Mund-Darm-Achse, Zahnhygiene

Mund-Darm-Achse: Wie Zahnhygiene den ganzen Körper schützt

18.01.2026 - 00:01:12

Neue Forschungsergebnisse belegen, dass Bakterien aus dem Mundraum in den Darm wandern und dort chronische Entzündungen sowie Lebererkrankungen begünstigen können.

Eine gesunde Verdauung beginnt im Mund. Aktuelle Forschung belegt: Das bakterielle Ökosystem zwischen unseren Zähnen beeinflusst direkt die Darmgesundheit – und damit den gesamten Organismus. Kürzlich veröffentlichte Studien zeigen, wie Bakterien aus dem Mundraum in den Darm wandern und dort schwerwiegende Folgen auslösen können.

Die direkte Verbindung: Bakterien auf Wanderschaft

Täglich schlucken wir mit dem Speichel Milliarden von Mikroorganismen. Bei einem gesunden oralen Mikrobiom herrscht ein Gleichgewicht. Doch schlechte Hygiene oder zuckerreiche Ernährung können es kippen lassen. Dann vermehren sich schädliche Keime.

Diese pathogenen Bakterien gelangen in den Magen-Darm-Trakt. Einige überleben die Magensäure und siedeln sich im Darm an. Dort stören sie die empfindliche Darmflora, provozieren das Immunsystem und fördern chronische Entzündungen. Besonders Bakterien wie Porphyromonas gingivalis, die Parodontitis verursachen, wurden im Darm von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nachgewiesen.

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Parodontitis: Ein Risiko für Herz und Gefäße

Die chronische Zahnfleischentzündung ist mehr als eine lokale Infektion. Sie gilt heute als systemischer Risikofaktor. Bei einer Parodontitis gelangen Bakterien und Entzündungsbotenstoffe aus den Zahnfleischtaschen in die Blutbahn.

Die Forschung belegt klare Zusammenhänge zu:
* Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose
* Diabetes mellitus
* rheumatoider Arthritis

Die ständige Entzündung im Mund befeuert ähnliche Prozesse im ganzen Körper. Das kann die Insulinresistenz bei Diabetikern verschlechtern oder Gefäßverkalkungen begünstigen.

Neue Studie: Mundkeime schädigen die Leber

Eine aktuelle Studie unter Leitung der Technischen Universität München und des King’s College London lieferte kürzlich weitere Belege. Forscher fanden bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen typische Mundbakterien im Darm.

Diese oralen Eindringlinge besitzen Gene für kollagenabbauende Enzyme. Sie können die Darmbarriere schädigen. Dadurch gelangen bakterielle Bestandteile leichter in den Organismus und belasten die Leber zusätzlich. Diese Entdeckung eröffnet neue Therapieansätze: Könnte eine gezielte Sanierung des Mund-Mikrobioms auch der Leber helfen?

Prävention: Ein sauberer Mund schützt den Darm

Die Konsequenz aus den Erkenntnissen ist klar: Ganzheitliche Gesundheit beginnt zwischen den Zähnen. Eine konsequente Mundhygiene ist die Basis.

Dazu gehören:
* Regelmäßiges und gründliches Zähneputzen
* Die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten
* Professionelle Zahnreinigungen beim Zahnarzt

Eine ausgewogene, zuckerarme Ernährung hemmt zudem das Wachstum schädlicher Bakterien. Die Investition in die Zahngesundheit ist damit eine direkte Investition in den Schutz des gesamten Körpers.

Zukunft: Personalisierte Medizin durch Mikrobiom-Analyse?

Die Erforschung der Mund-Darm-Achse steht noch am Anfang, aber das Potenzial ist enorm. Zukünftige Studien wollen die Wechselwirkungen zwischen spezifischen Mundbakterien und dem Darm-Immunsystem entschlüsseln.

Das Ziel ist eine personalisierte Medizin. Die Analyse des oralen Mikrobioms könnte künftig Hinweise auf Risiken für systemische Erkrankungen geben und Grundlage für maßgeschneiderte Präventionsstrategien sein. Die enge Zusammenarbeit von Zahnmedizin und Allgemeinmedizin wird dafür entscheidend sein.

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