OpenAI schaltet beliebte KI-Modelle ab
12.02.2026 - 23:00:11OpenAI zieht einen Schlussstrich: Ab morgen verschwinden mehrere ältere KI-Modelle aus ChatGPT. Das Unternehmen konzentriert sich damit voll auf seine neueste Generation.
Die Entscheidung betrifft die Modelle GPT-4o, GPT-4.1, GPT-4.1 mini und OpenAI o4-mini. Sie werden ab dem 13. Februar 2026 aus der Benutzeroberfläche von ChatGPT entfernt. Diese strategische Bereinigung soll Ressourcen für die weiterentwickelte GPT-5-Serie bündeln, die sich bereits breit durchgesetzt hat. Für Entwickler ändert sich vorerst nichts: Der Zugriff über die API bleibt erhalten.
Das Ende einer Ära: Abschied von GPT-4o
Besonders der Abschied von GPT-4o ist symbolträchtig. Es ist bereits der zweite Anlauf von OpenAI, das Modell auszumustern. Ein erster Versuch nach dem Start von GPT-5 scheiterte am massiven Protest der Nutzer. Viele schätzten den einzigartigen, warmen und kreativen Gesprächston von GPT-4o.
Die damalige Rücknahme war jedoch kein Rückschritt. Das Feedback der Community floss direkt in die Entwicklung der Nachfolger ein. Die Modelle GPT-5.1 und GPT-5.2 wurden mit verbesserten Persönlichkeitsmerkmalen und mehr Anpassungsmöglichkeiten ausgestattet. Da die tägliche Nutzung von GPT-4o inzwischen auf nur noch 0,1 Prozent der User gesunken ist, sieht OpenAI die Zeit für die endgültige Ablösung gekommen.
Was bedeutet das für die Nutzer?
Für die allermeisten ChatGPT-Nutzer verläuft der Wechsel nahtlos. Unterhaltungen werden automatisch mit den neuesten Standardmodellen fortgesetzt. Wer den speziellen Stil der alten Modelle vermisst, kann die „Benutzerdefinierten Anweisungen“ nutzen, um das Verhalten der neuen KI zu steuern.
Workspace-Administratoren und Teams, die Arbeitsabläufe auf die alten Modelle ausgerichtet haben, sollten ihre Dokumentation und Prompts aktualisieren. Die Deadline für einen reibungslosen Übergang ist der morgige 13. Februar.
Keine Panik für Entwickler – vorerst
Eine entscheidende Unterscheidung betrifft die API. Während die Legacy-Modelle aus der ChatGPT-Oberfläche verschwinden, können Entwickler sie weiterhin über die Programmierschnittstelle nutzen. OpenAI hat für seine API einen separaten Ausmusterungsplan und kündigt Änderungen dort frühzeitig an.
Das gibt Unternehmen Stabilität, die bestimmte Modelle in ihre Dienste integriert haben. Langfristig ist die Richtung aber klar: Die Migration zu neueren Modellen wie GPT-5.2 ist unausweichlich. Entwickler sollten die offiziellen Deprecation-Hinweise von OpenAI im Auge behalten.
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Eine Lehre aus Nutzerfeedback
Der sorgfältigere Umgang mit der zweiten Ausmusterung zeigt, dass OpenAI aus der Vergangenheit gelernt hat. Der anfängliche Widerstand gegen das Ende von GPT-4o machte deutlich: Für Nutzer sind Persönlichkeit und Interaktionsstil einer KI genauso wichtig wie die reine Leistungsfähigkeit.
Indem das Unternehmen diese „weichen“ Faktoren in die GPT-5-Serie integrierte, erkennt es an, dass die qualitative Erfahrung der Mensch-KI-Interaktion entscheidend für Zufriedenheit und Bindung ist. Es ist ein Zeichen für eine reifere KI-Landschaft.
Blick nach vorn: Mehr Kreativität, weniger Zurückhaltung
OpenAI wird seine Ressourcen nun auf die GPT-5-Architektur und ihre Weiterentwicklung konzentrieren. Geplant sind Verbesserungen bei Kreativität und Persönlichkeit sowie eine Reduzierung übervorsichtiger Antworten. Das Ziel ist eine hilfreichere, nuanciertere und natürlichere Konversations-KI.
Für die gesamte Branche ist dies eine Erinnerung an das unerbittliche Tempo der Innovation. Der Prozess, alte Technologie abzulösen und Nutzer mitzunehmen, wird genauso wichtig wie die Einführung neuer Produkte. Die emotionale Bindung der Kunden an bestimmte KI-„Persönlichkeiten“ ist ein Faktor, mit dem alle Anbieter künftig rechnen müssen.
@ boerse-global.de
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