Netflix Aktie: Politischer Gegenwind
30.01.2026 - 18:09:31Netflix steht mit seiner geplanten 82,7-Milliarden-Dollar-Übernahme von Warner Bros. Discovery unter erheblichem politischem Druck. Sowohl in den USA als auch in Europa formiert sich Widerstand gegen die Fusion. Die Aktie hat seit den Höchstständen Mitte 2025 deutlich nachgegeben, während Investoren die unsichere Genehmigungslage einpreisen.
Senatsanhörung am 3. Februar
Der Kartellausschuss des US-Senats hat für den 3. Februar eine Anhörung zu den wettbewerbsrechtlichen Auswirkungen der geplanten Übernahme angesetzt. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos und Warner Bros. Discovery-Strategiechef Bruce Campbell werden vor dem Gremium aussagen. Die Anhörung markiert eine deutliche Verschärfung der politischen Prüfung.
Britische Politiker fordern Eingreifen
Mehr als ein Dutzend britischer Politiker und ehemaliger Entscheidungsträger – darunter drei frühere Kulturminister und ein Ex-BBC-Chef – haben in einem Brief die Competition and Markets Authority zu einer umfassenden Prüfung aufgefordert. Die Unterzeichner warnen, der Deal würde „einen ohnehin dominanten Akteur im TV-Streaming-Markt zementieren“ und könne zu einer „erheblichen Wettbewerbsverringerung mit schädlichen Folgen für Verbraucher“ führen.
Europäische Hürden wachsen
Paramount-Skydance-Führungskräfte gehen davon aus, dass europäische Regulierungsbehörden die Netflix-WBD-Fusion blockieren werden. Sie verweisen auf die strenge Durchsetzungspraxis der EU gegenüber Big-Tech-Konzernen. Die Europäische Kommission wird voraussichtlich sowohl das Netflix-Angebot als auch das konkurrierende feindliche Übernahmeangebot von Paramount in Höhe von 30 Dollar je Aktie parallel prüfen.
Ted Sarandos zeigte sich im Rahmen der Q4-2025-Ergebnispräsentation zuversichtlich: Man arbeite „eng mit WBD und den Regulierungsbehörden zusammen, einschließlich des US-Justizministeriums und der Europäischen Kommission“ und sei überzeugt, alle erforderlichen Genehmigungen zu erhalten.
Vereinfachte Deal-Struktur
Netflix hat sein Angebot im Januar 2026 in eine reine Barzahlung umgewandelt. Der Schritt soll die Transaktionsstruktur vereinfachen und möglicherweise den Zeitplan für eine Abstimmung der WBD-Aktionäre beschleunigen, die bereits im März 2026 stattfinden könnte.
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Das US-Justizministerium überwacht den Prüfprozess auf nationaler Ebene. Paramounts feindliches Gegenangebot von 30 Dollar je Aktie für die gesamte WBD einschließlich der Kabelnetze läuft am 20. Februar aus, sofern es nicht verlängert wird.
Operative Stärke 2025
Netflix meldete für 2025 ein Umsatzwachstum von 16 Prozent auf 45,18 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis legte um 28 Prozent auf 13,33 Milliarden Dollar zu, der Nettogewinn stieg um 26 Prozent auf knapp 11 Milliarden Dollar. Besonders dynamisch entwickelte sich der Asien-Pazifik-Raum mit einem Plus von 21 Prozent.
Die wichtigsten Fakten:
- Deal-Volumen: 82,7 Milliarden Dollar (reine Barzahlung)
- Senatsanhörung: 3. Februar 2026
- Konkurrierendes Paramount-Angebot: 30 Dollar je Aktie
- Ablauf Paramount-Offerte: 20. Februar 2026
- Netflix-Umsatz 2025: 45,18 Milliarden Dollar (+16%)
- Netflix-Nettogewinn 2025: rund 11 Milliarden Dollar (+26%)
Die nächsten Wochen dürften entscheidend werden. Mit der Senatsanhörung Anfang Februar und dem Auslaufen des Paramount-Angebots Mitte des Monats rücken wichtige Weichenstellungen näher.
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