Passwörter, Schwachstelle

Passwörter wie 123456 bleiben 2026 gefährliche Schwachstelle

26.01.2026 - 22:25:12

Einfache Passwörter wie '123456' sind weiterhin weit verbreitet und stellen eine erhebliche Sicherheitsbedrohung dar, insbesondere für Smartphones. Sichere Alternativen wie Passkeys und Zwei-Faktor-Authentifizierung gewinnen an Bedeutung.

Trotz aller Warnungen führen simple Zahlenkombinationen weiter die Ranglisten der häufigsten Passwörter an. Eine neue Analyse von IT-Sicherheitsexperten bestätigt, dass diese alten Schwachstellen auch im Jahr 2026 eine akute Bedrohung darstellen – besonders für Smartphone-Nutzer. Auf den Geräten lagern sensible persönliche und finanzielle Daten, die für Angreifer ein lohnendes Ziel sind.

Warum setzen wir noch immer auf “123456”?

Die Gründe sind tief in der Psychologie verwurzelt: Bequemlichkeit schlägt Sicherheit. Angesichts der vielen Online-Konten greifen Nutzer aus Angst, den Überblick zu verlieren, auf leicht zu merkende Kombinationen zurück. Passwörter wie “password” oder das in Deutschland beliebte “admin” sind nach wie vor weit verbreitet. Diese menschliche Tendenz zur Vereinfachung wird jedoch zum Einfallstor.

Moderne Angriffe knacken Passwörter in Sekunden

Cyberkriminellen nutzen die Schwäche mit hochentwickelten Methoden aus:
* Brute-Force-Angriffe probieren automatisiert Millionen Kombinationen pro Sekunde durch. “123456” fällt so in weniger als einer Sekunde.
* Credential Stuffing nutzt bei einem Datenleck erbeutete Anmeldedaten für andere Dienste – viele Nutzer verwenden Passwörter mehrfach.

Eine Analyse von Kaspersky ergab: Rund 45 Prozent der im Darknet gefundenen Passwörter lassen sich innerhalb einer Minute knacken. Auf dem Smartphone, dem Zugang zu Banking, E-Mails und privaten Fotos, kann ein erfolgreicher Angriff verheerend sein.

Passkeys und Biometrie: Die sicheren Alternativen

Die Tech-Branche forciert den Übergang zu sichereren Methoden. Als vielversprechendste Alternative gelten Passkeys. Sie basieren auf Public-Key-Kryptographie:
* Ein digitales Schlüsselpaar wird erzeugt.
* Der private Schlüssel bleibt sicher auf dem Smartphone und wird per Fingerabdruck oder Gesichtsscan freigegeben.
* Die Gefahr von Phishing entfällt, da kein Passwort mehr abgefangen werden kann.

Tech-Giganten wie Google, Apple und Microsoft treiben die Einführung voran. Diese Methoden bieten nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch mehr Komfort.

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Geteilte Verantwortung: Nutzer und Anbieter

Das Problem schwacher Passwörter ist nicht allein die Schuld der Nutzer. Experten betonen: Auch Dienstanbieter müssen strengere Passwortrichtlinien durchsetzen und Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) fördern. 2FA verlangt neben dem Passwort einen zweiten Nachweis, etwa einen Code aus einer App.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät zu einem Paradigmenwechsel: Statt regelmäßiger Passwortwechsel sollten qualitativ hochwertige, lange und einzigartige Passphrasen im Vordergrund stehen. Ein starkes Passwort sollte demnach entweder kurz und komplex (mindestens acht Zeichen, vier Zeichenarten) oder lang und weniger komplex (mindestens 25 Zeichen) sein.

Wird 2026 das Jahr der passwortlosen Zukunft?

Experten sehen in diesem Jahr einen möglichen Wendepunkt. Die breite Verfügbarkeit von Passkeys und biometrischen Sensoren schafft die technische Grundlage. Die größte Hürde bleibt die Akzeptanz der Nutzer. Bis dahin ist Aufklärung unerlässlich. Die dringende Empfehlung lautet:
* Für jeden Dienst ein einzigartiges, starkes Passwort verwenden.
* Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, wo immer möglich.
* Passwort-Manager nutzen, um den Überblick zu behalten.

@ boerse-global.de