Öffi-Preise in Österreich steigen kräftig zum Jahreswechsel
01.01.2026 - 13:07:12Wiener Jahreskarte und Klimaticket Österreich werden deutlich teurer. Die erste Erhöhung seit 2012 führt zu neuen Preisgrenzen und einer künftigen jährlichen Inflationsanpassung.
Der öffentliche Verkehr in Österreich wird heute deutlich teurer. Die Wiener Linien, der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und das bundesweite Klimaticket erhöhen ihre Tarife. Besonders symbolträchtig ist das Ende des legendären 365-Euro-Jahrestickets in Wien.
Wiener Linien: 28 Prozent mehr für die Jahreskarte
Für rund 830.000 Jahreskartenbesitzer in der Hauptstadt beginnt eine neue Ära. Der Preis für die Wiener Jahreskarte springt von 365 Euro auf 467 Euro – ein Plus von 28 Prozent. Es ist die erste Erhöhung seit 2012.
Auch Gelegenheitsfahrer müssen mehr zahlen:
* Ein Einzelfahrschein kostet jetzt 3,20 Euro statt 2,40 Euro.
* Die 24-Stunden-Karte steigt auf 10,20 Euro.
* Die Monatskarte wird für 75 Euro angeboten.
Tickets wie die 48-Stunden-Karte oder der Senioren-Einzelfahrschein sind ab sofort nicht mehr erhältlich. Die Wiener Stadtwerke begründen die „Wertsicherung“ mit stark gestiegenen Betriebs- und Energiekosten.
Klimaticket durchbricht 1.400-Euro-Marke
Die zweite Preisanpassung innerhalb eines Jahres trifft das KlimaTicket Österreich. Das Ticket für den landesweiten Öffi-Verkehr kostet ab heute regulär 1.400 Euro. Für Jugendliche, Senioren und Menschen mit Behinderung steigt der Preis auf 1.050 Euro.
Im Pendlerverkehr rund um Wien wird es ebenfalls teurer. Das VOR KlimaTicket MetropolRegion für Wien, Niederösterreich und Burgenland verteuert sich von 898 auf 1.000 Euro. Wer ohne gültigen Fahrschein erwischt wird, zahlt eine Mehrgebühr von 135 Euro.
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Hintergrund: Inflation schlägt zeitverzögert durch
Die massive Preiserhöhung ist eine direkte Folge der hohen Inflationsjahre 2022 bis 2024. Experten weisen darauf hin, dass die reale Kaufkraft der Ticket-Einnahmen über Jahre erodiert ist. Laut Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO hätte eine Indexanpassung der Wiener Jahreskarte seit 2012 sogar einen Preis von über 500 Euro gerechtfertigt.
Verantwortliche betonen, die neuen Preise seien im europäischen Vergleich noch moderat. Doch die Erhöhung trifft viele Haushalte in einer Zeit hoher Lebenshaltungskosten.
Wird der Autoverkehr jetzt attraktiver?
Branchenbeobachter fragen sich: Führt der Preissprung zu mehr Individualverkehr? Öffis bleiben im Kostenvergleich mit dem Pkw zwar deutlich günstiger. Die psychologische Wirkung der neuen Schwellen – über 3 Euro für eine Einzelfahrt, fast 500 Euro für Wien – könnte jedoch Gelegenheitsnutzer abschrecken.
Sozialverbände warnen, Mobilität dürfe nicht zum Luxusgut werden. Befürworter der Maßnahmen halten dagegen: Ein leistungsfähiges Netz sei wichtiger als ein künstlich niedriger Preis, der Investitionen blockiere.
Ab 2027: Jährliche Inflationsanpassung
Mit der Reform beginnt eine neue Ära der Preispolitik. Ab dem Jahr 2027 sollen die Tarife der Wiener Linien jährlich automatisch an die Inflation angepasst werden. Dieses Modell ist beim VOR und den ÖBB bereits üblich.
Für Fahrgäste bedeutet das: Große Preissprünge wie der heutige sollen der Vergangenheit angehören. Dafür ist künftig mit regelmäßigen, kleineren Erhöhungen zu rechnen. Die Debatte um bezahlbare Mobilität wird Österreich also weiter begleiten.
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