Nokia Aktie: KI-Fantasie trifft Skepsis
13.01.2026 - 11:09:31Nokia steht vor einem entscheidenden Jahresauftakt. Kurz vor den Quartalszahlen Ende Januar prallen hohe Erwartungen an die KI-Kooperation mit Nvidia auf auffallend unterschiedliche Analystenmeinungen. Im Kern geht es um die Frage, wie schnell der Konzern den eigenen Turnaround im Netzwerkausrüstungsgeschäft tatsächlich vorantreiben kann.
Gestern schloss die Aktie bei 5,59 Euro. Auf Sicht von einem Monat liegt sie moderat im Plus, seit Jahresanfang aber im Minus – der Titel bleibt also trotz deutlicher Erholung vom 52‑Wochen-Tief schwankungsanfällig.
Analysten uneins beim Kurspotenzial
Die Einschätzungen der Experten könnten derzeit kaum weiter auseinanderliegen. Daten von MarketBeat zeigen ein Konsensrating von „Moderate Buy“ auf Basis von zwölf Analysten. Auffällig ist dabei das durchschnittliche Kursziel von 5,95 US‑Dollar, das aus dieser Quelle eher ein Rückschlagpotenzial signalisiert.
Ein anderes Bild zeichnet StockAnalysis.com. Dort lautet der Konsens „Strong Buy“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 7,50 US‑Dollar und damit klar über dem aktuellen Niveau. Die Spanne der Ziele – von 3,60 bis 8,00 US‑Dollar – macht deutlich, wie groß die Unsicherheit über Tempo und Ausmaß der angestrebten Wende ist. Marktbeobachter dürften genau hinschauen, ob die anstehenden Zahlen diese Lücke verkleinern oder weiter vergrößern.
Nvidia-Deal als zentraler Kurstreiber
Im Mittelpunkt der optimistischen Szenarien steht die Kooperation mit Nvidia. Der US‑Chiphersteller stellt rund 1 Milliarde US‑Dollar bereit, um gemeinsam mit Nokia KI-gestützte Radio Access Networks (RAN) zu entwickeln. Ziel ist ein Markt, dessen Volumen auf etwa 200 Milliarden US‑Dollar geschätzt wird.
Konkret soll Nokias Software für 5G und künftige 6G‑Netze auf die Chip-Architektur von Nvidia zugeschnitten werden. Erste Feldtests dieser Technologie sind für 2026 geplant. Gelingt es, sich hier als zentraler Infrastrukturpartner zu etablieren, könnte dies Nokia im Bereich KI‑Netzwerktechnik deutlich nach vorn bringen und ein wichtiges Gegengewicht zu dem hart umkämpften klassischen Netzwerkausrüstungsgeschäft bilden.
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Operative Impulse zum Jahresstart
Neben der Nvidia-Kooperation hat Nokia im Januar weitere Schritte gesetzt, um die eigene Position zu stärken:
- Analystenstimme: Kepler Capital Markets stufte die Aktie zu Jahresbeginn von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Laut Marktberichten führte das zu einem spürbaren Anziehen des Handelsvolumens bei Call-Optionen, was auf wachsende Spekulationen auf steigende Kurse hindeutet.
- Industrial-IoT-Partnerschaft: Am 7. Januar meldete Nokia eine Zusammenarbeit mit Telit Cinterion. Im Fokus stehen KI-gesteuerte Konnektivitätslösungen für industrielle Edge-Anwendungen – also dort, wo Daten direkt an der Maschine verarbeitet werden.
- Managementwechsel: Zum 1. Januar verließ Dr. Aref Chowdhury das Unternehmen. Der bisherige VP Strategy wechselte als CTO zu Lightwave Logic. Strategische Personalien dieser Art können Hinweise auf eine Neuaufstellung in der Führungsebene geben, auch wenn Nokia hierzu keine weitergehenden Details nannte.
Fundamentale Basis und wichtige Termine
Fundamental bleibt Nokia trotz des herausfordernden Marktumfelds profitabel. Auf Zwölfmonatsbasis erzielte der Konzern einen Umsatz von 23,17 Milliarden US‑Dollar und einen Nettogewinn von 1,09 Milliarden US‑Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei 36,47 Milliarden US‑Dollar. Die Dividendenrendite beträgt derzeit 1,59 Prozent, basierend auf einer Ausschüttung von 0,10 US‑Dollar je Aktie.
Spannend wird es wieder am 29. Januar 2026, wenn die nächsten Quartalszahlen anstehen. Dann zeigt sich, ob das operative Geschäft und erste Fortschritte bei den neuen Partnerschaften ausreichen, um die optimistischen Kursziele in Richtung 7,50 US‑Dollar zu untermauern – oder ob sich eher das vorsichtigere Lager mit tieferen Zielmarken durchsetzt.
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