OpenAI baut eigene KI-Hardware statt mit Apple zu fusionieren
18.01.2026 - 22:23:12OpenAI setzt nicht länger auf Partnerschaften mit Tech-Giganten, sondern entwickelt eigene KI-Chips und Geräte. Diese strategische Wende bringt den KI-Pionier in direkte Konkurrenz zu Apple und Google.
Die Entscheidung fiel Ende 2025: Statt Apples bevorzugter KI-Lieferant zu werden, konzentriert sich OpenAI nun auf den Aufbau einer eigenen Hardware-Sparte. Parallel dazu hat Apple eine mehrjährige Partnerschaft mit Google geschlossen. Dessen Gemini-Modelle werden künftig das Herzstück von Apple Intelligence und einem überarbeiteten Siri bilden. ChatGPT bleibt auf Apple-Geräten lediglich eine Option für komplexe Anfragen.
Strategische Wende weg von den Tech-Giganten
Die frühere iOS-Integration von ChatGPT brachte weniger Nutzer als erhofft. Das veranlasste OpenAI zum Umdenken. Apples milliardenschwerer Deal mit Google zeigt zudem die immense Komplexität, eine eigene KI-Infrastruktur aufzubauen. Apple „mietet“ lieber Googles Kapazitäten.
OpenAI geht den entgegengesetzten Weg. Das Unternehmen wettet darauf, dass die wahre KI-Innovation aus der Kontrolle des gesamten Nutzererlebnisses kommt – vom Chip bis zum Endgerät. Ein riskanter, aber potenziell lohnender Schritt.
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Die Ära der KI-eigenen Geräte bricht an
Zentral für diese Strategie ist die Zusammenarbeit mit Star-Designer Jony Ive und seiner Firma io Products, die OpenAI 2025 übernahm. Gemeinsam entwickeln sie eine neue Gerätegeneration, die speziell für KI konzipiert ist.
Erste Prototypen sind bereits im Gespräch:
* Ein Audio-Wearable mit dem Codenamen „Sweetpea“, das als Konkurrent zu AirPods gilt.
* Ein sogenannter „KI-Stift“.
Diese Geräte sollen eine nahtlosere, „ambientere“ Interaktion mit KI ermöglichen und teilweise Smartphone-Funktionen ersetzen. Sie stellen eine direkte Herausforderung für die etablierten Ökosysteme von Apple und Google dar.
Das Fundament: Eigene KI-Chips von Broadcom und TSMC
Die Konsumerhardware wird von einer ebenso ehrgeizigen Initiative für eigene KI-Chips untermauert. Damit will OpenAI seine Abhängigkeit von Drittanbietern wie Nvidia reduzieren.
OpenAI arbeitet mit Broadcom am Design eigener KI-Beschleuniger. Die Fertigung soll bei TSMC erfolgen. Ein Chip mit dem Codenamen „Titan“ soll laut Berichten aus Januar 2026 in der zweiten Jahreshälfte 2026 in die Massenproduktion gehen – gefertigt im fortschrittlichen N3-Prozess von TSMC.
Diese Chips sind primär für den internen Einsatz gedacht. Sie sollen das Training und den Betrieb der eigenen KI-Modelle beschleunigen, Kosten senken und die Lieferkette sichern. Der Broadcom-CEO bestätigte kürzlich einen Deal im Wert von über 10 Milliarden Euro mit einem nicht genannten Neukunden – vermutlich OpenAI.
Analyse: Ein Hochrisiko-Wette auf vertikale Integration
OpenAI verfolgt eine Zwei-Säulen-Strategie: Eigene Geräte, betrieben mit eigenen Chips. Damit folgt das Unternehmen dem Beispiel von Google, Amazon und Meta, die ebenfalls eigene Chips entwickeln.
Indem OpenAI eine tiefere Rolle bei Apple ablehnte, tauscht es den kurzfristigen Vertriebsvorteil auf zwei Milliarden Geräten gegen die langfristige strategische Kontrolle über eine eigene Plattform ein. Der Erfolg ist ungewiss, doch er würde OpenAI einen unabhängigen Vertriebskanal und vollständige Gestaltungsfreiheit über das Nutzererlebnis verschaffen.
Ausblick: 2026 wird entscheidend
Die kommenden Monate sind kritisch. Die ersten eigenen Chips sollen 2026 in OpenAIs Infrastruktur einziehen und die Leistung zukünftiger Modelle steigern.
Auf der Konsumerseite wird ein Marktstart des „Sweetpea“-Wearables für September 2026 kolportiert. Ein solcher Launch wäre OpenAis offizieller Eintritt in den Elektronikmarkt und der Startschuss für eine neue Wettbewerbsdynamik in der KI-Revolution – bei der es nicht mehr nur auf die Intelligenz des Modells, sondern auf die nahtlose Einheit von Hard- und Software ankommt.
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