Mundhygiene, Demenz

Mundhygiene schützt vor Demenz

19.01.2026 - 21:53:12

Forschungsergebnisse belegen, dass Bakterien aus chronischen Zahnfleischentzündungen ins Gehirn wandern und Nervenzellen schädigen können. Die Mundhygiene wird damit zu einem wichtigen Faktor in der Demenzprävention.

Schlechte Zähne erhöhen das Risiko für Alzheimer. Neue Studien zeigen, wie Bakterien aus dem Mund direkt ins Gehirn wandern und dort Nervenzellen schädigen. Die Erkenntnis macht die Zahnpflege zu einem mächtigen Werkzeug im Kampf gegen Demenz.

Bakterien als heimliche Gehirn-Killer

Der Hauptverdächtige heißt Porphyromonas gingivalis. Dieses Bakterium verursacht chronische Zahnfleischentzündungen (Parodontitis) und produziert giftige Enzyme, die Gingipaine. Diese können über die Blutbahn ins Gehirn gelangen.

Forscher fanden die Erreger und ihre Toxine im Hirngewebe verstorbener Alzheimer-Patienten. Dort fördern sie offenbar den Tod von Nervenzellen und die Bildung der typischen Eiweißablagerungen, der Amyloid-Plaques.

Anzeige

Viele Studien verbinden Zahnfleischerkrankungen und Bakterien mit einem erhöhten Demenzrisiko. Wenn Sie aktiv etwas für Ihr Gedächtnis tun wollen, helfen gezielte Übungen, Ernährungs-Tipps und ein einfacher Selbsttest. Der Gratis-Report „Gehirntraining leicht gemacht“ liefert 7 Geheimnisse, 11 alltagstaugliche Übungen und einen Schnell-Selbsttest – speziell entwickelt, um Konzentration und Erinnerung zu stärken. Alle Übungen sind leicht in den Alltag integrierbar und sofort umsetzbar. Gratis-Report „Gehirntraining leicht gemacht“ jetzt anfordern

Wenn die Entzündung den Körper überflutet

Parodontitis ist keine lokale Angelegenheit. Die dauerhafte Entzündung im Mund kann den gesamten Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Diese systemische Reaktion hat zwei fatale Folgen für das Gehirn:

  • Sie schwächt die Blut-Hirn-Schranke. Diese Schutzbarriere wird durchlässiger für Bakterien und schädliche Substanzen.
  • Sie überaktiviert die Immunzellen des Gehirns, die Mikroglia. Diese sind dann nicht mehr in der Lage, schädliche Ablagerungen effektiv abzubauen.

Die Studienlage ist eindeutig

Mehrere große Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen Mund- und Gehirngesundheit:

  • Die „Study of Health in Pomerania“ der Uni Greifswald zeigte: Parodontitis steigert das Demenzrisiko signifikant.
  • Eine Meta-Analyse des NYU Rory Meyers College of Nursing mit über 34.000 Erwachsenen fand: Zahnverlust geht mit einem deutlich höheren Risiko für kognitive Probleme einher.
  • Forscher der Anhui Medizinischen Universität entdeckten via MRT: Bei Menschen mit schwerer Parodontitis sind die Verbindungen zwischen verschiedenen Gehirnregionen gestört – ein Hinweis auf eine schlechtere Netzwerkfunktion.

Ein neuer Hebel für die Vorsorge

Die Mundgesundheit rückt damit in eine Reihe mit anderen beeinflussbaren Demenz-Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes. Die Konsequenz für Ärzte und Patienten ist klar:

Die konsequente Behandlung von Zahnfleischerkrankungen wird zu einer wirksamen und vergleichsweise einfachen Präventionsstrategie. Experten fordern eine engere Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizinern und Neurologen.

Was kommt als Nächstes?

Die Forschung sucht nun nach dem Beweis, ob eine Parodontitis-Therapie den geistigen Abbau bei Risikopatienten tatsächlich bremsen kann. Parallel wird an Medikamenten gearbeitet, die die neurotoxischen Gingipaine der Bakterien blockieren.

Bis diese Therapien verfügbar sind, bleibt die wichtigste Maßnahme für jeden Einzelnen bestehen: Gründliche tägliche Mundhygiene, regelmäßige professionelle Zahnreinigungen und zahnärztliche Kontrollen. Sie schützen nicht nur das Lächeln, sondern möglicherweise auch die Erinnerung.

Anzeige

PS: Machen Ihnen Vergesslichkeit und Unsicherheit Sorgen? Ein kurzer Selbsttest und praxisnahe Übungen können erste Gewissheit schaffen und helfen, Demenz-Risiken zu reduzieren. Der kostenlose PDF-Report bietet einen 2‑Minuten-Selbsttest, einfache Gedächtnisübungen und Ernährungstipps – ideal für alle, die ihre geistige Fitness stärken möchten. Der Download erfolgt sofort per E‑Mail. Jetzt kostenlosen Gehirntraining-Report sichern

@ boerse-global.de