Aktien New York Ausblick: Schwach erwartet - Zollstreit beunruhigt Anleger
20.01.2026 - 14:57:53Für Belastung sorgen Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Strafzölle gegen einige europäische Länder ab Februar einzuführen. Sie sollen ab 1. Juni noch steigen, sofern kein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Europäische Staats- und Regierungschefs erörtern derweil mögliche Gegenmaßnahmen. In den USA könnte der Oberste Gerichtshof ein Urteil über die Rechtmäßigkeit von Trumps Zöllen fällen.
Der Dow Jones Industrial US2605661048 wurde vom Broker IG eine Stunde vor dem Handelsauftakt 1,3 Prozent tiefer bei 48.713 Punkten taxiert. Der von Tech-Werten geprägte Nasdaq 100 US6311011026 wird 1,8 Prozent im Minus bei auf 25.081 Zählern erwartet.
Nach einem kräftigen Ergebnisplus im vergangenen Jahr will der US-Mischkonzern 3M US88579Y1010 seine Gewinnentwicklung 2026 noch weiter beschleunigen. Für die neue Zwölfmonatsperiode hat sich das Management um Konzernchef William Brown vorgenommen, den bereinigten Gewinn im besten Fall um rund 8 Prozent zu steigern. Analysten hatten aber in der Mitte der Spanne mehr erwartet. Vorbörslich ging es für die lange Zeit stark gelaufene Aktie um 4,7 Prozent abwärts.
Der Streaming-Anbieter Netflix US64110L1061 legt im Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers US9344231041 nach. Das Unternehmen will sein bisheriges Gebot von knapp 83 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden für das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner jetzt komplett in bar bezahlen. Bislang sollten die Warner-Aktionäre einen Teil der Summe in Netflix-Aktien erhalten. Konkurrent Paramount US69932A2042 bietet hingegen gut 108 Milliarden Dollar für den gesamten Warner-Brothers-Konzern, einschließlich der dazugehörigen Fernsehsender wie CNN. Die Papiere von Netflix stiegen vorbörslich um 1,0 Prozent, während die Warner-Titel 0,3 Prozent verloren und jene von Paramount 0,7 Prozent einbüßten.
Die Anteilsscheine der Edelmetall-Produzenten Newmont US6516391066 und Agnico Eagle Mines CA0084741085 verteuerten sich vorbörslich um 3,1 beziehungsweise 3,7 Prozent. Sie profitierten von neuen Rekordhochs bei den Gold- und Silberpreisen. Die Edelmetalle sind angesichts der vielen geopolitischen Krisenherde wie der Lage im Iran und Trumps Zoll-Drohungen als "sichere Häfen" derzeit stark gefragt.
Die Aktien von Rapt Therapeutics US75382E2081 wurden vorbörslich um knapp 64 Prozent auf 57,50 US-Dollar nach oben katapultiert, nachdem der britische Pharmakonzern GSK GB0009252882 die Übernahme des US-Biotech-Unternehmens angekündigt hatte. GSK bietet den Rapt-Aktionären 58 Dollar je Aktie, was einem Firmenwert von 2,2 Milliarden Dollar entspricht.

