Materials, Aktie

MP Materials Aktie: Politik-Streit

29.01.2026 - 15:00:33

Ein Bericht über einen angeblichen Rückzug der US-Regierung von Preisgarantien für kritische Mineralien ließ die MP-Materials-Aktie abstürzen. Das Unternehmen und Regierungsstellen widersprechen der Darstellung vehement.

MP Materials gerät mitten in eine politische Kontroverse: Laut einem Reuters-Bericht rückt die Trump-Regierung von Plänen ab, Mindestpreise für US-Projekte im Bereich kritischer Mineralien zu garantieren. Die Aktie reagierte im nachbörslichen Handel deutlich, während Unternehmen und Regierungsstellen den Bericht scharf zurückweisen. Wie stark ist MP Materials tatsächlich von einem möglichen Kurswechsel in Washington betroffen?

Rückzug von Preisgarantien belastet Sektor

Reuters berichtet, dass die Regierung Abstand von Preisuntergrenzen für kritische Mineralien nimmt. Begründet wird dies demnach mit fehlender Finanzierung durch den Kongress und der Schwierigkeit, marktgerechte Preisniveaus festzulegen.

Die Meldung löste einen schnellen Kursrückgang im gesamten Selten-Erd-Markt aus. MP Materials verlor im nachbörslichen Handel gestern 8,2 %, wie Investor’s Business Daily meldet. Für den Sektor wäre dies ein Bruch mit zuvor signalisierten Unterstützungszusagen.

Bei einem nichtöffentlichen Treffen in diesem Monat sollen zwei hochrangige Regierungsvertreter Branchenvertretern laut Reuters mitgeteilt haben, künftige Projekte müssten ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit ohne staatliche Preisstützung nachweisen.

MP Materials widerspricht deutlich

Das Unternehmen reagierte umgehend und mit klaren Worten auf den Reuters-Bericht. In einer auf X (Twitter) veröffentlichten Stellungnahme betonte MP Materials, es habe „keine Änderung“ am bestehenden Vertrag oder an den staatlichen Verpflichtungen daraus gegeben.

Die Aussage des Unternehmens: Jegliche Darstellung, die US-Regierung sei von ihren Zusagen gegenüber MP Materials abgerückt, sei „schlicht falsch“. Den Bericht von Reuters bezeichnete MP Materials zudem als „unzutreffend, irreführend und nicht mit den Fakten vereinbar“.

Reuters stellte parallel klar, dass die eigene Berichterstattung nicht nahelege, dass Teile des bestehenden Deals von MP Materials gefährdet seien. Die mögliche Neuausrichtung der Politik beziehe sich demnach auf künftige Vereinbarungen und nicht auf die bereits im Juli 2025 vereinbarte Preisuntergrenze im Rahmen eines Investitionspakets.

Druck aus dem Senat

Die Vereinbarung mit MP Materials beschäftigt inzwischen auch den US-Kongress. Laut Reuters hat der Streitkräfteausschuss des Senats ein Treffen mit Vertretern des Verteidigungsministeriums angefordert. Dabei geht es darum, zu erläutern, warum MP Materials Preisunterstützung erhalten hat und wie die Regierung ihre breitere Investitionsstrategie im Rohstoffsektor ausgestaltet.

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Der ursprüngliche Deal soll eine Preisuntergrenze von mindestens 110 US-Dollar je Kilogramm für zwei Typen seltener Erden enthalten haben, so Reuters-Quellen. Die Marktbedingungen haben sich seitdem verändert: USA Rare Earth kündigte diese Woche an, dieselben Rohstoffe am freien Markt für 125 US-Dollar je Kilogramm erwerben zu wollen.

Auswirkungen auf den weltweiten Sektor

Die Diskussion um die US-Politik blieb nicht auf den amerikanischen Markt beschränkt. An der australischen Börse gaben Selten-Erd-Werte nach dem Reuters-Bericht ebenfalls nach. Die Aktie von Lynas Rare Earths fiel zeitweise um mehr als 10 %, so Reuters.

Der Canaccord-Analyst Reg Spencer bezeichnete den Rückgang im Sektor gegenüber Reuters als überzogen. Aus seiner Sicht entsprechen die Äußerungen der Regierung der bisherigen Interpretation der Strategie des Weißen Hauses: Man wolle nicht jedes Projekt mit Preisuntergrenzen stützen, sondern Vorhaben müssten sich grundsätzlich aus eigener Stärke rechnen.

Regierung weist Bericht zurück

Auch aus Washington kam Widerspruch. Das Energieministerium nannte den Reuters-Artikel gegenüber der Nachrichtenagentur „falsch“ und warf den anonymen Quellen vor, falsch informiert oder bewusst irreführend zu sein. Konkrete inhaltliche Fehler wurden allerdings nicht benannt.

Das Weiße Haus wollte laut Reuters nicht bestätigen, ob neue Preisuntergrenzen geplant sind. Es kündigte aber an, weiter auf Deregulierung, Steuersenkungen und gezielte Investitionen im Bereich kritischer Mineralien zu setzen – unter dem Hinweis, dabei verantwortungsvoll mit Steuergeldern umzugehen.

Wichtige Eckdaten

  • Nachbörslicher Kursrückgang MP Materials gestern: 8,2 % (Investor’s Business Daily)
  • Unternehmensreaktion: Deutliche Zurückweisung eines Rückzugs staatlicher Zusagen
  • Politische Dimension: Anfrage des US-Senats an das Verteidigungsministerium zur MP-Vereinbarung
  • Ursprüngliche Preisuntergrenze: mindestens 110 US-Dollar/kg für zwei Selten-Erd-Typen (Reuters-Quellen)
  • Marktindikator: USA Rare Earth signalisiert Kaufbereitschaft zu 125 US-Dollar/kg
  • Nächster Termin: Zahlenvorlage von MP Materials am 19. Februar (Yahoo Finance Kalender)

Für die weitere Kursentwicklung von MP Materials dürfte entscheidend sein, ob die Regierung ihre bisherige Praxis bei bereits geschlossenen Verträgen bestätigt und zugleich Klarheit über die Rahmenbedingungen für neue Projekte schafft.

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