dominieren.

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