Saisonkontingente, Personal

Österreichs neue Saisonkontingente: Mehr Personal und Planungssicherheit

01.01.2026 - 09:23:12

Die österreichische Regierung stockt die Kontingente für Saisonarbeitskräfte auf 8.000 Plätze auf und führt eine automatische Verlängerungsgarantie ein, um Betrieben mehr Planungssicherheit zu geben.

Ab heute gelten neue Regeln für Saisonarbeitskräfte in Österreich. Die Bundesregierung stockt die Kontingente auf und führt erstmals eine automatische Verlängerungsgarantie ein.

Damit reagiert die Koalition auf den chronischen Personalmangel in Tourismus und Landwirtschaft. Die Verordnung soll Betrieben mehr Personal und vor allem langfristige Planungssicherheit bringen.

Höhere Kontingente für Tourismus und Landwirtschaft

Das reguläre Grundkontingent für Saisonkräfte steigt auf 5.500 Plätze. Zusätzlich wird ein spezielles Westbalkan-Kontingent von 2.500 Plätzen festgeschrieben. Es gilt für Arbeitskräfte aus sechs Staaten:
* Albanien
* Bosnien und Herzegowina
* Kosovo
* Montenegro
* Nordmazedonien
* Serbien

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Insgesamt stehen damit 8.000 kontingentierte Arbeitskräfte zur Verfügung. In absoluten Spitzenzeiten bleibt zudem ein Überziehungsrahmen von 50 Prozent möglich.

Der Clou: Die automatische Verlängerung

Die größte Neuerung ist eine automatische Verlängerungsgarantie. Wird das Kontingent zwischen Dezember 2025 und Juli 2026 im Schnitt zu mindestens 75 Prozent ausgelastet, verlängert sich die Verordnung automatisch um ein Jahr.

Diese Klausel soll das jährliche politische Ringen um die Quoten beenden. Für Betriebe, die jetzt in der Hochsaison stecken, bedeutet das mehr Stabilität bei der Personalplanung.

6,5 Millionen für Qualifizierung

Parallel tritt der neue Tourismusbeschäftigtenfonds in Kraft. Er ist mit 6,5 Millionen Euro jährlich dotiert und soll in die Aus- und Weiterbildung von Saisonkräften fließen.

Ziel ist es, Arbeitskräfte langfristig an den österreichischen Arbeitsmarkt zu binden. Der Fonds gilt als politischer Kompromiss, um auch Gewerkschaften an Bord zu holen.

Pragmatischer Koalitionskurs

Die Verordnung ist ein früher arbeitsmarktpolitischer Beschluss der Regierung Stocker. Die Zusammenarbeit zwischen SPÖ-Arbeitsministerin Korinna Schumann und ÖVP-Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer verläuft überraschend geräuschlos.

Für die Landwirtschaft kommt die frühe Fixierung gerade recht. Sie kann sich nun auf die Erntesaison 2026 vorbereiten und in den Herkunftsländern verbindlich Personal anwerben – in direkter Konkurrenz zu Deutschland.

Wird die Nachfrage das Angebot sprengen?

Die kommenden Monate werden zum Testlauf. Touristiker in Westösterreich melden bereits eine hohe Buchungslage für Februar. Wird die 75-Prozent-Marke früh erreicht, ist die Verlängerung für 2027 sicher.

Sollte die Nachfrage die 8.000 Plätze jedoch deutlich übersteigen, könnte die Debatte im Sommer neu entflammen. Vorerst haben die Betriebe aber, was sie wollten: Rechtssicherheit und Personal.

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